Gamification ist eines der relativ neuen Buzzwords seit etwas mehr als einem Jahr. Sebastian Deterding hat auf der letzten re:publica am 14. April 2011 einen spannenden Vortrag darüber gehalten, den ich bisher noch nicht gebloggt habe. Hier ist er:

Ein Thema, das im Marketing immer relvanter wird. Aufgrund der interaktionsmöglichkeiten im Web und über mobile Endgeräte können in Zukunft immer ausgefeiltere Marketingmechanismen auf Basis von Spielemechanismen ins Leben gerufen werden.

Es gibt bereits einige Marketingprogramme, die Spielemechaniken verwenden. Eines der besten, bzw. bekanntesten Beispiele ist nach wie vor Lufthansa Miles&More (bzw. vergleichbare Programme). Es enthält relativ viele gamifizierte Komponenten:

  • Es geht natürlich um’s Punkte / Meilen sammeln
  • Wenn man eine normale Miles&More Karte hat, verfallen jedes Jahr die älstesten Punkte
  • Die Meilen die man sammeln kann sind unterschiedlich, wenn man eine M&M Krediktkarte hat: für Einkäufe gibt es Prämienmeilen, für Flüge Statusmeilen
  • Diese Meilen tragen unterschiedlich zum Status bei
  • Es gibt mehrere Stati: Normal, Frequent Traveller, Senator, Hons
  • Jeder dieser Statis genießt verschiedene Benefits

Dieses „Spiel“ hat  einen großen Teil von Frequent Travellern in seinen Bann gezogen. Man hört immer wieder Storys von Leuten, die kurz vor der Schwelle zum Senator oder Hons geradezu merkwürdige Verrenkungen unternehmen, um möglichst viele Meilen zusammeln.

Was für Marketing Programme werden in Zukunft noch entstehen, je mehr sich der Gedanke durchsetzt, dass man mit der Gamifizierung von Marketingaktionen ein hohes Involvement und hohe Bindung schaffen kann?

 



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