Hamburg
Und wir alle so: yeaahh! Der Flashmob in Hamburg!
Ja, ich war dann doch noch da. Auf dem Gänsemarkt, umgeben von lauter ernsthaften Demonstranten für, bzw. anti-Castor, anti-Atomkraft, anti-Schwarzgelb, etc., hat sich tatsächlich eine Art Flashmob gebildet, der nach jedem Satz von Angela Merkel “yeaahh” geschrien hat. Sehr lustig, wie sich ein völlig unsinniges Internet Meme verbreiten und dann seinen Weg in die Realität schaffen kann. Aber seht selbst, hier ist ein Clip von dem Event:
(Das Video wurde von http://plastikstuhl.de aufgenommen)
Spreeblick hat derweil einen Song aus lauter von Lesern eingesendeten “yeaahs” komponiert. Auch schön! Sogar Spiegel Online schreibt darüber, angeblich wurden die ernsthaften Demonstranten übertönt, oder, vermute ich, zumindest etwas aus dem Konzept gebracht.
Viele yeaahh-Schreier waren von der Piraten-Partei. Einer ist angeblich von RTL oder RTL2 interviewt worden, es sollte im Nachtjournal erscheinen. Hat das jemand gesehen? Allerdings sollte man hervorheben, dass das Meme nicht von der Piratenpartei erfunden oder verbreitet wurde – die Piraten haben das auf der Veranstaltung mit ihren Flaggen lediglich gekapert, wenn man mir das Wortspiel erlaubt.
(UPDATE: Spreeblick hat eine gute Zusammenfassung der gesamten Flashmob Entwicklung)
… und alle so: “Yeah!” – Flashmob in Hamburg?
Die letzten Tage wurde ein Foto durch die Bloggosphäre und Twittersphäre gereicht, das mich immer wieder zum Schmunzeln bringt:

(Flickr Foto von Spanier)
Heute ist es soweit. Die Kanzlerin kommt, und in verschiedenen Blogs wird über einen Flashmob auf dem Gänsemarkt spekuliert. Ich schaffs leider nicht dahin, würde mich aber ebenfalls über eine Bewegtbilddokumentation freuen!
Michael Jackson Flashmob in der Schanze in Hamburg
Mensch, warum erfahr ich davon erst jetzt?
remix09 Konferenz in Hamburg
Morgen startet die remix09 Konferenz in Hamburg unter dem Motto “Online meets Classic”:
Fachleute aus dem klassischen Marketing-Umfeld treffen die Aktiven des Web 2.0 für einen professionellen und persönlichen interdisziplinären Austausch.
Feste Konferenzelemente treffen auf die adhoc-Strukturen von BarCamp und Open Space – Beim remix09 mischen sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Vorstände, Freelancer und Angestellte. Von U-30 bis Ü-60. Eine breite Wissens- und Erfahrungsbasis aus klassischem Marketing und Web 2.0 – ganz ohne Peergroups, Selbstreferenzialität und Tunnelblick.
Die Agenda steht (natürlich nur für die festen Slots) und die Location ist auch klasse: das Museum für Hamburgische Geschichte. Auch die Party abends wird in den ehrwürdigen Hallen stattfinden.
In meinem Web-Jungle Blog werde ich morgen soweit es geht Live bloggen.
100 Jahre Astra, was dagegen?
Astra, das Bier meiner Wahl an Schanze- oder Kiez-Abenden, macht dieses Jahr die 100 voll. Und zu diesem Jubiläum hat Astra einige Promotions gestartet.
Neben einer Reihe von Stadtteiletiketten, die man zur Zeit kaufen kann, ruft Astra die User dazu auf, eigene Etiketten zu entwerfen. (Die Gestaltungsvorlage dazu gibt es hier.)
Astra wünscht sich zum Geburtstag was Selbstgebasteltes. Und zwar von dir! Deshalb suchen Astra und die Hamburger Morgenpost das schönste selbstgestaltete Astra-Geburtstags-Etikett. Also, worauf wartest du noch? Leg’ los! Denn wenn dein Etikett gewinnt, kommt es im Sommer auf alle Astra-Urtyp-Flaschen. In millionenfacher Auflage, versteht sich. Und dann kannst du jedem erzählen: Das ist mein Bier! Und das auch! Und das! Und das da auch!
Die Stadtteile, die auf den Etiketten gefeatured sind, sind übrigens die Viertel, in denen es Astra gibt: Blankenese, Schanze, St. Georg, Str. Pauli, Hafen, Barmbek.

Openstreetmap – ein weiteres Wiki Projekt
Ja, es gibt Google Maps, das an Usability und offenen Schnittstellen kaum etwas zu wünschen übrig lässt. (Und es gibt MS Virtual Earth, das mich wegen schlechter Usability zur Zeit sehr verärgert.)
Nun baut die Webgemeinde einen Konkurrenten: Open Street Map.
Warum machen sie das, wenn es doch bereits andere Kartendienste gibt?
Geoinformationen sind heutzutage selten frei erhältlich. Wer eine Anfahrtskizze auf seine Homepage stellen oder in ein Druckwerk einbinden möchte, kann dies oft nur durch das Einkaufen einer (unter Umständen sehr teuren) Lizenz für proprietäres Kartenmaterial tun.
Ähnliches gilt für Forschung und Lehre. Wer für den Unterricht eine Wahlkreiskarte oder dergleichen benötigt, muss oft auf proprietäre Daten zurückgreifen – oder begibt sich auf juristisches Glatteis.
Wer ein Navigationsgerät erwirbt, zahlt einen nicht unerheblichen Preis für das beiliegende digitale Kartenmaterial. Oftmals stellt sich erst nach dem Kauf heraus, dass das Material unvollständig und veraltet ist.
OpenStreetMap beendet die Abhängigkeit von den Anbietern proprietärer Daten und setzt dem reinen Konsumieren kreative Aktivität entgegen. Durch die Zusammenarbeit der Projektmitglieder entsteht eine freie Geodatenbank, die weltweit allen Menschen zur Verfügung steht.
Leider wird das Projekt mit Sicherheit auf lange Zeit keine Satellitenbilder zur Verfügung stellen können, denn die kosten immer noch sehr viel Geld.
Wird Apple einen Laden in Hamburg eröffnen?
Die Headline von Chip.de sagt einiges: “Bekommt Hamburg einen Apple-Store?”
Zum einen wird daraus klar, dass es wahrscheinlich demnächst einen Apple-Store in Hamburg geben wird. Darüber wird nun überall spekuliert. In München wurde vor kurzem bereits einer eröffnet, Hamburg ist eine der wenigen Städte in Deutschland, wo es für Apple Sinn machen könnte, einen zweiten Store zu eröffnen.
Die Formulierung von Chip.de macht mich allerdings stutzig. Zeigt sie doch, dass es immer wieder Leute gibt, die eine Ladeneröffnung von Apple als “Geschenk” ansehen. Oder wie würdet ihr es interpretieren, wenn jemand schreibt, dass Hamburg einen Apple Store bekommt – statt dass Apple einen Store in Hamburg eröffnet? Wir sollten uns wirklich freuen, stolz darauf sein!
Man muss hoffen, dass Hamburg sich den Store redlich verdient hat und auch längerfristig würdig genug ist, einen Apple store haben zu dürfen. Wäre schade, wenn Apple uns den Store allzu bald wieder “wegnimmt“.
Was für ein Quatsch.


