Das Elefantengedächtnis des Webs

Nico hat völlig recht. Der „Long Tail“ des Webs darf nicht unterschätzt werden.

Das Internet ist bereits jetzt schon gnadenlos, wenn es darum geht, alte Websünden auffindbar zu machen.
Hat man sich einmal bei einer Suchmaschinen-indizierten Seite eingetragen (z.B. Open-BC oder Stayfriends), dann ist man auf diesen Seiten immer auffindbar, solange man sein Profil nicht gelöscht hat. Mit anderen Worten: von jetzt an muss man sich genau merken, wo man sich mit seinen persönlichen Daten angemeldet hat (wenn es Seiten sind, die diese Daten zeigen, wie z.B. einige Communities – ecommerce-Seiten werden davon eher nicht betroffen sein).

Schlimmer ist aber noch die Situation, wie Nico sie beschreibt: man taucht positiv oder negativ als Privatperson oder als Firma namentlich genannt auf einer Website – wahrscheinlich eher einem Blog – auf, und der Blogger löscht diesen Post die nächsten 20 Jahre nicht. Dann wird das Positive oder Negative immer zu finden sein. Kein Vergessen und kein Vergeben.

Für Firmen und Marken ist das natürlich ärgerlich, weil negative Berichte auch über die nächsten Jahre hinweg von allen im Web recherchierenden Usern gelesen werden können. Und das, während Testzeitschriften und Zeitungen mit negativen Berichten zum selben Thema schon längst auf Microfilm in Bibliotheken verstauben.

Für Privatpersonen kann es ebenso unangenehm sein. Ich kenne z.B. viele, die mittlerweile neu kennengelernte Kontakte sofort in Google eingeben, um Informationen über diese Personen herauszufinden. Da man sich meistens entsprechend dem Lebensabschnitt ändert, kann es natürlich vorkommen, dass im Web private Informationen aus vergangenen Lebensabschnitten kursieren, die einem mittlerweile vielleicht unangenehm wären (z.B, alte Fotos, vielleicht sogar von Parties, in peinlichen Situationen).

Wir Heavy-Web-User werden also nicht nur im Hier&Jetzt transparenter und gläserner – sondern müssen von nun an auch mit einer (relativ) transparenten Biografie rechnen.

Continue Reading

The Movie Timeline

Eine witzige Idee. Da hat jemand die Geschichte „neu“ geschrieben: The Movie Timeline zeigt:

… the history of everything, taken from one simple premise – that everything you see in the movies is true…

Dabei kann n�mlich auch feststellen, dass viele Dinge zur gleichen Zeit am gleich Ort stattfanden:

Who’d have thought that while Gangs of New York’s Amsterdam Vallon was killing Butcher Bill, down the road Abraham Lincoln was being kidnapped by Bill & Ted…

(via)

Continue Reading

Blue Ball Machine (Classic GIF Returned)

Fantastisch. Die Blue Ball Machine – ein animiertes Background GIF, dass sich bildschirmfüllend zeigt, inklusige eines Sound-Loops:

Wenn man sich dann ganz links oben zur ytmnd-Seite durchklickt (you’re the man now dog), dann findet man unzählige dieser komischen Bild-Sound-Loop Kreationen.

Die About-Seite führt lediglich zu Wikipedia:

YTMND, an acronym for „You’re The Man Now, Dog!“, is a website community that centers on the creation of YTMNDs, which are pages featuring a juxtaposition of a single image, optionally animated and/or tiled, along with large zooming text and a looping sound file. Most of these images are created or edited by users. Most YTMNDs are meant to expose or reflect the more inane facets of pop culture.

Das Original – basierend auf einer Szene aus dem Film Forrester, gefunden mit Sean Connery – kann man hier (immer noch) sehen.

The content of each YTMND site remains one of the most definitive examples of memes and memetics on the Internet.

Faszinierend, was für schönen Quatsch es alles im Internet gibt…

Continue Reading

a celebration of street art…

Durch PFSK bin ich auf der Seite der Wooster Collective gelandet, die Fotos von einem Künstler in Madrid zeigen, der seine Bilder mit Kohle an Häuserwände malt:

Die Bilder halten natürlich nur bis zum nächsten Regen oder Windstoss.

Das Blog der Wooster Collective zeigt übrigens ingesamt sehr interessante und schöne „street art“, schliesslich heisst es im Untertitel ja auch: „a celebration of street art“.

woo·ster (noun)
A street in the Soho section of New York City

col·lec·tive (adj.)
Of, relating to, characteristic of, or made by a number of people acting as a group: a collective decision.

The Wooster Collective was founded in 2001. This site is dedicated to showcasing and celebrating ephemeral art placed on streets in cities around the world.

Nebenbei werden die Headergrafiken der Seite von unterschiedlichen Künstlern gestaltet, ein sehr interessanter Ansatz – die vergangenen Headergrafiken kann man sich hier anschauen.

Continue Reading