Abgefahrene Geschenke und Geschenkideen

Abgefahrene Geschenke und Geschenkideen: Schenken Sie Erlebnisse! Das verspricht Jochen Schweizer auf seiner Website. Alle möglichen Erlebnis-Geschenke sind dor zu finden. Ein Männertraum:

Baggerfahren
Schöner als Schaufeln: Selber Baggerfahren!
Graben, schieben und Tonnen bewegen: Mit Mordsgeräten einen Riesenspaß erleben. Diverse Baumaschinen stehen zur Wahl. Ausgewiesene Fachleute weisen Sie ein und zeigen, wie`s geht. Eine Action der besonderen Art, die garantiert das Kind im Manne weckt.

Eine zweite Website, die genau das gleiche anbietet aber meiner Meinung nach die bessere URL und Namen hat ist MyDays. Auch hier gibt es natürlich ein Baggererlebnis:

MÄNNERSPIELPLATZ
ALLE HEBEL IN BEWEGUNG

Bei diesem Erlebnis können sich die Herren der Schöpfung einmal so richtig austoben. Mit dem Bagger kann man Hügel abtragen und aufschütten. In einem LKW-Ladekran kann man Knöpfe und Hebel austesten. Und zum Abschluss test man seine Fahrtauglichkeit im Gelände mit einem Quad bzw. mit einem Geländewagen.

Natürlich gibt es auch noch viele andere Ideen, wie z.B: ein Fotoshooting „Model for a day“ oder ein Bierbraukurs. In Hamburg gibt es sogar ein „Criminal Dinner„:

Lassen Sie sich entführen in die Welt eines Kriminalromans! Das Criminal Dinner für Zwei verspricht Ihnen ein Abendessen der ganz besonderen Art.
Viele Leute, ein Mord, eine Tatwaffe und verschiedene Motive – doch kein Täter! Helfen Sie dem leicht verwirrten Kommissar bei der Aufklärung des Falles mit mysteriösen Hintergründen und ermitteln Sie mit.

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Unterbrechungen und der ideale Flow.

In der Zeit vom 9. November war ein interessanter Artikel über den „Fluch der Unterbrechung. Etwas, was ich selbst im Job ständig feststellen muss:

Elf Minuten. So lange kann sich den einschlägigen Studien zufolge der durchschnittliche Büroarbeiter mit einem Thema beschäftigen, bevor er unterbrochen wird.

Somit wird man in einer Stunde fast 6 mal unterbrochen, pro Tag 40-50 mal. Zumindest, wenn man direkt nach der Unterbrechung mit dem weitermachen würde, was man eigentlich vor hatte. Aber so ist es wohl nicht:

Nach jeder Unterbrechung, so fand sie heraus, wendet sich der Büroarbeiter im Durchschnitt mindestens zwei anderen Aufgaben zu, bevor er zur ursprünglichen Tätigkeit zurückkehrt – etwa 25 Minuten später. […] Bis der moderne Held der Arbeit wieder die Konzentration erreicht hat, die er vor der Unterbrechung hatte, vergehen rund acht Minuten. Bleiben noch drei Minuten effektive Arbeitszeit bis zur nächsten Unterbrechung.

Ich hatte mal gehört, dass man 15 Minuten braucht, bis man wieder die volle Konzentration hat. Aber 8 Minuten ist auch nicht besser. Und anscheinend ist man teilweise selbst schuld:

Der durchschnittliche Büroarbeiter unterbricht sich selbst genau so oft, wie er von außen unterbrochen wird. Es ist eine Art vorauseilende Unterbrechung, vielleicht auch schon eine Verfallserscheinung. Je länger man sich in den letzten Minuten konzentriert hat, desto größer aller Erfahrung nach die Wahrscheinlichkeit, im nächsten Moment unterbrochen zu werden. Wer sich schon minutenlang mit Aufgabe A beschäftigt hat, fragt sich bald, ob er sich jetzt nicht so langsam mal um B und C kümmern sollte.

Wir haben uns somit selbst zu Menschen mit Aufmerksamkeitsschwächen erzogen. Die neuen Kommunikationsmittel (E-Mail, Blackberry) und Medienangebote (angefangen bei MTV, bis hin zu YouTube) konditionieren uns dazu, unser Aufmerksamkeit in Minutenintervalle zu zerstückeln. Auch Blogs helfen da nicht wirklich weiter, denn das sind ja auch nur Informationshäppchen. Schlimmer noch, wenn man sich durch mehrere Blogs durchklicken muss, um die gesamte Story zu erfassen, weil jeder nur auf den nächsten verweist. Und ganz schlimm ist man dran, wenn man feststellen kann, dass man längere Blogposts nicht mehr liest (oder lediglich für später bookmarked), weil man ja keine Zeit hat, in diesem Moment. Warten ja noch so viele andere spannende (oder dringende) Dinge.

Das Hirn unseres Helden ist längst darauf konditioniert, sich nur vorläufig auf die Dinge einzulassen, größere Gedankenbögen gar nicht erst zu versuchen – und das Speichern so weit wie möglich dem Computer zu überlassen.

Die Lösung? Angeblich wird daran gearbeitet, dass Computer erkennen, wann wir aufnahmebereit sind und wann nicht. Aber dann verlieren wir unsere Selbstständigkeit und das kann die Sache eigentlich nur schlimmer machen. Aussedem sind wir auf die Intelligenz der Computer angewiesen. Darauf möchte ich mich aber nicht verlassen müssen.
Übrigens hier ist noch ein Artikel zu dem Thema. Denn der Zustand, den wir laut der Studie für ca. 3 Minuten geniessen dürfen, nennt sich Flow. Aus gleicher Quelle ein Tipp, wie man diesen Zustand erreichen kann.

Das Schreiben dieses Posts habe ich übrigens nur 3 mal unterbrochen. Jedes mal war ich selbst schuld.

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Die Wirtschaftswoche kündigt das Web 3.0 an.

Ein Artikel über das „Internet von übermorgen“ in der Wirtschaftswoche kündigt bereits das Web 3.0 an. Da sind wir natürlich sehr gespannt.

Aber erst mal kurz zum Web 2.0, die alte Socke:

Web 2.0 – das Schlagwort steht für hochgradig vernetzte und innovative Online-Angebote, wie etwa die Fotodatenbank Flickr, die Videoplattform YouTube oder die Online-Kontaktbörse MySpace, deren Nutzerzahlen explosionsartig steigen.

Web 2.0 ist eigentlich nur ein ziemlich schwammiger Begriff für viele verschiedene Dinge (technisch, nutzerorientiert, etc.), die im Web gerade aktuell sind und für zunehmenden Erfolg von Webangeboten sorgen. Eigentlich ist dieser Begriff noch nicht genau definiert und wenn man genau hinsieht, dann ist es auch noch nichts, was die große Mehrheit überwiegend nutzt, eventuell ja auch noch nicht mal kennt.

Das macht aber nix, man kann ja dennoch schon mal über Web 3.0 reden:

Dabei ist dies nur ein Zwischenschritt auf dem Weg in eine voll vernetzte Zukunft. Die Entwickler und Wissenschaftler in den Labors der Hochschulen und den Forschungszentren großer IT-Unternehmen wie HP, IBM, Microsoft und Xerox arbeiten bereits emsig an den Komponenten und Programmen für die dritte Generation des Internets. Das Web 3.0, so viel steht bereits fest, wird an Intelligenz und Schnelligkeit alles Bekannte in den Schatten stellen. Vor allem: Es wird allgegenwärtig sein.

Das heisst: das Internet ist nicht mehr nur ein PC-basiertes Netz, sondern durch alle Endgeräte des Alltags erreichbar und nutzbar. Irgendwann werden wir den Begriff „Internet“ nicht mehr als Abgrenzung brauchen, denn es wird diese Grenze nicht mehr geben. Alles ist Teil des Internets, somit ist es omnipräsent.

Doch ehe das Web der Zukunft Realität wird, werden noch mindestens sechs bis acht Jahre vergehen. Denn bis es so weit ist, müssen die Wissenschaftler noch einige Aufgaben lösen:

Die größte Herausforderung ist das sogenannte Semantic Web. Ziel dieses Projektes ist es, die Internetseiten so zu modifizieren, dass in Zukunft auch Computer und Suchmaschinen die Bedeutung und Zusammenhänge der auf den Seiten verwendeten Begriffe verstehen können. Während menschliche Intelligenz aus den Texten im Netz sinnvolle Informationen herausfiltern kann, sind die Seiten für die Computer bisher noch eine weitgehend sinnfreie Ansammlungen von Buchstaben.

Was dann kommt, ist Zukunftsvision pur. Amüsant und wünschenswert, aber es wird wohl noch ein wenig dauern, bis das wirklich allgemein verfügbar wird. Und auch fehlerfrei läuft.

Anfragen wie „Wann muss ich morgen das Taxi nehmen, um den ersten Flieger nach Berlin zu bekommen?“ werden im Semantic Web eine Kaskade verknüpfter Suchabfragen auslösen. Sie reichen von der Identifikation des aktuellen Standorts (über das im Notebook eingebaute GPS-Modul) sowie des nächstgelegenen Flughafens über die Abfrage von Flugzeiten, Preisen und freien Plätzen bis hin zur Suche nach einem Taxiunternehmen, das den Transport zum Flughafen übernehmen könnte. Findet der elektronische Assistent im Netz auf der Homepage des Taxiservice eine Faxnummer oder E-Mail-Adresse, kann er sogar selbstständig einen Wagen ordern.

Ich kann mich noch gut an eine Radiosendung erinnern, die vor ein paar Jahren in Frankfurt lief. Bei dieser Sendung sollten die Hörer über die Spracherkennungssoftware der Bahn per Telefon ein Ticket bestellen. Und wer es tatsächlich schaffte, das die Spracherkennungssoftware der Bahn die Abfahrts- und Zielbahnhöfe korrekt erkennt, der konnte etwas gewinnen. Natürlich muss man nicht erwähnen, dass dies kaum jemand geschafft hatte. Aber es sorgte für jede Menge Lacher.

Das Semantische Web kann am Anfang ähnlich viele Lacher für uns bereithalten und Basismaterial für z.B. TV Shows bei YouTube bieten.

Zurück zu Web 3.0. Interessant ist die Vorgehensweise, wie das Web intelligenter werden soll:

Das Verfahren, das die Inhalte künftiger Internetseiten computerlesbar machen soll, heißt Ressource Description Framework, kurz RDF. „Das Ziel ist, die Intelligenz in die Daten zu packen, nicht in die Anwendungen“, erläutert Web-Erfinder Berners-Lee.

Das macht natürlich Sinn – vor allem, weil man dann nicht mehr darauf angewiesen ist, dass das Tool, das man nutzt, intelligent genug ist. Es führt aber auch dazu, dass diejenigen in Zukunft Geschäft machen, die die Daten intelligent machen, und nicht nur diejenigen, die sie auswerten und präsentieren werden.

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Professionelles Bloggen

Der Economist hat einen Artikel über Blogger, die mittlerweile genug Geld mit dem Bloggen verdienen, um sich damit selbstständig zu machen. Natürlich werden in diesem Artikel wieder die üblichen Verdächtigen aufgelistet: Nick Denton mit Gawker und Jason Calacanis, der sein Blognetzwerk weblogs, inc. vor einiger Zeit erfolgreich an AOL verkaufte.
Wenigstens wird in diesem Artikel auch mal erwähnt, wieviel Arbeit das alles sein kann:

For people like Ms Armstrong, who has about 1m visitors to her site a month, this makes blogging worthwhile. But it is not for everybody, she notes. She works about seven hours a day on her site, and continues to work while on holiday. Mr Malik concurs. “It’s not easy,? he says. Building his audience has “taken me five years, and a lot of sleepless nights.?

Wenn ich bedenke, dass ich schon wieder Ewigkeiten mit Dingen verbracht habe, die sowieso keiner bemerken wird, dann möchte ich mir fast nicht vorstellen, wieviel mehr-Arbeit Ms Armstrong reingesteckt haben wird.

Achja, die Neuerungen:

  • Die Posts haben jetzt eine nicht mehr ganz so kryptische URL (also nicht mehr /p=123, sondern /postname/). Das soll ja angeblich helfen, besser durch die Suchmaschinen gefunden zu werden. Allerdings kann WordPress jetzt nicht mehr auf die Artikel im Archiv zugreifen, die ich damals in meiner Anfangszeit bei Blogspot geschrieben hab. Schade eigentlich. Ich hab ne Anfrage im WordPress Forum laufen, mal sehen, ob jemand helfen kann.
  • Damit ich endlich mal weiss, wieviele Feed Abonnenten ich hab, habe ich jetzt alles auf Feedburner umgeleitet, denn angeblich kann Feedburner feststellen, wieviele Subscriber ich hab. Mal sehen.

Das klingt nach nicht besonders viel, aber während dieser Updates habe ich z.B. zwangsweise einiges über.htaccess Dateien und solch Kram lernen müssen…

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Ein Wurm frisst sich in Second Life

Die Netzeitung hat einen beängstigenden Artikel: Ein Wurm frisst sich in «Second Life»

Dadurch, dass die Spieler mit ihren Figuren bereitwillig mit den fliegenden goldenen Ringen spielten, habe sich der Wurm noch schneller vermehrt. Der Schädling habe es nicht nur auf die Datenbank abgesehen gehabt, sondern sei auch noch als goldener Ring sichtbar durch die virtuelle Welt von «Second Life» geflogen.

Krass. Klingt nach einem schlechten Cyberspace-Film aus den 80er Jahren. Dazu kommt jetzt noch die Tatsache, dass ein Tool namens Copybot die ganze digitale Wirtschaft gefährdet.
Die BBC berichtet ebenfalls darüber:

Virtual world Second Life had to close its doors for a short time on Sunday after a worm attack called grey goo. The grey goo attack and recent controversy over a tool called copybot which can be used to replicate people’s virtual wares without paying for intellectual property rights is beginning to sour some people’s opinion of the world.

Copybot scheint übrigens ein echtes Problem zu sein, denn es erlaubt das Kopieren von digitalen Gegenständen in Second Life. Da diese Gegenstände tatsächlich digitales Eigentum sein sollen und von Usern für Linden $ (und damit laut Währungskurs reale US$) verkauft werden, wird der Wirtschaft jegliche Grundlage entzogen. Das wäre so, als würde ich in den nächsten REWE laufen und einfach eine Dose Ravioli „Kopieren“ und dann als mein Eigentum mit nach Hause nehmen.

Der Wurm scheint bisher keine ernsthafte Gefahr zu sein, ausser dass er die Server langsamer mache. Aber wenn Linden Labs nichts gegen das Copybot Tool unternimmt, dann zerpflückt es jegliches Alleinstellungsmerkmal von Second Life und somit für viele User den „raison d’être“ einer Existenz in Second Life. Vielleicht auch für absehbare Zeit das „Vertrauen“ in sämtliche Online Welten.

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