CEOs und ihre Bibliotheken

Im Grunde genommen ist mein Leben sehr digital geworden. Ich verbringe sehr viel Zeit damit, online Zeitungen oder Blogs zu allen möglichen digitalen Themen zu lesen, denn ich bin unheimlich neugierig darauf, was es im Web über das Web an Neuigkeiten und Trends zu berichten gibt. Ich lese schon lange nicht mehr so viele Bücher, wie vielleicht noch vor ein paar Jahren, als das Internet noch nicht so süchtig machend interessant war.

Dennoch faszinieren mich immer noch alle Arten von Büchern, Bibliotheken und Büchersammlungen. Ich kann stundenlang in Bücherläden stöbern und kaufe mir meist mehr, als ich in absehbarer Zeit lesen würde. Daher faszinieren mich auch Stories von Leuten mit ansehnlichen oder zumindest interessanten Büchersammlungen.

Eine solche Story über die Bibliotheken einflussreicher CEOs in den USA kann man jetzt bei der NY Times lesen. Dort wird erzählt, in welcher Weise Menschen wie Michael Milken, Steve Jobs und Shelly Lazarus:

It was the empty library room and its floor-to-ceiling ladder that made Shelly Lazarus, the chairwoman and chief executive of Ogilvy & Mather, fall in love with her house in the Berkshires, which was built in 1740. “When my husband and I moved in, we said, ‘We’re never going to fill this room,’ and just last week I realized we needed to build an addition to the library. Once I’ve read a book I keep it. It becomes a part of me.

“As head of a global company, everything attracts me as a reader, books about different cultures, countries, problems. I read for pleasure and to find other perspectives on how to think or solve a problem, like Jerome Groopman’s ‘How Doctors Think’; John Cornwall’s autobiography, ‘Seminary Boy’; ‘The Wife,’ a novel by Meg Wolitzer; and before that, ‘Team of Rivals.’

“David Ogilvy said advertising is a great field, anything prepares you for it,“ she said. “That gives me license to read everything.“

Continue Reading

Blogger übers bloggen, mal wieder…

Erneut finde ich Blogposts, in denen es sich um die Deutsche Blogosphäre dreht. Ich hab ja auch schon an der einen oder anderen Stelle darüber geschrieben.

Bei Thomas Lamsfuss lese ich folgendes Fazit zum Zustand der Deutschen Blogosphäre:

Insofern glaube ich gar nicht, dass Anlass zur Sorge besteht. Es wird weiter gebloggt werden, es werden sich viele, die damit angefangen haben, wieder abwenden und andere Plattformen nutzen. Es werden sich weitere Formen der Blogvermarktung herausbilden, die auch eine höhere finanzielle Ausbeute sichern …

… und es wird weiterhin deutlich mehr Blogs geben (dieses hier ausdrücklich nicht ausgenommen) die bedeutend mehr Redundanzen als wirklich neue Erkenntnisse zu bieten. Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass ein Zuwachs an qualitativ guten Blogs mit neuen Ideen gewissermaßen naturgesetzlich in einem viel größeren Wust an “Ich-hab´s-auch-gelesen-und-Kaffemischungen�?-Blogs untergehen wird.

Nico Lumma sieht die ganze Sache hingegen nicht sehr positiv [Update: Sorry, hatte den Link vergessen]:

Blogs haben in Deutschland keine gesellschaftliche Relevanz. Das beanspruchen viele auch gar nicht für sich, aber es lässt tief blicken, dass ausser einer Handvoll PR-Kriselchen, die durch Blogs entstanden sind, wenig Substantielles aus den vielen geschriebenen Artikeln aus der Blogosphäre in andere Teile der Gesellschaft diffundiert. Es darf jeder gerne so amateurhaft sein wie er will und bloggen über das, was ihn interessiert, aber diejenigen, die einen professionellen Anspruch haben, sollten sich einmal Gedanken machen, warum sie und ihr Geschreibe so irrelevant sind.

Zugegeben, Thomas sieht das ganze nur aus der Sicht der Blogosphäre, während Nico sich fragt, welche Relevanz die Blogosphäre in der Gesellschaft hat.

Meine Meinung dazu? Ich blogge gerne (ach?) und lese gerne Blogs. Das reicht in meinen Augen als Rechtfertigung der Existenz der Blogosphäre, auch wenn man sich durch den Wald schlechter Blogs zu den wenigen Perlen durchsurfen muss. Aber das kann ja jeder halten wie er will.

Ich stimme aber auch mit Nico überein und frage mich, wann denn die Blogosphäre endlich für die Gesamtbevölkerung relevant werden wird?

Continue Reading