Real Life First Person Shooter mit Chatroulette

Sehr coole Idee und recht aufwendige Umsetzung: eine Art Real Life First Person Shooter mit Überraschungsteilnehmern auf Chatroulette, Skype und Omegle.

 

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Das „Behind the Scenes Making Of“ gibt es natürlich auch auf YouTube zusehen.

Wobei ich echt nicht mehr gedacht hätte, dass es Chatroulette überhaupt noch gibt.

 

 

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Netzauslese: Work-Life Balance, Tsipras, Pressefreiheit, Digitale Agenda

Ein paar Lesetipps:

Dustin Moskovitz plädiert für eine bessere Work-Life-Balance in der Tech-Branche. Pausen und Erholung sind wichtig. Mehr Arbeitsstunden ist nicht immer von Vorteil, teilweise wirken sie sich sogar negativ auf das Ergebnis aus. Gilt alles auch für die Werbebranche, denke ich.

 

Eine Lobhudelei an Tsipras den Großen auf RolandTichy.de:

Denn wenn es etwas gibt, an dem dieses Land krankt, dann ist es das traditionelle Nichtverhältnis seiner Bürger zu ihrem Staat. Solange die Griechen ihren Staat lediglich als kostenlose Sozialstation betrachten, wird Griechenland mental in der Dritten Welt verharren. Tsipras aber könnte es sein, der Ihnen erklärt, dass ein moderner Staat andere Anforderungen an seine Bürger stellt als jene traditionellen Verhaltensmuster byzantinisch-osmanischen Ursprungs. Geben wir ihn diese Chance.

 

In einem Artikel auf Zeit Online heißt es, die deutsche Pressefreiheit ist ein Fall für die UN. Sei es die Heckler&Koch Geschichte, die Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung oder die Affäre um Netzpolitik.org. Es ist anscheinend einiges im Argen hinsichtlich den Bestrebungen der Politik und der Pressefreiheit in Deutschland, weswegen Katharina de la Durantaye dies der UN gemeldet hat. Die hören so etwas eigentlich nur aus Ländern wie Russland oder Saudi Arabien. Wird also spannend sein, mitzuverfolgen wie die UN jetzt reagiert. 

 

Vor einem Jahr hat die Bundesregierung die Digitale Agenda verabschiedet. Denn Deutschland hat noch viel Potential in diesem Bereich, wie andere Ländern zeigen. Leider ist in diesem Bereich noch längst nicht so viel passiert, wie man sich wünschen würde. Deutschland verpasst den Anschluss, wenn es ihn nicht schon längst verpasst hat.

 

 

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Dismaland: eine faszinierende Dystopie von Streetart Künstler Banksy

Dismaland ist das neue Projekt von Streetart Künstler Banksy. Ein „Bemusement Park, unsuitable for children“. Bemusement heißt Verwirrung, Irritierung und beschreibt diese Dystopie sehr gut. Banksy nimmt sich mit diesem Park also die Vergnügungsindustrie vor. Was auf den ersten Blick tatsächlich wie ein Disneyland aussieht, wird auf dem zweiten Blick schnell zu einer beklemmenden, verwirrenden Schreckensvision.

 

Banksy Dismaland

 

Banksy hat für dieses Projekt zusammen mit 60 weiteren Künstlern ein leerstehendes Freibad in Großbritannien umgebaut. Am 22. August eröffnet Dismaland für leider nur 5 Wochen seine Tore.

 

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Mr. Robot: Eine Hommage an Hacktivismus.

Mr Robot - Elliot Alderson

Seit einigen Wochen gibt es eine neue Serie, die mich und viele andere fasziniert: Mr. Robot.

Elliot Alderson ist ein White Hat Hacker bei Tag und arbeitet für Allsafe Security, die die Evil Corporation beschützen. Er leidet unter „Social Anxiety Disorder“, gleichzeitig hackt er sich nachts in die E-Mail Postfächer und Social Network Profile seiner Kollegen und Bekannten, um sie auszuspionieren und zu beschützen. Zusätzlich verliert er sich in einem immer stärkeren Morphiumrausch.

Unter einem Hoodie Schutz vor der sozialen Außenwelt suchend, strolcht Elliot durch New York und wird von Mr. Robot (Christian Slater) geködert, sich der fsociety anzuschliessen. Einer Untergrundorganisation von Hackern, die der Anonymous Bewegung nachgestellt sind. Bis hin zu den albernen Masken.

Die fsociety hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Evil Corp. zu attackieren, da diese 70% der weltweiten Kredite hält. Das Ziel ist eine gigantische Umverteilung dieser digital gespeicherten Vermögenswerte. Denn, so erzählt Mr. Robot: seit der Entkoppelung vom Goldstandard ist Geld nur noch ein Betriebssystem. Eines, das man hacken kann.

Neben Elliot und Mr. Robot gibt es noch Tyrell. Ebenfalls Hacker. Einer der sich auf der Seite der Bösen eingerichtet hat. Als IT Chef von Evil Corp ist er der Gegenspieler von Elliot und Mr. Robot. Aalglatt und von Anfang an unsympathisch, wie es sein muss.

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Vieles mutet auf den ersten Blick sehr klischeehaft an. Allsafe und Evil Corp als Firmennamen. Die Morphiumsucht von Elliot. Genauso die Eigenbrödlerei, die sozialen Ängste und der Hoodie als Schutz vor der Außenwelt. So stellt man sich Hacker vor.

Dennoch ist die Serie von der ersten Folge an faszinierend. Die Charaktere sind polarisierend und vielschichtig. (Christian Slater ist sowieso eine coole Sau, aber das habe ich schon immer gesagt.)

Sehr gut gemacht ist auch die cineastische Aufmachung der Serie. Die Kameraführung, die eigenwilligen Bildausschnitte und die oft sehr dunkle Ausleuchtung machen sehr viel Spaß beim Zuschauen.

Die Serie überzeugte auch beim SXSW Festival diesen Jahres:

It’s a testament to the blend of cinematic execution that’s invaded episodic narratives in recent years, in combination with the sort of character-centered storytelling that defines the most engaging storytelling. Most importantly, it inspires memories of the 1995 film „Hackers,“ in the best possible way. 

Die Serie läuft erst seit Juni 2015 und ist in Deutschland nur über iTunes auf Englisch zu sehen. Da die Folgen  in den USA im Fernsehen auf altmodische Weise ausgestrahlt werden, kann man auch auf iTunes nur 1x pro Woche eine neue Folge herunterladen.

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Netzauslese: Samwers neuer Fund, Ölpreis Gewinner, die neue Internet-Architektur, BuLi via YouTube

Eine neue Sammlung von Links zu Artikeln, die ich in letzter Zeit interessant fand:

Oliver Samwer sammelt schon wieder Geld ein, das kann er anscheinend wie kein zweiter. Über 1 Milliarde soll der neue Rocket Internet Growth Fund werden. Was noch fehlt, ist eine zweite Erfolgsstory im Stil von Zalando. Da Investoren zur Zeit aber wenig Möglichkeiten haben, ihre Gelder zu investieren, sollte Samwer es nicht schwer haben, diesen Fund zusammen zu sammeln.

 

Apropos Wirtschaft: Der Ölpreis sinkt seit einiger Zeit, und es gibt Gewinner wie auch Verlierer. Grund dafür sind angeblich die lahmende Wirtschaft insbesondere im Großabnehmerland China, aber auch die Weigerung der Saudis, ihre Produktion zurückzufahren. Dadurch herrscht zur Zeit ein Überangebot von 2 Millionen Barrel am Tag. Wer die Bücher von Dirk Müller oder auch „The Grand Chess Board“ von Zbigniew Brzezinski gelesen hat, wird nicht umhinkommen einen größeren Plan dahinter zu vermuten. Wie z.B. die gezielte Schwächung der russischen Wirtschaft. Aber das wird vermutlich nie irgendwo offiziell gesagt werden.

 

Im Podcast Six Pixels of Separation interviewed Mitch Joel David Weinberger – Netzvordenker und einer der Autoren des legendären Cluetrain Manifests. Konkret sprechen sie über einen Artikel von David Weinberger mit dem Titel „The Internet That Was (and Still Could Be)“ im Atlantic Magazine. Sollte man gelesen haben. Denn es geht darum, dass viele mittlerweile das Internet nicht mehr nutzen, wie es ursprünglich gedacht war, teilweise nicht mal mehr wissen, dass sie das Internet nutzen.

 

FoxSports streamt die Bundesliga über YouTube. Mit einem kleinen Trick kann man sich das sogar hier in Deutschland ansehen. Und via Chromecast lässt sich das auch über einen HD Fernseher genießen. Vielleicht schaue ich diese Saison ja ein wenig mehr Fussi.

 

 

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Aus Google wird Alphabet. Sonst ändert sich nichts, oder?

Google LogoEine Meldung, die auf den ersten Blick wie eine typische Unternehmensberater getriebene Umfirmierung aussieht, letztendlich aber mehr Tragweite mit sich bringt, als auf den ersten Blick sichtbar wird: Der Konzern Google wird in Alphabet umbenannt. Das Suchmaschinengeschäft wird eine Tochter von Alphabet – und weiterhin Google heißen. Klingt wirr, ist aber ein schlauer Schachzug.

What is Alphabet? Alphabet is mostly a collection of companies. The largest of which, of course, is Google. This newer Google is a bit slimmed down, with the companies that are pretty far afield of our main Internet products contained in Alphabet instead. What do we mean by far afield? Good examples are our health efforts: Life Sciences (that works on the glucose-sensing contact lens), and Calico (focused on longevity). Fundamentally, we believe this allows us more management scale, as we can run things independently that aren’t very related. (mehr dazu im Googleblog)

Das Webgeschäft von Google hat mit vielen Projekten, die im Konzern laufen, relativ wenig gemeinsam. Google ist eine Cashcow, letztendlich geht es darum, Nutzern die richtigen Inhalte (und Werbeanzeigen) auf Basis von Unmengen von Daten vorzusetzen. Das macht Google seit Jahren sehr erfolgreich und verdient damit viel Geld.

Die anderen Projekte kosten vermutlich viel Geld und erfordern eine ganz andere Expertise, als das Kerngeschäft von Google.

Um diese Projekte fokussierter voranzutreiben, werden eigene CEOs für die neuen Töchterunternehmen engagiert. Gleichzeitig kann jedes Unternehmen mit einer eigenen Marke in seiner Branche glaubwürdiger auftreten, als die Marke „Google“ das könnte.

Auch die zukünftige Tochter Google muss sich in Zukunft stark auf ihr Kerngeschäft fokussieren können. Facebook mit „Atlas“ und Amazon Advertising arbeiten an Werbemodellen, die dem Google Modell ernsthafte Konkurrenz machen werden, jeder Ansatz auf seine eigene Art und Weise. Kein schlechter Zug, wenn sich Google dieser Problematik fokussierter stellen kann.

Ein weiterer Nebeneffekt, der vielleicht nicht ganz unwichtig ist, wenngleich ich nicht glaube, dass es bei der Entscheidung zur Umstrukturierung eine Rolle gespielt hat: wenn die Marke Alphabet als Holding in den Hintergrund tritt, dann wird die breite Allgemeinheit irgendwann vergessen oder gar nicht erst mitbekommen, welche Konzerne alle in dem Konglomerat stecken und miteinander Daten austauschen können.

Wir dürfen gespannt bleiben, wie die Aktienmärkte diese Strategie bewerten werden. Die erste Reaktion war anscheinend positiv.

 

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Netzauslese 09.08.15

Lange nicht mehr gemacht: Eine Liste von Links zu interessanten Artikeln die ich gerade gelesen habe. Hier ist mal wieder eine Netzauslese.

  • Wir sind zu paranoid und glauben zu viel an irgendwelche halbseidenen Verschwörungstheorien. „Der ganz eigene Wahnsinn“ auf Zeit Online.
  • Eigentlich geht es uns sehr gut. Dennoch sind wir im internationalen Vergleich am pessimistischsten, was Zuwanderung, TTIP und die Stimmung gegenüber großen Unternehmen angeht. „Die Deutschen sind gefährlich satt“ – bei Spiegel Online.
  • Elliot Alderson ist Hacker und begibt sich in die Kreise eine Hackergruppe, die der Anonymous Bewegung ähnelt, um die Verschwörungen großer Konzerne zu stoppen. Ich gebe selten Geld bei iTunes für Serien aus, aber diese scheint es wirklich wert zu sein: Die neue Serie Mr Robot: „Superman im Hoodie“ – bei Zeit Online.

 

 

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