Techcrunch TV mit Jeremiah Owyang

Jeremiah Owyang ist Analyst bei der Altimeter Group – eine Firma, die etliche im Social Media Bereich bekannte Analysten beschäftigt, wie z.B auch Charlene Li, die das bekannte „Groundswell“ geschrieben hat.

In diesem 15 Minuten Interview befragt Andrew Keen (der u.a. das schwer verdauliche „Digital Vertigo“ geschrieben hat) Jeremia Owyang zu Trends in Online und Social Media:

(direkt im Blog bei Jeremiah Owyang gefunden.)

Ob ich auch einen Review zum Buch von Andrew Keen schreiben werde, weiss ich noch nicht. Es war, in der Tat, schwer verdaulich. Und die Botschaft, die auf ca. 200 Seiten plus Literaturhinweise gestreckt wurde, lautet eigentlich nur: Obacht, vor der absoluten Transparenz, die sich durch die sozialen Medien ergibt!

 

 

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SXSW 2012 Nachlese und drei Trends.

Eines habe ich gelernt: auf der SXSW hat man verdammt wenig Zeit, Updates zu bloggen. Hätte ich mal besser nichts angekündigt…

Al Gore and Shawn Parker at SXSW

 

Mit etwas mehr Abstand lässt sich die SXSW nun aber sehr gut zusammenfassen. Die 5 Tage in Austin waren vollgepackt mit Panels, Sessions, langen Schlangen, jede Menge Parties, sowie jede Menge Bands, die sich bereits auf das etwas später beginnende Music Festival vorbereiteten. Die ganz Stadt hat vibriert, es müssen um die 30.000 Gäste in Austin gewesen sein.

Einige SXSW Veteranen sagten, dass dieses Jahr sehr viel mehr große Firmen anwesend waren. Pepsi, Nokia, Samsung, Dell und viele andere hatten Lounges im Austin Convention Center oder auf leer stehenden Grundstücken in der Nähe. Mein früherer Arbeitgeber Ogilvy hat sogar eine komplette Bühne in einem der Kongress-Säle gemietet und OgilvyStage genannt. Auch sollen sehr viel mehr „echte“ Celebrities anwesend gewesen sein (u.a. Leonardo diCaprio). Im Bild oben sieht man Al Gore (Politik Celebrity) und Sean Parker (Web Celebrity). Oder wie Bruce Sterling in seiner Abschlussrede sagte: der eine wäre fast Präsident geworden, der andere fast Facebook Besitzer.

Es gab leider keine echten Neuvorstellungen von Startups. Kein neues Twitter oder Foursquare. Die wenigen gehypten Apps (seihe unten) waren schon vor der SXSW Online.  Für einige scheint die SXSW damit ihren Reiz als Early Adopter und Startup-Messe verloren zu haben.

Insofern stellt sich natürlich die Frage, was die großen Trends auf dieser SXSW waren?

 

„Ambient Social Networking“, „Big Data“ und „Technology like Air“ waren drei große Themen

Es wurde viel über Social Mobile Location (SoLoMo) Apps wie Highlight, Glancee, Banjo oder Sonar gesprochen. Weniger auf den Panels, dafür jedoch umso mehr „auf der Straße“. Hinter diesen Apps steckt ein Trend, der sich (passives) „Ambient Social Networking“ nennt. Anders als bei Facebook oder Foursquare muss man sich nicht aktiv irgendwo einchecken, um ortsbezogene Hinweise zu erhalten. Klingt erschreckend, bietet aber auch Vorteile. So teilen diese Apps ihren Nutzern mit, wenn in ihrer Nähe andere Nutzer sind, die diegleichen Freunde oder Interessen auf Facebook haben. Praktisch, wenn man auf „Speeddating“ ohne Gelaber steht. Natürlich lassen sich diese Apps auch abschalten, was nicht nur die Privatspähre schützt, sondern auch den Akku schont. Nicht von der Hand zuweisen ist der dahinterliegende Trend zu immer mehr Diensten, die ortsbezogene Daten für  Mehrwert und Relevanz angebotener Informationen nutzen.

Diese ortsbezogenen Daten sind nur ein weiterer, wenn auch nicht unwichtiger, Bestandteil dessen, was auf vielen Panels als „Big Data“ bezeichnet wurde. Der Trend entsteht durch zwei Faktoren: einerseits die weite Verbreitung von“Mitmach“ Technologien (alias Web2.0) und mobilen Endgeräten, durch die User immer größere Datenmengen produzieren, andererseits die Möglichkeit, mit steigender Computer-Power, diese Datenberge zu analysieren. Ziel ist es natürlich, das Verhalten und die Erwartungen von Usern immer besser vorhersagen zu können, um bessere Dienste anbieten zu können – oder eben um besseres Marketing betreiben zu können.

„Technology like Air“ ist ein Zitat aus der Keynote mit Amber Case. Dahinter steckt der Gedanke, dass Technologie in Zukunft kaum noch bemerkbar sein wird, gleichzeitig aber intuitiv bedienbar und jederzeit relevant. Ähnlich wie die oben genannten SoLoMo Apps, die keine Aktion mehr bedürfen, sich aber jederzeit melden, wenn es News gibt. Wenn Technologie wie „Air“ erscheinen soll, dann muss zusätzlich noch vieles im Bereich Interface Design verbessert werden. Auch dies war ein großes Thema auf vielen Panels.

 

Das waren natürlich nicht die einzigen Themen. Es gab viel hundert Sessions und es war nicht einfach, sich je Slot für nur jeweils einen Favoriten zu entscheiden.

 

In dem folgenden Video sind verschiedene Eindrücke zu sehen, die ich in den letzten Tagen aufgefangen habe:

 

 

Ansonsten war die SXSW auch deshalb faszinierend, weil man viele Branchenköpfe zu sehen bekam, die man in Deutschland oder Europa nie zu sehen bekommen würde. Unten sieht man z.B. Dennis Crowley von Foursquare, der unbedingt ein Foto mit mir zusammen machen wollte.

 

My Claim to Fame: Dennis Crowley und ich in der Nähe der Foursquare Lounge

 

 

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SXSW Calling.

Kurze Ankündigung: Freitag beginnt die SXSW in Austin, Texas und ich werde in den folgenden Tagen versuchen, in diesem Blog ein wenig über das Event zu berichten. Allerdings nur über die SXSW Interactive, da ich für meinen Arbeitgeber vor Ort bin.

Die Zahl der Panels, Vorträge und Meetups ist überwältigend. Es hat Stunden (!) gedauert, mich durch das Programm durchzuarbeiten.

Hier ist meine Long List – also alles, was ich auf den ersten Blick interessant fand. Irgendwann muss ich diese Liste weiter reduzieren… oder mich zehnteilen.

Wenn Ihr Tipps habt, was man in Austin und auf der SXSW unbedingt sehen oder machen muss, immer gerne her damit!

 

 

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Der wirtschaftliche Mehrwert von Facebook in Deutschland

Erstaunliche Zahlen hat Facebook beim DLD präsentiert:

 

  • In Deutschland steuert Facebook 2,6 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei, davon
  • 1,4 Milliarden Euro – Technologienachfrage und -weiterentwicklung. Verstärkte Nachfrage nach Geräten, wie Smartphones, und Breitband-Verbindungen
  • 700 Millionen Euro – Mehrwert für Unternehmen, die Facebook nutzen. Steigerung des Bekanntheitsgrades, Verkaufsunterstützung, Generierung von Website-Traffic und Steigerung des Markenwertes
  • 600 Millionen Euro – Plattform Effekte. Entwicklung einer App-Ökonomie, Verstärkung der sozialen Kontakt unter den Nutzern
  • Mehr als 2 Millionen Euro – Nebeneffekte. Beschäftigung, Beauftragung von Zulieferung und Konsumausgaben
  • In Deutschland beläuft sich die Zahl der aufgrund von Facebook neu entstandenen Arbeitsplätze nach Ansicht der Experten auf 36.000

 

Ich frage mich bei solchen Zahlen immer, wie Facebook die erhoben, bzw. errechnet hat?

 

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Twitter jetzt mit Brandpages

Twitter kurz vor Ende 2011 noch einen kleinen Endspurt hingelegt und nicht nur ein neues Design, sondern auch Brandpages gelauncht. Das scheint jetzt zum Jahresende ein Trend zu sein, so hat ja gerade erst Google+ Brandpages gelauncht.

Natürlich gibt es diverse Launchpartner, mit denen Twitter zusammengearbeitet hat:

Launch partners for the pages include American Express, Best Buy, Bing, Chevrolet, Coca-Cola, Dell, Disney, General Electric, Hewlitt-Packard, Intel, JetBlue, Kia, McDonald’s, Nike, PepsiCo, Staples, Verizon Wireless, NYSE Euronext, Heineken, Subway and Paramount Pictures, specifically for the release of Mission: Impossible — Ghost Protocol.

(leider scheint man die neuen Pages hier in Deutschland noch nicht sehen zu können.)

Was die Pages genau leisten, scheint noch nicht vollends klar zu sein. Marken können den Header individuell anpassen und Inhalte anhand eines „Sticky Tweet“ prominent platzieren.

Die interessanteste Änderung ist sicherlich die bei Ad Age erwähnte Unterscheidung zwischen @replies und mentions. Damit können viele Marken, deren Twitterstream (eventuell ungewollt) zu Service Kanal geworden ist, Dialoge und Servicemitteilungen besser zu trennen.

Ob das Twitter hilft, 2012 seine Position im Wettsstreit zwischen Google und Facebook zu behaupten?

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