Wie der IS entstanden ist – die Geschichte des nahen Ostens seit 1953

Die IS ist ein relativ neues Phänomen. Letztendlich aber auch nur ein Resultat der Außenpolitik der USA der letzten 60 Jahre. In der ZDF Sendung „Die Anstalt“ wird die extrem komplexe Situation im nahen Osten sehr anschaulich erklärt. Beim folgenden Video konnte ich nur staunen, wie stark und teilweise rücksichtslos die USA in der Politiksuppe des nahen Ostens teils direkt, teils mit Geheimdienstaktivitäten, herumgerührt hat. Mal sind Feinde Feinde, mal sind sie Verbündete, rechts wird mit einer Gruppierung gegen eine dritte gemeinsam gekämpft, links wird diese erste Gruppierung selbst bekämpft.

 

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Aktuell kann man ähnliche Effekte beobachten. Die Türkei ist nicht wirklich für ihre Einhaltung von Menschenrechten bekannt und die Tatsache, dass Erdogan nebst der IS auch gleichzeitig auf oppositionelle Gruppierungen wie die PKK schiesst, wird allenfalls geduldet, meisten heftig kritisiert. Jetzt ist er auf einmal einer der wichtigsten Partner, wenn es darum geht, den IS zu bekämpfen und Flüchtlingsströme zu kanalisieren. Da drückt man doch gerne ein Auge zu wenn es um seine anderen „Baustellen“ geht.

Auch Putin hat mit dem Einmarsch in der Ukraine gezeigt, dass es immer noch Differenzen zwischen Ost und West gibt. Aber im Kampf gegen den IS ist er jetzt ebenfalls ein wertvoller Partner. Über die Ukraine habe ich in letzter Zeit allerdings nicht mehr viel gelesen.

 

 

 

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