Trittin, wie kannst Du nur?

Unglaublich. In der Frankfurter Rundschau online ist ein Kommentar von Jürgen Tritt-ihn, unserem Windbeutelmühlen- und Dosenbierminister.
In diesem Kommentar sagt er, mehr oder weniger, dass die Amis selbst schuld sind, wenn sie durch den Hurrican „Katrina“ zu solchen Schäden kommen. Allen voran Bush der Böse, weil er „die Augen verschliesst“. Denn sie kümmern sich ja nicht um den Klimaschutz, Bush hat das Kyoto nicht unterzeichnet – wir aber, die Deutschen, wir sind ja sehr vorbildlich, sogar in Asien kopiert man unsere Gesetze (das ist wohl auch der Grund, warum es bei uns keine Hurricans gibt, oder?).
Dass einige der schlimmsten Hurricans in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts stattfanden (das sah ich gerade in einem Bericht auf N24), spielt ja keine Rolle.

Tritt-ihn’s Logik ist klasse:

Naturkatastrophen nehmen in Häufigkeit und Ausmaß drastisch zu. Der Klimawandel macht das Entstehen von Stürmen und Fluten in Nordamerika und Europa wahrscheinlicher. Und der Mensch trägt mit dem Ausstoß von Treibhausgasen ganz erheblich zum Klimawandel bei. Es gibt es nur eine Konsequenz daraus: Treibhausgase müssen radikal reduziert werden, und zwar weltweit.
[…] Der amerikanische Präsident verschließt die Augen vor den wirtschaftlichen und menschlichen Schäden, die seinem Land und der Weltwirtschaft durch Naturkatastrophen wie „Katrina“, also durch unterlassenen Klimaschutz, zugefügt werden.

Er schreibt von einer „unhaltbaren“ Bush-Logik, dass Klimaschutz der Wirtschaft schadet. Wie wäre es, wenn er selbst mal seine Logik unter die Lupe nehmen würde?
Ich habe leider vergessen, wie diese Art von brüchiger Ketten“logik“ wirklich heisst. Aber es ist letztendlich eine Aneinanderreihung von Dingen, die sich „wahrscheinlich“ gegenseitig beeinflussen. Wie groß die Kausalitäten wirklich sind, kann keiner sagen!

Gut, dass es diesen SpOn Artikel gibt:

Es gibt namhafte Wissenschaftler und Nobelpreisträger, die das Problem globaler Erwärmung ganz anders sehen als Jürgen Trittin. Viele halten die Bekämpfung von Aids, Hunger, Malaria auf der globalen Prioritätenliste für wesentlich wichtiger als die Verringerung des CO2-Ausstoßes, und diese Leute, die das im vergangenen Jahr in einer Erklärung namens „Kopenhagener Konsens“ deutlich gemacht haben, stehen wirklich nicht auf der Payroll der texanischen Ölindustrie.

Claus Christian Malzahn bringt es auf den Punkt. Neben dem Zitat oben sagt er ungefähr: Egal, ob Kyoto eine Rolle spielt oder nicht, im moment haben wir eine riesige Naturkatastrophe. Daher sollten wir erstmal mitfühlen und vor allem auch mithelfen. Es sterben Menschen, wir haben keine Zeit für Besserwisserei.

Aber Herr Tritt-ihn zeigt lieber mit dem Finger auf die Amis und lacht hämisch – quasi als hätte er es schon immer besser gewusst.

Und die, auf die er zeigt, finden das gar nicht komisch.

Komisch, gerade zu lächerlich, finde ich es, dass ein fabelhafter Aussenminister und solch ein Windmühlenminister in ein und derselben Partei sein können. Während Joschka um die Welt fliegt und diplomatische Schlösser baut, läuft Jürgen hinter ihm her und tritt alles wieder platt.

(sorry about the Wortspiel)

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eco-Verband: Das Internet im Jahr 2015 – Golem.de

Endlich mal wieder gute Nachrichten über mein Lieblingsmedium.
Zu 90% abhängig? Jawohl, schon jetzt. Ich würde eher auf Strom verzichten, als auf das Internet (vorausgesetzt, mein Laptop läuft lange genug per Akku). Und auf alle Fälle würde ich eher auf das Fernsehen oder gedruckte Presse verzichten.
Demnach bin ich schon im Jahre 2015 angekommen.

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The Secret New York

The Secret New York ist eine klasse Idee. Überall in der Stadt hängen gelbe Pfeile, auf denen ein Code und eine Telefonnummer steht. Wenn man die Nummer anruft und den Code eingibt, dann bekommt man etwas zu diesem Ort erklärt. Das ist ja noch wie eine normale Stadtführung mit einen netten Twist. Der Clue an der Sache ist aber, dass jeder, wirklich jeder, diese Pfeile anbringen lassen kann. Man schlägt einen Ort vor und erlärt dazu, was an diesem Ort so besonders ist. So wird es in Zukunft eine Unzahl von teilweise wahrscheinlich sehr persönlichen Informationen zu Orten in ganz New York geben.
Auf der Website kann man sich das auch ansehen, teilweise sogar mit kleinen Videoclips.
Ich frage mich, ob sowas auch in Frankfurt machbar wäre? Wahrscheinlich braucht man 1000 Genehmigungen, um die gelben Pfeile aufzuhängen.

Aber die Idee ist total klasse!

(danke)

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Julian Beever’s Strassenmalerei

Schaut mal bei Julian Beever’s pavement drawings vorbei. Unglaublich perspektivische Strassenmalerei.
Sieht unglaublich real aus, zumindest aus der von Julian gew�nschten Kameraperspektive. Wie es aussieht, wenn man es von der Seite oder aus der entgegengesetzten Perspektive ansieht, zeigt er auch in einigen Beispielen. Und erst dann wird so richtig klar, wie schwierig es sein muss, diese Dinge so zu malen, dass sie aus der einen Perspektive real aussehen.
Meine Favoriten: die riesige Cola Flasche (da musste ich lange hinsehen!), die kleine Pfütze, auf der Julian ein Schiff fahren lässt und das Loch, in das die Britischen Politiker fallen…

Strassenmalerei

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Auf Wiedersehen, liebe Bibliothek…

CBS schreibt, dass die University of Texas ihre Bibliothek umstrukturiert. Die Bücher werden ausgelagert. Stattdessen gibt es neben den bereits existierenden 250 PCs noch 75 Laptops zum Ausleihen bereit gestellt. Natürlich wird dort dann auchein WLAN, Computerräume und ein Multimediastudio verfügbar sein.

The advent of the Internet and the digitization of information has transformed the way students learn, experts concur, and libraries are scrambling to keep up.

Und ansonsten: Sofas, Cafe Athmosphere, eine Bar, eben eher ein Social Room.
Und das ist gut so. Als ich studierte, da gingen die meisten nur in die Bibliothek um ihre Tasche abzulegen und zu schauen, wer noch dort ist. Und dann ging man eh gemeinsam ins gegenüberliegende Cafe um zu klönen…

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