Wirtschaft
Wie die Buch Branche ticken könnte: Spreeblick macht es vor.
Die Bücher Branche wird mittelfristig ähnliche Probleme bekommen wie die Musik Branche. Statt teuere Logistik zu bezahlen, um bedrucktes totes Holz von A nach B zu verfrachten, werden immer mehr Personen digitale Bücher lesen. Anders als bei Musik spielt die Haptik echter Bücher für viele eine stärkere Rolle, der Trend ist jedoch klar erkennbar.
Johnny Häusler von Spreeblick hat jetzt ein Buch mit Kurzgeschichten geschrieben: „I live by the River“ – und verkauft dieses jetzt selbst für schmales Geld:
Knapp 3000 eBooks hat Haeusler inzwischen verkauft und zeigt den von eBooks gelangweilten Verlagen, wie man digitale Leser erreicht. Ausgerechnet mit Kurzgeschichten. Noch so eine ungeliebte Gattung der Verlage. Noch dazu Geschichten, die im Grunde alle schon einmal bei Spreeblick veröffentlicht wurde. Jetzt aber eben gesammelt. Es geht also – mit guten Inhalten, ja klar, und einem Kampfpreis. 99 Cent.
Zugegeben, Johnny Häusler hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen anderen Autoren, die ihre Vermarktung selbst in die Hand nehmen. Er kann einfach darüber twittern, und jedes Mal verkauft er ein paar Exemplare seines Buches.
Die Verlage sollten genau aufpassen, was hier passiert. Denn Johnny Häusler hat meiner Meinung nach recht, wenn er erklärt, wie man den Markt der eBooks aufbauen sollte:
Ich glaube, der App-Markt hat hier gezeigt, wie es gehen kann. Apps waren anfangs kostenlos, dann wurden die 79 Cent normal, inzwischen kann man Spiele und Software auch für 15 Euro und mehr kaufen. Den eBook-Markt bekommt man nicht in die Gänge, wenn ein Buch 25 Euro kostet – da schmerzt der Kauf-Klick zu sehr.
Bei 99 cent greift man schneller mal zu. So könnten die User lernen eBooks zu kaufen, bevor sie lernen, sie “kostenlos” runterzuladen. Die Buch Branche hat die seltene Gelegenheit, aus den Fehlern zu lerenen, die die Musik Branche gemacht hat. Werden die Verlage diese Chance erkennen?
(via off the record)
Stop SOPA. Es gibt schon wieder einen Internetzensurversuch.
In Deutschland gab es schon einige Diskussionen über Themen, die Internetrechte einschränken und nach Zensur riechen. Die “Internetstoppschilder” von Frau von der Leyen waren. Gefährdung von Freiheiten im Internet, ohne wirklich wirksam zu sein.
Zusätzlich wundern sich immer noch viele über die vermeintliche Spaßpartei “Die Piraten”, denen es ja angeblich “Bloß irgendwas mit diesem Internet” zu gehen scheint.
Das Internet ist der Lebensraum der modernen vernetzten Gesellschaft. Das begreifen viele nicht. Gerade in den USA steht die Freiheit dieses Lebensraums wieder auf dem Spiel. Dort versucht die Unterhaltungsindustrie weiterhin, ihre Rechte durchzusetzen, mittlerweile in Form von den beiden Inititaiven SOPA und Protect IP.
SOPA heißt eigentlich: Stop Online Piracy Act. Protect IP bedeutet: Preventing Real Online Threats to Economic Creativity and Theft of Intellectual Property Act of 2011:
PROTECT-IP is a bill that has been introduced in the Senate and the House and is moving quickly through Congress. It gives the government and corporations the ability to censor the net, in the name of protecting “creativity”. The law would let the government or corporations censor entire sites– they just have to convince a judge that the site is “dedicated to copyright infringement.”
The government has already wrongly shut down sites without any recourse to the site owner. Under this bill, sharing a video with anything copyrighted in it, or what sites like Youtube and Twitter do, would be considered illegal behavior according to this bill.
According to the Congressional Budget Office, this bill would cost us $47 million tax dollars a year — that’s for a fix that won’t work, disrupts the internet, stifles innovation, shuts out diverse voices, and censors the internet. This bill is bad for creativity and does not protect your rights.
Das Problem dabei ist natürlich nicht nur, dass Websites wie Youtube oder Twitter abgeschaltet werden könnten (schlimmstenfalls), sondern auch, dass dieser Ideotie-Virus auf andere Länder überspringt. In Deutschland sind wir eh schon angeschlagen, was das betrifft.
In dem folgenden Video wird die gesamte Thematik sehr gut erläutert:
Das ist Zensur, wie wir sie eigentlich nur von extremen Regimen gewöhnt sind. Aber das betrifft ja nur die, die in diesem komischen Internet unterwegs sind….
Die Deutsche Huffington Post – oder Neues auf dem Deutschen Online Medien Markt
Bei neunetz.de steht geschrieben, dass mehrere US Amerikanischen Online Medien Marken den Weg nach Deutschland suchen. Ein Mobiltech Blog, das Wallstreet Journal, aber, man höre und staune, auch die Huffington Post (sie suchen nur noch den richtigen Partner).
Gerade die Huffington Post hat ja gezeigt, wie sich ein Blog-basiertes Online Medium neben Branchengrößen behaupten kann:
In den USA liegt die Huffington Post mittlerweile in der Reichweite auf Augenhöhe mit der Website der New York Times, des reichweitenstärksten Medienangebots im Web weltweit.
Anscheinend vermuten diese Publikationen einiges an Potential, sonst würden sie den Schritt nicht wagen. Ein interessanter Trend, da die Online Medien laut Neunetz eher versuchen, ihre Online Präsenzen wieder etwas zurückzufahren.
Die Regierung hat einen (digitalen) Fachkräftemangel.
Neulich schrieb eine Zeitung, dass die Regierung sich über den Fachkräftemangel in Deutschland beklage. Ein Kollege schrieb auf Facebook dazu, dass die Regierung selbst einen Fachkräftemangel hat. Dem kann man nur zustimmen, insbesondere, wenn es um digitale Geschäfte geht.
Matthias Schrader, Gründer und CEO der Digitalagentur SinnerSchrader wird in einer Pressemitteilung mit den folgenden Worten zitiert:
Wir werden von gefährlichen Ahnungslosen regiert. Viele Politiker sind digitale Analphabeten. Das ist für Deutschland ein echter Standortnachteil. Behörden und Politik schüren gezielt die Angst vor dem ‘Datenhunger amerikanischer Konzerne’, riskieren aber mit ihrer Gesetzgebung in der Praxis insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter und gefährden Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite setzt der Staat auf rechtsverletzende Tools wie den Staatstrojaner, der dem Datenmissbrauch Tür und Tor öffnet. Das ist mehr als nur bigott.
Dem kann man nur beipflichten. Was die Politiker beschliessen, und was sie an Unkenntnis zeigen, ist erschreckend. Ich frage mich, ob die Politiker in den anderen Themenfeldern, in denen ich mich nicht so gut auskenne, ebenso ahnungslos sind? Was, wenn deren Entscheidungen im Gesundheitssektor ähnlich falsch sind?
Das Verhalten der Regierung in der aktuellen Währungskrise ist auch nicht sehr vertrauensbildend. Was, wenn hier genauso ahnungslos vor sich hin regiert wird?
Johannes Lenz von der Werbeagentur Grey hat übrigens Herrn Schrader zu seinem Statement interviewed. Hier ein paar Zitate:
Im Ausland wird Digitalisierung als Chance begriffen. Hierzulande als Gefahr. Über unsere Zukunft entscheiden Menschen, die nicht wissen, was sie tun. Wenn wir nicht umlenken, werden wir dafür die Quittung bekommen.
Der E-Commerce ist schon jetzt überreguliert. Im Online-Media-Geschäft droht uns mit dem Quasi-Verbot zielgerichteter Werbung der Rückfall in die prädigitalte Steinzeit. Für Werbetreibende ist das eine Katastrophe. Und dem deutschen Endkunden droht nun auch im Netz eine Service- und Komfortwüste.
Natürlich hat Herr Schrader Angst um sein Business, aber letztendlich schadet die Überregulierung auch dem Endverbraucher…
Auch Sascha Lobo nimmt in seiner Spiegel Kolumne, angestachelt durch die Bundestrojaner-Debatte kein Blatt vor den Mund.
Schade nur, dass die Damen und Herren an der Macht all diese Statements nie lesen werden, solange man sie ihnen nicht ausgedruckt vorlegt.
Vielleicht kann mir ja einer meiner Berliner Leser den Gefallen tun, und alle Texte dieser Art ausdrucken und im Regierungsviertel abgeben?
Niemals “work from home” E-Mails beantworten.
Die E-Mails sind so weit verbreitet wie Spam-Mails von Potenzmitteln, Poker oder in letzter Zeit Angebote zum Versicherungswechsel: “Work from home earning x.000 Euros per month”. Oder so ähnlich.
In diesem Artikel wird beschrieben, was sich in den USA hinter solchen Angeboten verbergen kann. Im Prinzip geht es um eine Form der “Kreditkarten”-, bzw. “Produkt”-Wäsche.
Mit gestohlenen Kreditkartendaten werden online Produkte bestellt. Diese werden an die Homeworker geliefert, die die Ware überprüfen und dann an eine andere Adresse weiterschicken sollen.
There are dozens of businesses in the criminal underground engaged in merchandise laundering, known as “Drops for stuff” on cybercrime forums. The “drops” are people who have responded to work-at-home package reshipping jobs advertised on craigslist.com and job search sites.
A typical drop will receive and reship between two and four packages per day. The packages arrive with prepaid shipping labels that are paid for with stolen credit card numbers, or with hijacked online accounts at FedEx and the US Postal Service. Drops are responsible for inspecting and verifying the contents of shipments, attaching the correct shipping label to each package, and sending them off via the appropriate shipping company.
Natürlich sieht niemals jemand von denen sein “hart erarbeitetes” Geld.
Der Vanille Shop Herbstrezepte Wettbewerb
Der Vanille Shop ist seit einiger Zeit ein Hobby Projekt von meiner Familie und mir, wie einige meiner Leser wissen werden.
Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Rezepten mit Vanille. Im Sommer denkt man bei Vanille schnell an Eis, zu Weihnachten an Vanille Kipferl. Aber was kann man im Herbst mit Vanille anfangen? Das wollen wir wissen.
Zum zweiten Mal veranstalten wir daher nun einen Rezeptewettbewerb, bei dem alle Hobbyköche ihre Lieblingsrezepte mit Herbstbezug einreichen können.
Aus den Einreichungen werden die besten 10 Rezepte (ausgewählt durch das Team des Vanille Shop) einer Abstimmung durch alle Besucher der Vanille Shop Website unterzogen.
Zu gewinnen gibt es für die Einsender der Top 3 aus dem Voting ermittelten Rezepte eines von drei wunderschön geflochtenen Vanille Tierchen, wie z.B. dieser fantastische Vanille Hummer:

Das sieht nicht nur faszinierend aus, diese Tierchen füllen den Raum auch mit einem traumhaften Vanille Duft.
Also: herbstliches Vanillerezept heraussuchen, einreichen, und mit etwas Glück bei der Abstimmung unter die Top 3 kommen!
Hier gibt es weitere Informationen zum Wettbewerb, inkl. der Möglichkeit, teilzunehmen!

