Foursquare Checkin Map

Ein Tool, um die eigenen Foursquare Checkins auf eine Karte zu visualisieren: Weeplaces.

Das Tool greift auf die Foursquare Daten zu (muss man anfangs authorisieren) und analysiert die Checkins der gesamten Timeline. Zumindest soweit ich es verifizieren kann. Auf meiner Karte sind z.B. auch die Checkins meines letzten Urlaubs in Thailand zusehen.

Viel erschreckender ist aber die Visualisierung der Häufigkeit der Checkins:

Wie man unschwer sehen kann, dominieren zwei Locations das Bild. Klar: schlafen, arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen…. Und abends in der Schanze und auf dem Kiez unterwegs (westlich der Innenstadt), bzw. in der Mittagspause in Restaurants rund um die Agentur einchecken (in der Innenstadt).

Ein Analyst würde mich als Mensch mit ziemlich überschaubarem Bewegungsprofil bezeichnen.

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Google Streetview vs Sightwalk.de

Die Deutschen regen sich auf über Google Streetview und merken nicht, dass es die ganze Zeit schon Sightwalk gibt, was ganz ähnlich funktioniert. Basis scheint Open Street Map zu sein. Die 360°-Fotos sind in Flash eingebunden, fühlen sich aber an wie Quicktime VR, was es schon relativ lange gibt. Die Gesichter der Personen auf den Fotos sind – zumindest in den Beispielen, die ich gesehen habe – alle unkenntlich gemacht worden (nach einem Klick auf das Foto unten kann man das besser sehen). Somit sollte das den Anforderungen, die auch an Google gestellt werden, genügen.

(Hier ein Ausschnitt von der Mönkebergstrasse in Hamburg)

Auf Twitter war das heute ein viel zitiertes Thema. Warum beschweren sich die Streetview Kritiker nicht auch über Sightwalk? Eigentlich logisch: Vermutlich konnte Sightwalk (bis heute) einfach unter der Wahrnehmungsgrenze agieren, das ist jetzt aber vorbei. Ich bin sehr gespannt, ob Sightwalk jetzt auch unter die Räder kommt, oder ob sich der Zorn der Datenschützer auch über Sightwalk ergiesst.

Meine persönliche Meinung? Ich finde die Sorge der Datenschützer albern. Es gibt sicherlich grenzwertige Fälle, in denen Personen sich in Situationen ertappt fühlen, die sie nicht publik gemacht sehen wollen. Oder Hausbesitzer, die es nicht schätzen, dass ein Google Streetview Auto mit der über 2m hohen Kamera eine Sicht in ihren Vordergarten hat, die kein normaler Passant hätte.

Aber von diesen (wahrscheinlich eher wenigen) Fällen abgesehen, ist der Vorteil für die Mehrheit der Internetnutzer von viel größerem Wert. Warum kann man keine Lösung anstreben, in der einige Personen und Vordergärten unkenntlich gemacht werden, sodass der Rest wenigstenst für die überwiegende Allgemeinheit nutzbar bleibt?

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