Warum „Collaborative Consumption“ Sinn macht.

Wer hat Bücher oder DVDs im Regal, die er nie wieder ansehen oder lesen wird?

Wer besitzt eine Bohrmaschine? Eine Bohrmaschine benutzt man im Durchschnitt für insgesamt nur 15 Minuten während der gesamten Lebenszeit dieser Maschine.

„You need a hole in the wall, not a powerdrill“

Von Autos (Carsharing) über Fahrräder (Citybikes) bis hin zu Landsharing (gibt es in England für Leute, die gemeinsam Gemüse anbauen wollen – einer hat einen Hintergarten, der andere den grünen Daumen). Heutzutage gibt es durch das Internetz die Tools und Plattformen, um die Lücke zwischen Besitzer und Benutzer noch einfacher zu schliessen als früher. Sehr interessanter TED Vortrag:

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Austellung von Jonathan Ive in Hamburg

Ein Muss für alle Apple-Jünger: Ab August 2011 wird nach Hamburg gepilgert. Denn das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe widmet dem Chef-Designer von Apple, Jonathan Ive, eine eigene Ausstellung.

Diese Ausstellung wird ca. 300 Exponate von 1997 bis heute zeigen Anlass ist “die Markteinführung des iPods vor zehn Jahren”.

Da Apple nicht wirklich viele Produkte in den letzten 13 Jahren gelauncht hat, könnte man fast vermuten, dass einfach das gesamte Apple Programm der letzten 13 Jahre gezeigt wird. Zu hoffen ist allerdings, dass es auch viele Exponate/Designstudien geben wird, die es nicht zur Marktreife gebracht haben.

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Dittsche und die „Bild“-Zeitung der Zukunft

Eine sehr gute Idee von der Bildzeitung: Dittsche lernt die „Zeitung der Zukunft“ kennen: die Bild Zeitung auf dem iPad. Und zum Schluss zeigt sich auch Kai Diekmann, der sich anscheinend mittlerweile mit den Gepflogenheiten im Social Web etwas besser auskennt. Schöner Werbeclip, den man sogar gerne schaut, weil es eigentlich „Entertainment“ ist:

(hier gefunden)

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Science Fiction – the future isn’t dead, we simply overtook it

Ich kann mich ja nach wie vor für Science Fiction Romane und Filme begeistern. Allerdings bevorzuge ich in letzter Zeit eher Bücher wie die aktuellen von William Gibson (Mustererkennung, Quellcode, Spook Country, etc.). Die Ideen und die Technologie in diesen Bücher sind im Prinzip schon heute vorhanden („The future is already here, it is just unevenly distributed“ – das ist ja auch ein Zitat von William Gibson).

Warren Ellis schreibt darüber in diesem Artikel:

Which is part of what Russell‘s saying. Science fiction is no longer ahead on the trail, throwing clues to the future back at us. When author William Gibson writes novels today, he writes about the present. No more console cowboys zipping around cyberspace, no more digital pop idols printing themselves out into the real world. That said, his latest trilogy — the „Bigend“ books — are notionally set in the contemporary world, yet there remains a sense of… not-presentness. Situations, characters and places seem a second out of sync. The likes of Pattern Recognition’s coolhunter Cayce Pollard, or viral-advertising exec Hubertus Bigend (from Spook Country and Zero History), remain plausible, without quite having the texture of solid reality to them. The more you look at them, the more you realise they’re speculations. Hubertus Bigend is a novum, a science-fictional creation. But the prose is set at a point less than five minutes from now, which is why we don’t recognise it as such and go along with the instruction that it’s conventional fiction.

In dem lesenswerten Artikel steht auch das schöne Zitat: „the future isn’t dead, we simply overtook it“

Die Bücher stehen in Buchläden in der Science Fiction Abteilung, beschreiben aber zu großen Teilen ein Leben, was viele schon führen. Mein Leben wäre somit in einigen Punkten ebenfalls Science Fiction…

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Gamecast: vom Videospiel zum Spielfilm.

Für viele Menschen sind Videospiele eine echte Freizeitalternative zu Spielfilmen oder Serien. Was wäre, wenn man nun aus einem Videospiel einen Film oder eine Serie macht? Aus dem komplexen Spielverlauf eines Mulitplayer Games eine halbwegs linear verlaufende Story zusammenschneidet?

Gamecast versucht genau das:

Gamecast ist ein Forschungsprojekt, das die beiden Medien Fernsehen und Videospiel verbindet um ein System zu erschaffen, mit dem aus Videospielen interaktive Serien und Filme produziert werden können. Das Ziel ist eine computeranimierte Fernsehserie, bei der Zuschauer über das Internet selbst mitspielen können.

Gamecast ist ein Storytelling- und Broadcastsystem, das aus einer Videospielhandlung eine 3D-animierte TV-Serie erzeugen kann. Gamecast-Serien haben das Ziel sich inhaltlich und optisch nicht von einem normalen, computeranimierten Film zu unterscheiden.

Um die Serie zu erstellen, wird die im Spiel erzeugte Handlung verarbeitet und als Datensatz gespeichert. Ein Regieteam kreiert daraufhin aus diesen Daten eine optisch ansprechende und dramaturgisch verlaufende Serienhandlung.

Die Grundzüge der Story sind von einem Team von Autoren definiert d.h. die Serie wird einen durchgehenden Handlungsbogen mit einigen festen Hauptdarstellern aufweisen. Wie auch in heutigen Fernsehserien gibt es Akteure, die in Action und Dialogszenen die Handlung vorantreiben. Hier sind es die Computerspieler, die einen Online-Charakter nach ihrem eigenen Bild erstellen und dann eine Rolle in der Handlung der Serie übernehmen können.

Die Videospieler werden durch eine zusätzliche Komponente zu echten Schauspielern: eine neue technische Errungenschaft erkennt die Emotionen der Videospieler und projiziert diese auf deren Avatare:

Das sogenannte SHORE-System wurde vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickelt und ermöglichst es mithilfe handelsüblicher Hardware, wie beispielsweise einer Webcam, verschiedene Formen von Emotion zu erkennen. GAMECAST hat diese Technik für Videospiele nutzbar gemacht und sie so modifiziert, dass die Emotionen des Spielers auf das virtuelle Ich übertragen werden kann. Angefangen bei Ärger über Freude bis hin zu Blinzeln – ohne eine einzige Taste zu drücken hat der Spieler die Möglichkeit seine Gefühle durch den Avatar zum Ausdruck zu bringen und wird somit zum virtuellen Schauspieler.

Ein sehr interessant klingendes, extrem futuristisch anmutendes Projekt, bin gespannt auf das Ergebnis!

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