The Drone Racing League. Krasser heisser Scheiss.

Drone Racing League

Wie geil ist bitte diese neue Sportart? In den USA (wo sonst?) wird gerade wieder eine neue Sportart erfunden: Drone Racing. Eine echte Nerd-Disziplin, die viel Action und krasse Bilder unfassbar schneller Flugsequenzen verspricht.

Quadrocopter sind mittlerweile soweit ausgereift, dass Rennen dieser Art möglich sind. Die Dronen haben Kameras und die Piloten Spezialbrillen, mit denen sie die Kamerabilder sehen können. Live, in Echtzeit. Und später, im Gesamtschnitt können auch die Zuschauer die First-Person Ansicht aus dem Rennen sehen.

Die erste Dronen Rennen Liga der Welt startet dieses Jahr. Ein Pre-Season Rennen gab es bereits im Juli 2015. Vermutlich um die Disziplin zu testen, Geld einzusammeln und faszinierendes Bildmaterial zu filmen. Denn die Aufnahmen sind sensationell, wie ihr in dem zweiten Video unten sehen könnt. Die ersten „echten“ Rennen starten ab dem 22. Februar 2016.

Drone Racing League

In dem ersten Video sieht man innerhalb einer Minute, worum es geht. Es ist gleichzeitig der Teaser auf das erste echte Rennen im NFL Stadion in Miami.

Schneller Schnitt, beeindruckende Racing-Szenen. Das richtige Futter für eine ADHS gestörte Online-Video-Junkie Zielgruppe. Aber vielleicht nicht nur. Je nach Zusammenschnitt kann das jeden faszinieren, der ein wenig Technik und/oder Action begeistert ist.

 

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Das zweite Video ist mit 5 Minuten etwas länger und zeigt detailliert, welchen Herausforderungen sich die Dronenpiloten stellen müssen. In einer stillgelegten Fabrik in New York wurde im Juli 2015 ein Parkour abgeflogen, der den Piloten sehr viel Geschick abforderte. Gleichzeitig kann man sehen, wieviel Phantasie und Ausbaufähigkeit diese Sportart noch bieten kann. Je nach dem, was sich an Rennstrecken und Herausforderungen finden lässt.

 

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Weitere Videos gibt es im YouTube Channel der DRL.

Ich bin mir nicht sicher, ob sich diese Sportart im Fernsehen durchsetzen kann. Die Dronen sind zu klein und die Flugsequenzen zu schnell, als dass dies ein Zuschauer am Fernseher verfolgen und begreifen kann.

Aber für Zusammenschnitte und Nachberichterstattung auf z.B. YouTube ist das perfekt. Wenn die Videos dann noch mit Google 360° View gefilmt werden sollten (was zur Zeit nicht der Fall ist), dann ist das Top 1A Content für Online Video!

Update: durch einen Kommentar auf Facebook wurde ich darauf hingewiesen, dass es in Berlin ebenfalls seit ca. Mitte letzten Jahres eine Dronenrennen Liga gibt, die Dronemasters Berlin.

 

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Marcus Tandler: Rise of the Machines (aka Google)

Man muss es ihm lassen: Marcus Tandler hält sehr amüsante Vorträge. Über 230 Powerpoint Folien in 29 Minuten. In diesem Video erläutert er, was Google wirklich vor hat. Denn die Suchmaschine von Google ist nur einer von vielen Wegen, das Feld der künstlichen Intelligenz zu erschliessen.

Mit jeder Suchanfrage und jeder Nutzung von Google Maps, Google Now oder Android lernt die Maschine. Alles, was ihr im Web oder mit euren Smartphones oder zuhause mit euren Nest-Thermostaten macht, wird Teil des kollektiven Wissens von Google. Es ist erschreckend. Seht selbst, die 29 Minuten sind nicht nur amüsant, sondern auch sehr erhellend.

 

 

 

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Die Netzneutralität ist tot und Höttges trampelt schon drauf rum

Manchmal weiss man nicht, ob man sich noch ärgern, oder lieber gleich resignieren soll.

Die Netzneutralität wurde vorgestern beerdigt. Direkt am Tag danach zeigt Höttges das wahre Gesicht der Telekom: In Zukunft müssen Unternehmen für mehr Bandbreite und gesicherte Übertragungsqualität von sogenannten „Spezialdiensten“ zahlen.

Während Digitalwirtschaftskommissar Oettinger auf Spezialdienste verwies, bei denen eine gesicherte Übertragungsqualität essentiell ist, war eigentlich allen, die wirklich Ahnung haben, klar, dass das kompletter Stuß ist. Denn die Beispiele Telemedizin und selbstfahrende Autos sind nicht der Normalfall, außerdem steht eh zur Debatte, ob diese Dienste jemals über das normale Internet übertragen werden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Lobbyisten von Herrn Höttges diesen Stuß in das Skript von Herrn Oettinger geschrieben hat. Und der wiederum hatte vermutlich eh keine Ahnung worüber er eigentlich spricht und alles brav nachgeplappert.

Jetzt, wo das Thema durch ist, muss Höttges keine Augenwischerei mehr betreiben und spricht Klartext. Es geht bei den Spezialdiensten um alles, was eine gesicherte Übertragungsqualität braucht. Also auch so Dinge wie Online Games oder Videokonferenzen.

Warum braucht es diese Spezialdienste im Netz? Das Internet ist vielfältig und bringt Dienste hervor, an die bis vor kurzem noch niemand gedacht hat. Das fängt bei Videokonferenzen und Online-Gaming an und geht über Telemedizin, die automatisierte Verkehrssteuerung und selbststeuernde Autos bis zu vernetzten Produktionsprozessen der Industrie.

Dafür will die Telekom ein paar Prozent Umsatzbeteiligung. Also nicht nur eine monatliche Gebühr, sondern eine Umsatzbeteiligung.

Wollen sie Dienste auf den Markt bringen, bei denen eine gute Übertragungsqualität garantiert sein muss, brauchen gerade sie Spezialdienste. Nach unseren Vorstellungen bezahlen sie dafür im Rahmen einer Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent. Das wäre ein fairer Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur. Und es sorgt für mehr Wettbewerb im Netz.

Es ist also genau das eingetreten, wovor viele gewarnt haben. Dabei erkennt Herr Höttges selbst, dass das Internet eine gesellschaftlich wichtige Infrastruktur ist. Gleichzeitig ist es schon fast ein Hohn, dass er in dem Zuge sagt, es müsse frei und ohne Diskriminierung bleiben. Genau das Gegenteil hat er (und seine CEO Kollegen der anderen europäischen Telekom Gesellschaften) jetzt erreicht.

Es hat als Informations- und Partizipationsmedium eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Es muss deshalb frei, offen und ohne Diskriminierung bleiben.

 

Zwei Dinge würde ich mir für die Zukunft wünschen:

  1. Politiker sollten in Zukunft für ihr Ressort eine gewisse Fachkompetenz aufweisen oder sich aneignen. In vielen Berufen ist so etwas eine Grundvoraussetzung. Warum nicht auch bei Politikern, die ja über durchaus wichtige Themen entscheiden?
  2. Das Internet als gesellschaftlich wichtige Infrastruktur sollte nicht in den Händen eines marktwirtschaftlich operierenden Unternehmens liegen.

 

 

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Kein Grund zur Verletzung der Netzneutralität.

Netzneutralität SymbolEs gab in der Vergangenheit zwei Argumente für Netzneutralität seitens diverser Regierungsvertreter. Beide wurden so oft und immer in ähnlicher Weise wiederholt, als hätten alle das gleiche Lobbyisten-Skript auswendig gelernt.

Das erste Argument betrifft elektronische Tele-Operationen, von denen ich noch nicht herausbekommen konnte, wie oft die tatsächlich bereits stattfinden. Stattdessen habe ich irgendwo gelesen, dass für solche Zwecke eh eigene Standleitungen genutzt werden.

Das zweite Argument betrifft selbstfahrende Autos, die mit Daten aus dem Internet navigieren.

Hier die Argumente von Herrn Oettinger:

Wenn wir das Portalkrankenhaus im ländlichen Raum, das bei einem schweren Unfall vielleicht auch Operationssaal sein soll, und das Uniklinikum mit dem Oberazt macht dies, wenn diese digitale und elektronische Operation möglich sein soll, dann geht dies nur in perfekter Qualität und Kapazität der Übertragung der Anweisungen, die der Oberarzt im Organbereich Lunge oder Herz oder Kreislaufgefäße beim Patienten gibt. Das muss uns wohl doch etwas wert sein. Und da kann man doch nicht von perfekter Gleichheit reden.

Ist es wichtiger, dass im Auto hinten rechts die sechsjährige Tochter hockt, und lädt sich Musik runter, Youtube, hinten links hockt der neunjährige Bengel und macht irgendwelche Games. Ist es wichtiger, dass die beiden in Echtzeit oder der Alte vorne links in Echtzeit hört, von rechts kommt jemand? Ich finde Youtube runterladen hat ein paar Sekunden Zeit. Ich finde das Game kann auch mal nicht perfekt auf dem Bildschirm sein. Aber Verkehrssicherheit, ein kommerzieller Dienst, Gesundheit, ein kommerzieller Dienst und ein paar andere fallen mir ein, sollten von der Netzneutralität, von diesem Taliban-ähnlichen Thema abweichen dürfen. (via netzpolitik.org)

Letzteres ist mittlerweile unglaubwürdig geworden. Autobauer würden zur Sicherheit im Straßenverkehr darauf verzichten, wichtige Daten über eine Internetverbindung abzurufen. Stattdessen setzt man eher auf die Bord eigene Sensorik. Es ist also noch unklar, wozu die Netzneutralität für den Straßenverkehr verletzt werden müsse.

Sowohl die Bundesregierung als auch die EU-Kommission blieben eine Antwort auf die Frage schuldig, welche konkreten Dienste diese „Verkehrssicherheit in Echtzeit“ liefern sollen und dafür eine priorisierte Verbindung mit hoher Bandbreite im Auto benötigen. 

Fazit somit bis hierhin: Die bisher genannten Vorteile einer Aufhebung der Netzneutralität erscheinen unwirklich.

 

Die negativen Potentiale von Netzneutralität erscheinen viel konkreter.

Sollten die Daten von Spezialdiensten eine Vorzugsbehandlung erfahren, dann ist der Schritt laut der Befürworter der Netzneutralität nicht mehr weit, auch anderen Diensten gegen Bezahlung Vorrang zu geben. Das wäre interessant für alle Telekommunikationsanbieter, weil sie in dem Fall auf zwei Seiten abkassieren könnten. Auf der einen Seite müssen Internetnutzer für höhere Bandbreiten zahlen, auf der anderen die Anbieter von Daten (Videoportale, Musikstreamingangebote, etc.). Ein deutlich lukrativeres Geschäftsmodell als die reine Bedienung der Endnutzer-Nachfrage.

Die Motivation für einen weiteren Breitbandausbau seitens der Telekommunikationsunternehmen wäre in diesem Fall ebenfalls sehr viel geringer. Schliesslich ließe sich in einem gut ausgebauten Netz kein Geld mit einer Überholspur für Bezahldienste verdienen.

Diese Doppelbesteuerung kann jedoch kleinere Unternehmen benachteiligen, die sich die Daten-Überholspur nicht leisten können. Oder Angebote, die aufgrund eines „Zero-Ratings“ ihrer Konkurrenz schlechte Karten haben. Ein Beispiel, bzw. potentielle Beispiele dafür lieferte bereits die Deutsche Telekom:

Der Musikdienst Spotify kann mit einer monatlichen Pauschale von 10 Euro aus dem Datenvolumen separiert werden. Nutzer können in dem Fall so viele Musikdaten laden, wie sie wollen, das Datenvolumen verringert sich dadurch nicht. Das ist sehr attraktiv, denn wer viel Musik streamt, hat sein Mobil-Datenvolumen schnell ausgereizt. Alle anderen Musikdienste haben einen klaren Wettbewerbsnachteil.

Interessanterweise gab es damals keinen Aufschrei in der Netzgemeinde. Vermutlich hatte man sich daran gewöhnt, dass im Mobilbereich Tarife anders gestrickt werden.

Ob die Geschäftsentwicklung kleinerer Unternehmen durch die Abschaffung einer Netzneutralität tatsächlich abgewürgt werden würden, ist natürlich unklar. Man könnte auch argumentieren, dass sich gute Ideen auch weiterhin durchsetzen werden.

Eine ganz andere, sehr viel positivere Einstellung zu dem Thema gibt es allerdings in den USA.

 

Mit dem Virtuous Cycle zu mehr Breitband
Wo man in Europa anscheinend eher auf Regulierung, sprich Eingrenzung der Netzneutralität setzt, haben sich die USA für die Beibehaltung der Netzneutralität entschieden.
Auf der anderen Seite des großen Teiches ist man eher optimistisch, mit der Netzneutralität ein besseres Netz zu schaffen.
Zwei Absätze eines Artikels bei netzpolitik.org beschreiben diesen Virtuous Cycle:

Neue Dienste und Applikationen, die auch – und vor allem – von bislang unbekannten Unternehmen stammen können, schrauben die Anforderungen an die dazu notwendige Netzkapazität unweigerlich nach oben. Konsumenten, die diese innovativen Angebote nutzen wollen, werden in Folge nach entsprechend breitbandigen Anschlüssen verlangen und bereit sein, dafür zu bezahlen. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen sollten die Netzbetreiber, jedenfalls bei einer funktionierenden Marktstruktur, in den Ausbau der Infrastruktur investieren, um ihre Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Das wiederum schafft die Grundlage für neue Angebote, die die neu geschaffenen Kapazitäten ausreizen, was zu einem weiteren Ausbau führt und so weiter.

Weil sich etablierte Platzhirschen keinen bevorzugten Zugang erkaufen können und Datenpakete selbst des kleinsten Start-ups gleichberechtigt durch das Netz transportiert werden, kann Innovation auch an den Rändern stattfinden und somit ein Umfeld schaffen, von dem alle profitieren: Diensteanbieter, die sich sicher sein können, dass ihre Angebote nach dem Best-Effort-Prinzip zum Kunden ausgeliefert werden; Netzbetreiber, denen zusätzliche Umsätze in die Kassen gespült werden; Konsumenten, die in den Genuss schnellerer Übertragungsgeschwindigkeiten kommen; und nicht zuletzt die gesamte Volkswirtschaft, die auf einer robusten und gut ausgebauten Infrastruktur aufbauen kann. Ohne Netzneutralität würden für Netzbetreiber hingegen die Anreize überwiegen, Netzwerküberlastungen mittels bezahlter Überholspuren zu monetarisieren – zu Lasten des Breitbandausbaus, der allen zugutekommt. (Hervorhebungen von mir)

Sprich: ein Nachfrage-induzierter Ausbau des Netzes kann das Thema Netzneutralität obsolet machen. In Europa wird aber lieber reguliert,  statt dass man es dem freien Markt überlässt, Probleme zu lösen.

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Real Life First Person Shooter mit Chatroulette

Sehr coole Idee und recht aufwendige Umsetzung: eine Art Real Life First Person Shooter mit Überraschungsteilnehmern auf Chatroulette, Skype und Omegle.

 

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Das „Behind the Scenes Making Of“ gibt es natürlich auch auf YouTube zusehen.

Wobei ich echt nicht mehr gedacht hätte, dass es Chatroulette überhaupt noch gibt.

 

 

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Netzauslese: Work-Life Balance, Tsipras, Pressefreiheit, Digitale Agenda

Ein paar Lesetipps:

Dustin Moskovitz plädiert für eine bessere Work-Life-Balance in der Tech-Branche. Pausen und Erholung sind wichtig. Mehr Arbeitsstunden ist nicht immer von Vorteil, teilweise wirken sie sich sogar negativ auf das Ergebnis aus. Gilt alles auch für die Werbebranche, denke ich.

 

Eine Lobhudelei an Tsipras den Großen auf RolandTichy.de:

Denn wenn es etwas gibt, an dem dieses Land krankt, dann ist es das traditionelle Nichtverhältnis seiner Bürger zu ihrem Staat. Solange die Griechen ihren Staat lediglich als kostenlose Sozialstation betrachten, wird Griechenland mental in der Dritten Welt verharren. Tsipras aber könnte es sein, der Ihnen erklärt, dass ein moderner Staat andere Anforderungen an seine Bürger stellt als jene traditionellen Verhaltensmuster byzantinisch-osmanischen Ursprungs. Geben wir ihn diese Chance.

 

In einem Artikel auf Zeit Online heißt es, die deutsche Pressefreiheit ist ein Fall für die UN. Sei es die Heckler&Koch Geschichte, die Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung oder die Affäre um Netzpolitik.org. Es ist anscheinend einiges im Argen hinsichtlich den Bestrebungen der Politik und der Pressefreiheit in Deutschland, weswegen Katharina de la Durantaye dies der UN gemeldet hat. Die hören so etwas eigentlich nur aus Ländern wie Russland oder Saudi Arabien. Wird also spannend sein, mitzuverfolgen wie die UN jetzt reagiert. 

 

Vor einem Jahr hat die Bundesregierung die Digitale Agenda verabschiedet. Denn Deutschland hat noch viel Potential in diesem Bereich, wie andere Ländern zeigen. Leider ist in diesem Bereich noch längst nicht so viel passiert, wie man sich wünschen würde. Deutschland verpasst den Anschluss, wenn es ihn nicht schon längst verpasst hat.

 

 

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Mr. Robot: Eine Hommage an Hacktivismus.

Mr Robot - Elliot Alderson

Seit einigen Wochen gibt es eine neue Serie, die mich und viele andere fasziniert: Mr. Robot.

Elliot Alderson ist ein White Hat Hacker bei Tag und arbeitet für Allsafe Security, die die Evil Corporation beschützen. Er leidet unter „Social Anxiety Disorder“, gleichzeitig hackt er sich nachts in die E-Mail Postfächer und Social Network Profile seiner Kollegen und Bekannten, um sie auszuspionieren und zu beschützen. Zusätzlich verliert er sich in einem immer stärkeren Morphiumrausch.

Unter einem Hoodie Schutz vor der sozialen Außenwelt suchend, strolcht Elliot durch New York und wird von Mr. Robot (Christian Slater) geködert, sich der fsociety anzuschliessen. Einer Untergrundorganisation von Hackern, die der Anonymous Bewegung nachgestellt sind. Bis hin zu den albernen Masken.

Die fsociety hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Evil Corp. zu attackieren, da diese 70% der weltweiten Kredite hält. Das Ziel ist eine gigantische Umverteilung dieser digital gespeicherten Vermögenswerte. Denn, so erzählt Mr. Robot: seit der Entkoppelung vom Goldstandard ist Geld nur noch ein Betriebssystem. Eines, das man hacken kann.

Neben Elliot und Mr. Robot gibt es noch Tyrell. Ebenfalls Hacker. Einer der sich auf der Seite der Bösen eingerichtet hat. Als IT Chef von Evil Corp ist er der Gegenspieler von Elliot und Mr. Robot. Aalglatt und von Anfang an unsympathisch, wie es sein muss.

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Vieles mutet auf den ersten Blick sehr klischeehaft an. Allsafe und Evil Corp als Firmennamen. Die Morphiumsucht von Elliot. Genauso die Eigenbrödlerei, die sozialen Ängste und der Hoodie als Schutz vor der Außenwelt. So stellt man sich Hacker vor.

Dennoch ist die Serie von der ersten Folge an faszinierend. Die Charaktere sind polarisierend und vielschichtig. (Christian Slater ist sowieso eine coole Sau, aber das habe ich schon immer gesagt.)

Sehr gut gemacht ist auch die cineastische Aufmachung der Serie. Die Kameraführung, die eigenwilligen Bildausschnitte und die oft sehr dunkle Ausleuchtung machen sehr viel Spaß beim Zuschauen.

Die Serie überzeugte auch beim SXSW Festival diesen Jahres:

It’s a testament to the blend of cinematic execution that’s invaded episodic narratives in recent years, in combination with the sort of character-centered storytelling that defines the most engaging storytelling. Most importantly, it inspires memories of the 1995 film „Hackers,“ in the best possible way. 

Die Serie läuft erst seit Juni 2015 und ist in Deutschland nur über iTunes auf Englisch zu sehen. Da die Folgen  in den USA im Fernsehen auf altmodische Weise ausgestrahlt werden, kann man auch auf iTunes nur 1x pro Woche eine neue Folge herunterladen.

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