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NikeFuel Missions – Ein Spiel für das Nike Fuelband

 

Ja, ich habe das Nike Fuelband schon seit längerem. Und ja, so langsam wird es langweilig.

Just in Time hat Nike ein Spiel entwickelt, mit dem man das Fuel Punkte sammeln interessanter machen kann: Die NikeFuel Missions.

Bei den Missionen geht es für den Spieler darum, innerhalb einer bestimmten Zeit eine vorgegebene Anzahl an Fuel Punkten zu sammeln. Natürlich steigt man mit jeder erfolgreichen Mission auf, und erfährt immer höhere Schwierigkeitsgrade.

Hier ist ein Trailer:

 

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Und hier kann man sich ein paar Screenshots dazu ansehen.

 

 

Erste Erfahrungen mit dem Nike+ Fuelband

Es gibt Gadgets, die braucht man nicht, die sind aber dennoch so geil, dass man sie unbedingt haben muss.

Das Nike+ Fuelband ist solch ein Gadget. Man konnte es in Europa bislang nur in London kaufen, ich hatte das Glück, dass es mir jemand mitgebracht hat.

 

 

Der Leitspruch für das Fuelband ist “Mach das Leben zu Deinem Sport”. Denn es ist nicht für eine bestimmte Sportart gedacht. Es ist für eine ernsthafte sportliche Nutzung im Prinzip sogar ungeeignet, denn es misst nichts Konkretes. Weder den Puls, noch die echte Schrittzahl, noch sonst irgendwas.

Das Nike+ Fuelband trägt man am Handgelenk und dort misst es lediglich die Bewegungshäufigkeit des Arms. Man könnte also den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, wild den rechten (oder linken) Arm schütteln, und würde einen fantastischen Fuel Punktestand erreichen.

Die Fuelband Spezifikationen laut Nike Website:

  • Das Fuelband gibt es in drei Größen S, M, L, inkl. Adapter für Zwischenstufen
  • Der Akku hält 4-5 Tage
  • Es ist wasserfest, man kann damit duschen, aber nicht tauchen oder schwimmen.
  • 3-Wege Bewegungssensor ermittelt die Aktivitäten
  • Das Display besteht aus 100 weissen LEDs und 20 Farb-LEDs
  • Synch mit iPhone über Bluetooth

 

 

Wenn man auf die Taste des Fuelbands drückt, hat man die folgenden “Menüpunkte” zur Auswahl:

  • Fuel: die Punktzahl des Tages. Noch ist mir schleierhaft, welche “Währung” die Punktezahl hat.
  • Cals: die Kalorien, die man verbraucht hat. Man gibt in der Software Größe, Alter und Gewicht ein. Der Rest errechnet sich aus der ominösen Fuel-Punktezahl, schätze ich.
  • Steps: auch die Zahl ist irgendwie mysteriös – schliesslich trägt man das Fuelband am Arm. Oder ich habe etwas Essentielles nicht kapiert.
  • Time: natürlich kann man das Fuelband einfach nur als Uhr nutzen.

Das Display, auf dem diese Informationen erscheinen ist bemerkenswert: in normalem Zustand sieht das Fuelband aus wie ein unscheinbarer Gummiring. Erste wenn die LEDs aufleuchten, sieht man, dass es überhaupt ein Display gibt.

Während das Fuelband im Prinzip nur ein “Datensammler” mit einem Funky-Display ist, liegt der echte Mehrwert in der Software der Begleitgeräte. So kann man natürlich über den PC/Mac alle Daten auswerten, viel spannender ist allerdings die iPhone App, denn die kann man auch unterwegs synchronisieren.

Bisher lässt sich das Fuelband nur mit iOS 5, also mit dem iPhone synchronisieren. Das erfolgt über Bluetooth und ermöglicht eine Menge Aktivitäts-Auswertungen über die iPhone App:

 

 

Auf dem ersten Screen sieht man den täglichen Punkte-Zwischenstand, inkl. der verbrauchten Kalorien, Steps, etc. Die Tagesziele an Fuel Punkten kann man individuell einstellen. Der erste Vorschlag sind 2.000 Punkte, allerdings erreicht man die sehr schnell, habe ich gemerkt. Deshalb werde ich vermutlich auf 3.000 Punkte hochreizen, denn das könnte an Tagen wie heute (um 22.:11 Uhr:  2.776 Punkte) eine Herausforderung werden.

Ähnlich wie bei der Nike+ Running App gibt es Animationen, die mich anfeuern sollen. Pures Gamification – in jeder Hinsicht bei diesem Gadget. Nach drei Tagen habe ich zum Beispiel 10.000 Fuel Punkte erreicht, die Animation dazu sah so aus:

 

   

 

Und was wäre eine solche App ohne verschiedenste grafische Auswertungsmöglichkeiten der täglichen, wöchtentlichen, monatlichen – sogar jährlichen – Aktivitäten? Man kann relativ viel im Zeitverlauf analysieren. Man könnte sich theoretisch sogar mit Freunden aus dem Facebook-Freundeskreis vergleichen. Das konnte ich allerdings noch nicht testen, das Fuelband scheint dazu noch nicht weit genug verbreitet zu sein.

 

   

 

Das ganze spielt mit dem Trend des “Quantify yourself“. Immer mehr Leute messen und beobachten sich in jeder Lebenslage, um Rückschlüsse auf Sportaktivitäten, Diäten und Ähnliches zu ziehen.

Einer der bekanntesten “self quantifier” ist Timothy Ferris, der sich selbst über Jahre beobachtet und vermessen hat, um das Buch “4 hour body” zu schreiben. Dort geht es ebenfalls um Diäten, Muskelaufbau, etc. Um seine Messungen zu perfektionieren, hat Tim Ferris sich sogar ein Messgerät für Diabetiker unter die Haut operieren lassen, um seinen Blutzuckerspiegel stündlich messen zu können.

Soweit würde ich nicht gehen. Das Fuelband macht aber Spaß. Man schaut ständig nach seinem Punktestand (OK, ich habe es erst 4 Tage) und das Display ist pures Science Fiction.

 

 

 

Sight – ein erschreckender futuristischer Kurzfilm.

Viele haben bereits darüber geschrieben, dass Mensch und Maschine irgendwann zusammenwachsen.

Google Project Glasses – Brillen, die kontextbasiert informationen liefern können, wurden auf der Google I/O im Juli vorgestellt.

Einen Schritt weiter geht das folgende Video. Die Informationen werden nicht mehr über eine Brille, sondern direkt über digitalisierte Augen ins Gehirn geschleust.

Das Ende ist erschreckend. Denn während das Abrufen von Informationen, wie es im Video gezeigt wird durchaus seine positiven Seiten haben kann, ist der Gedanke, der am Ende noch oben drauf gesetzt wird, einfach nur erschreckend. Aber auch das ist nicht unmöglich, wenn “Singularity” Realität wird.

Dass wir uns bereits auf dem besten Weg in die Singularität befinden, zeigt die ansteigende Nutzung der Smartphones. Jeder, der mit seinem Smartphone unterwegs Informationen googled oder auch nur per Google Maps versucht den Weg zu finden, ist der Singularität einen Schritt näher gekommen. Noch sind es Devices außerhalb des eigenen Körpers. Wenn ich mir aber überlege, wie selten ich mein Smartphone nicht am Mann habe, dann könnte ich mir mein iPhone im Prinzip auch unter die Haut operieren lassen…

 

Social TV und Echtzeit Partizipation bei ARD und ZDF

Früher mochte ich den Tatort nicht, und konnte gar nicht verstehen, warum so viele Leute Sonntag Abend vorm Fernseher kleben. Seit einiger Zeit hat mich der Tatort-Virus erfasst, und die Online Kommentare auf Twitter sind daran nicht unschuldig. Heutzutage ist #tatort jeden Sonntag Trending Topic bei Twitter. Das Gefühl des gemeinsamen Fernseherlebnisses ist größer, als es bei “Wetten, dass…” je sein konnte.

Und ausgerechnet gestern habe ich den Tatort verpasst. Den ersten Tatort ohne eine komplette Auflösung im Primetime TV – dafür mit einem Online Spiel, wo sich die Netzgemeinde darin versuchen kann, den Fall zu lösen.

Tatort Online Game

Man kann sich mit Twitter, Facebook oder einfach nur so anmelden. Nach einem kurzen Tutorial wird man in die virtuelle Polizeiwache entlassen und kann anfangen, die Indizien oder die Leiche zu untersuchen.

Tatort Online Game

… Oder die Verdächtigen zu befragen. Eine einfache Point-and-Click Befragung, wo man vorgegebene Fragen anklicken und sich beantworten lassen kann.

Tatort Online Game

Ob das Gesamtpaket aus TV Serie und Online Spiel gut umgesetzt worden ist, vermag ich noch nicht zu beurteilen, denn ich will mir erst noch die Tatort Folge in der Mediathek oder bei YouTube ansehen.

 

Social TV und Echtzeit TV in 2012

Ingesamt zeichnet sich bei den öffentlich rechtlichen ein spannender Trend zum vernetzten Social und Echtzeit TV ab. Ob alles wirklich Social TV ist? In dem Beispiel der ARD fehlen mir diverse soziale Mechanismen. Außer Sharing und ein wenig Kommentierung unterhalb des Game-Frames ist hier (nach ersten Blicken) nichts möglich. Dabei wäre es ja sehr spannend, wenn die Netzgemeinde, die zuvor während des Tatorts getwittert hat, hier weiterhin zusammen den Fall lösen könnte.

Bei der ZDF Serie “die letzte Spur” konnten die Zuschauer online gemeinsam über den vermutlichen Täter rätseln. Tatsächlich konnten die Zuschauer sich auf dem sogenannten “Second Screen” schon während die Serie lief dazu austauschen. Das mutete schon eher wie Social TV in Echtzeit an.

Auch andere Sender testen interaktive Live-Formate und Social TV. So spielen “The Voice” und Gottschalk TV in einem mehr oder minder starken Ausmaße ebenfalls mit der Partizipation der Zuschauer.

Mit der Rundshow startet heute abend der aktuellste Versuch, Social TV in Echtzeit zu produzieren. Richard Gutjahr zu seinem neuen Projekt:

Wir haben Themen im Auge, die im klassischen Programm selten eine Chance haben. Wir haben Technologien und Workflows am Start, die im herkömmlichen TV-Sendebetrieb bislang nicht zum Einsatz kommen. Wir haben unsere Köpfe geöffnet, Dinge völlig neu zu entwickeln – oder aber auch beizubehalten, sofern uns dies als sinnvoll erschien. Bei diesem Projekt ging es nicht darum, das Fernsehen zu revolutionieren, vielmehr das Medium und seine Möglichkeiten in Kombination mit dem Web spielerisch weiterzudenken.

Eine App wird es Zuschauern ermöglichen, in Echtzeit an der Sendung teilzuhaben, schreibt Thomas Knüwer:

…können sich Zuschauer via iPhone-App mit dem bescheidenen Titel “Die Macht” beteiligen: Einerseits gibt es da Umfragen mit vorgefertigten Antworten (die bisher zu klischeehaft klingen), andererseits einen beständig einsetzbaren Daumen-hoch-oder-runter-Button, der im Studio in Form von Applaus oder Buh-Rufen Gehör findet. Schließlich können Zuschauer auf Fotos und Videos in der App hochladen. Die Redaktion wird diese zwar prüfen – für überraschende primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale reicht die Innovationsfreude des BR dann doch nicht -, die Moderatoren aber wissen nicht, was jeweils auf sie zukommt.

Scheint so, als ob 2012 ein spannendes Jahr werden wird, was Social TV und Echtzeit Partizipation angeht!

 

 

SXSW 2012 Impressionen

Nach dem ich hier in diesem Blog unvorsichtiger verkündet habe, dass ich live von der SXSW berichten werde, muss ich jetzt kleinlaut zugeben, dass ich das ganze Unterfangen etwas unterschätzt habe. Man kommt dort in Austin zu nicht besonders viel, da man ständig in den Sessions sitzt – oder abends auf der 6th Street Bands zuhört, die sich auf das Music Festival vorbereiten.

In meinem Marketing Blog habe ich ein Resumee über die wichtigsten Themen der SXSW 2012 verfasst.

Ein Fun Fact – mein Claim to Fame: Auf der Straße gleich neben der Foursquare Lounge  traf ich Dennis Crowley, Gründer von Fousquare, der unbedingt ein Foto mit mir machen wollte.

My Claim to Fame: Dennis Crowley und ich in Austin.

 

In dem folgenden Video sind verschiedene Eindrücke zu sehen, die ich in den 6 Tagen aufgefangen habe:

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SXSW Calling.

Kurze Ankündigung: Freitag beginnt die SXSW in Austin, Texas und ich werde in den folgenden Tagen versuchen, in meinem Blog über “Digital and Social Media Marketing” (Web Jungle) ein wenig über das Event zu berichten. Allerdings nur über die SXSW Interactive, da ich für meinen Arbeitgeber vor Ort bin. Wer also an updates interessiert ist, bitte hier weiterlesen.

Die Zahl der Panels, Vorträge und Meetups ist überwältigend. Es hat Stunden (!) gedauert, mich durch das Programm durchzuarbeiten.

Hier ist meine Long List – also alles, was ich auf den ersten Blick interessant fand. Irgendwann muss ich diese Liste weiter reduzieren… oder mich zehnteilen.

Wenn Ihr Tipps habt, was man in Austin und auf der SXSW unbedingt sehen oder machen muss, immer gerne her damit!

 

Der erstaunliche Quatsch des Herrn Heveling

Mag sein, dass ich ein wenig spät dran bin, da diese Sau bereits vor 3 Tagen durchs Dorf getrieben wurde.

Aber dennoch. Diese Sau muss nicht nur getrieben werden – sie muss raus. Und mit ihr bitte auch alle anderen aus der CDU Politiker (aber auch die allen anderen Parteien), die so denken. Worum geht’s?

Ansgar Heveling (CDU) hat in einer Brandschreibe behauptet, dass das Web 2.0 eine jugendliche Revoluzzererscheinung ist, die früher oder später wieder verschwinden wird.

Denn, liebe „Netzgemeinde“: Ihr werdet den Kampf verlieren. Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers, es ist die Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers. Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird.

Aber Herr Heveling wirft nicht nur etliche Beispiele aus der Geschichte in die Waagschale, sondern hat auch eine Schreibe, bei der sich mir die Fussnägel vor Grauen aufrollen:

Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein. Also, Bürger, auf zur Wacht! Es lohnt sich, unsere bürgerliche Gesellschaft auch im Netz zu verteidigen!

In was für einer Zeit befinden wir uns denn eigentlich? Wir sind doch nicht mehr im letzten Jahrhundert, wo man mit solchen Parolen Truppen anfeuern muss? Oder gibt es für Herrn Heveling tatsächlich eine Wählerschaft, die sich durch solch totalitär anmutenden Schlachtrufe auf ihren Sofas mobilisieren lässt? Schlimm, wenn das wirklich die Mehrheit wäre.

Zur Beruhigung: Wenn man sich die Entwicklung der Mediennutzung ansieht, dann gehört die Zielgruppe von Herrn Heveling bald der Minderheit an. Vergisst er doch zu berücksichtigen, dass die jüngere Generation mit dem Web 2.0 aufgewachsen ist und es so wenig vermissen wollen wird, wie Herr Heveling seinen Festnetzanschluss.

Die Tatsache, dass Herr Heveling die Zeichen der Zeit nicht erkennt, lässt ihn äußerst kurzsichtig erscheinen. Natürlich verändert sich eine Gesellschaft nicht über Nacht. Das hat sie auch bei den damaligen Revolutionen nicht getan. Die neuen politischen und gesellschaftlichen Formen haben sich in den Jahren nach einer Revolution oftmals nur langsam entwickelt. Wer weiß heute noch, dass es in den Jahren nach 1789 eine Parise Kommune gab, die  eine starke sozialistische Ausprägung hatte, bevor die eigentliche Demokratie eingeführt wurde? Sicherlich die wenigsten.

Wir werden den jetzigen Zustand digitaler Piraterie in den nächsten Jahre nicht weiter so dulden können. Ebenso wenig jedoch die heutigen Copyright Gesetze. In dem Buch “Free Culture” von Lawrence Lessig gibt es eine wunderschöne Geschichte aus den USA, die sich ca. 1900 abspielte.

Bis dato hatte jeder Landbesitzer die Hoheit über sein Land – und zwar nicht nur von Zaun zu Zaun, sondern auch bis tief in die Erde und hoch in den Himmel – unbegrenzt. Dann kamen die ersten Flugzeuge – eine neue, sehr sinnvolle Technologie – und es entbrannte ein Streit darüber, ob Flugzeuge einfach ohne Erlaubnis über ein Stück Land fliegen dürfen.

Wir lächeln heute über den Gedanken, dass ein Flugzeug nicht über einen Acker eines einzelnen Bauern fliegen durfte. Wie werden wir in 100 Jahren über Musikverlage denken, die sich dagegen stemmen, dass man ein digitales Musiksstück weitergibt, obwohl der Musikverlag bei der Vervielfältigung keinerlei “Mehrwert” beiträgt – aber dennoch daran verdienen will?

Eine sehr lesenswerte Replik auf Herrn Heveling kommt übrigens von einer Seite, von der man es nicht erwartet hätte: aus dem Ausland, von niemand geringerem als Lawrence Lessig.

 

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