Der Marsianer Film nach dem Buch von Andy Weir

Dieser Film verspricht gut zu werden. Zumindest wenn man ein Sci-Fi Fan ist, wie ich es bin.

Ridley Scott ist der Regisseur, was für mich bereits Grund genug wäre, diesen Film anzusehen.

Die Story ist relativ simple: auf einer Marsexpedition bleibt ein einzelner Astronaut, Mark Watney, alleine auf dem unwirtlichen Planeten zurück. Den Film über kämpft er selbst ums Überleben, die Besatzung eines anderen Raumfahrzeugs um die Rettung (anscheinend sogar gegen den Befehl der Basisstation der NASA). Soviel zumindest verrät der sehr viel versprechende Trailer:

 

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Das Buch wurde von Andy Weir ursprünglich im Selbstverlag veröffentlicht, bevor das Buch später im Crown Verlag erschien. Wieder mal ein Beispiel dafür, dass die Gatekeeper in der Verlagsbranche versagt haben, ähnlich wie bei Harry Potter von J.K. Rowling oder der 4 Stunden Woche von Tim Ferriss?

 

 

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Der Marsch der Flüchtlinge ins „Schlaraffenland“ Europa

FluechtlingsbootAuf Telepolis wird die aktuelle Flüchtlings-Situation als „Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung“ bezeichnet. Die Situation in den Ländern ist desaströs aufgrund von Bürgerkriegen und wirtschaftlicher Not. Gleichzeitig sind die Bewohner dieser Länder immer besser über die sehr viel angenehmeren Bedingungen in Europa informiert und die vermutlich stehts wachsende „Infrastruktur“ an Schlepperbanden macht es immer einfacher, diesen Weg zu gehen.

Allerdings ist es laut dem Artikel weniger eine Frage von wirtschaftlich begründetem Opportunismus, als eher die schiere Verzweifelung im eigenen Land. Alles ist besser als zu bleiben, wenn man sich vor dem Verhungern und Kriegsgefahren fürchten muss.

Die Auslöser dieser unwirtlichen Bedingungen hat die westliche Welt laut dem Artikel mit zu verantworten. Allen voran die USA, die es im Nahen Osten trotz ihrer militärischen Interventionen nicht geschafft haben, stabile Regierungen zu schaffen. Stattdessen haben sie Instabilität geschaffen und Organisationen wie den islamischen Staat erst möglich gemacht. Leider können sich die USA aufgrund der großen Entfernung elegant davor drücken, sich an der Hilfe für Flüchtlinge zu beteiligen.

 

Schon lange vorhergesehen hat dies der Film „der Marsch“.

Im Jahr 1990 wurde der Film „Der Marsch“ gedreht. In diesem Film wird gezeigt, wie in einer nicht näher genannten Zukunft Millionen von Menschen aufgrund des Klimawandels aus Afrika flüchten und nach Europa marschieren.

(Der Film) geht von einer unbestimmten Zukunft aus, in der aufgrund des Klimawandels große Teile Afrikas unbewohnbar geworden sind und in Europa die rassistischen Spannungen zugenommen haben.

Prophetisch? Im Nachhinein vermutlich weniger als man damals dachte. Zumindest als ich dachte. Szenen wie diese hier (Link zu YouTube), sind in meinem Gedächtnis haften geblieben. Das war schon im Film eine Überspitzung und wird so nie eintreten. Der Rest des Films ist quasi Realität geworden – gigantische Flüchtlingsströme nach Europa aufgrund einer lebensunwürdigen Situation in Afrika und im Nahen Osten, an der der Westen nicht ganz unschuldig ist.

 

Inzwischen findet man fast alles auf YouTube, also auch den gesamten 90-Minuten Film „Der Marsch“:

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Mythos und Wahrheit über Flüchtlinge in Deutschland.

Die Zahl der Flüchtlinge, die Deutschland dieses Jahr zu erwarten hat, ist auf ein neues „Allzeithoch“ von bis zu 800.000 gestiegen. Allerdings sollte man sich vergegenwärtigen, dass Deutschland in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg über 12 Millionen Flüchtlinge aufgenommen und in die Gesellschaft integriert hat. Die meisten davon sind heutzutage wirtschaftlich und kulturell eine wertvolle Bereicherung unseres Landes.

Es gibt zur Zeit viele Mythen über Flüchtlinge, die – weniger faktenbasiert als populistisch – fieses Öl ins Feuer schütten. Mit 10 Mythen räumt dieser Artikel in der Zeit Online auf. Zum Beispiel ob wir wirklich keinen Platz für alle Flüchtlinge haben, die hierherkommen, oder ob wir wirklich mehr aufnehmen als andere Länder (stimmt zum Beispiel beides nicht). Auch wird nicht beachtet, dass es den meisten wirklich schlecht geht (trotz Handys) und sehr gerne hier arbeiten (und damit unser Wirtschaftssystem unterstützen) wollen. Die Antwort auf diese 10 Mythen sollte sich jeder durchlesen, der noch Zweifel daran hat, dass es gut und richtig ist, diesen Menschen jetzt zu helfen.

 

 

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Real Life First Person Shooter mit Chatroulette

Sehr coole Idee und recht aufwendige Umsetzung: eine Art Real Life First Person Shooter mit Überraschungsteilnehmern auf Chatroulette, Skype und Omegle.

 

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Das „Behind the Scenes Making Of“ gibt es natürlich auch auf YouTube zusehen.

Wobei ich echt nicht mehr gedacht hätte, dass es Chatroulette überhaupt noch gibt.

 

 

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Netzauslese: Work-Life Balance, Tsipras, Pressefreiheit, Digitale Agenda

Ein paar Lesetipps:

Dustin Moskovitz plädiert für eine bessere Work-Life-Balance in der Tech-Branche. Pausen und Erholung sind wichtig. Mehr Arbeitsstunden ist nicht immer von Vorteil, teilweise wirken sie sich sogar negativ auf das Ergebnis aus. Gilt alles auch für die Werbebranche, denke ich.

 

Eine Lobhudelei an Tsipras den Großen auf RolandTichy.de:

Denn wenn es etwas gibt, an dem dieses Land krankt, dann ist es das traditionelle Nichtverhältnis seiner Bürger zu ihrem Staat. Solange die Griechen ihren Staat lediglich als kostenlose Sozialstation betrachten, wird Griechenland mental in der Dritten Welt verharren. Tsipras aber könnte es sein, der Ihnen erklärt, dass ein moderner Staat andere Anforderungen an seine Bürger stellt als jene traditionellen Verhaltensmuster byzantinisch-osmanischen Ursprungs. Geben wir ihn diese Chance.

 

In einem Artikel auf Zeit Online heißt es, die deutsche Pressefreiheit ist ein Fall für die UN. Sei es die Heckler&Koch Geschichte, die Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung oder die Affäre um Netzpolitik.org. Es ist anscheinend einiges im Argen hinsichtlich den Bestrebungen der Politik und der Pressefreiheit in Deutschland, weswegen Katharina de la Durantaye dies der UN gemeldet hat. Die hören so etwas eigentlich nur aus Ländern wie Russland oder Saudi Arabien. Wird also spannend sein, mitzuverfolgen wie die UN jetzt reagiert. 

 

Vor einem Jahr hat die Bundesregierung die Digitale Agenda verabschiedet. Denn Deutschland hat noch viel Potential in diesem Bereich, wie andere Ländern zeigen. Leider ist in diesem Bereich noch längst nicht so viel passiert, wie man sich wünschen würde. Deutschland verpasst den Anschluss, wenn es ihn nicht schon längst verpasst hat.

 

 

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Dismaland: eine faszinierende Dystopie von Streetart Künstler Banksy

Dismaland ist das neue Projekt von Streetart Künstler Banksy. Ein „Bemusement Park, unsuitable for children“. Bemusement heißt Verwirrung, Irritierung und beschreibt diese Dystopie sehr gut. Banksy nimmt sich mit diesem Park also die Vergnügungsindustrie vor. Was auf den ersten Blick tatsächlich wie ein Disneyland aussieht, wird auf dem zweiten Blick schnell zu einer beklemmenden, verwirrenden Schreckensvision.

 

Banksy Dismaland

 

Banksy hat für dieses Projekt zusammen mit 60 weiteren Künstlern ein leerstehendes Freibad in Großbritannien umgebaut. Am 22. August eröffnet Dismaland für leider nur 5 Wochen seine Tore.

 

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Mr. Robot: Eine Hommage an Hacktivismus.

Mr Robot - Elliot Alderson

Seit einigen Wochen gibt es eine neue Serie, die mich und viele andere fasziniert: Mr. Robot.

Elliot Alderson ist ein White Hat Hacker bei Tag und arbeitet für Allsafe Security, die die Evil Corporation beschützen. Er leidet unter „Social Anxiety Disorder“, gleichzeitig hackt er sich nachts in die E-Mail Postfächer und Social Network Profile seiner Kollegen und Bekannten, um sie auszuspionieren und zu beschützen. Zusätzlich verliert er sich in einem immer stärkeren Morphiumrausch.

Unter einem Hoodie Schutz vor der sozialen Außenwelt suchend, strolcht Elliot durch New York und wird von Mr. Robot (Christian Slater) geködert, sich der fsociety anzuschliessen. Einer Untergrundorganisation von Hackern, die der Anonymous Bewegung nachgestellt sind. Bis hin zu den albernen Masken.

Die fsociety hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Evil Corp. zu attackieren, da diese 70% der weltweiten Kredite hält. Das Ziel ist eine gigantische Umverteilung dieser digital gespeicherten Vermögenswerte. Denn, so erzählt Mr. Robot: seit der Entkoppelung vom Goldstandard ist Geld nur noch ein Betriebssystem. Eines, das man hacken kann.

Neben Elliot und Mr. Robot gibt es noch Tyrell. Ebenfalls Hacker. Einer der sich auf der Seite der Bösen eingerichtet hat. Als IT Chef von Evil Corp ist er der Gegenspieler von Elliot und Mr. Robot. Aalglatt und von Anfang an unsympathisch, wie es sein muss.

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Vieles mutet auf den ersten Blick sehr klischeehaft an. Allsafe und Evil Corp als Firmennamen. Die Morphiumsucht von Elliot. Genauso die Eigenbrödlerei, die sozialen Ängste und der Hoodie als Schutz vor der Außenwelt. So stellt man sich Hacker vor.

Dennoch ist die Serie von der ersten Folge an faszinierend. Die Charaktere sind polarisierend und vielschichtig. (Christian Slater ist sowieso eine coole Sau, aber das habe ich schon immer gesagt.)

Sehr gut gemacht ist auch die cineastische Aufmachung der Serie. Die Kameraführung, die eigenwilligen Bildausschnitte und die oft sehr dunkle Ausleuchtung machen sehr viel Spaß beim Zuschauen.

Die Serie überzeugte auch beim SXSW Festival diesen Jahres:

It’s a testament to the blend of cinematic execution that’s invaded episodic narratives in recent years, in combination with the sort of character-centered storytelling that defines the most engaging storytelling. Most importantly, it inspires memories of the 1995 film „Hackers,“ in the best possible way. 

Die Serie läuft erst seit Juni 2015 und ist in Deutschland nur über iTunes auf Englisch zu sehen. Da die Folgen  in den USA im Fernsehen auf altmodische Weise ausgestrahlt werden, kann man auch auf iTunes nur 1x pro Woche eine neue Folge herunterladen.

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Netzauslese: Samwers neuer Fund, Ölpreis Gewinner, die neue Internet-Architektur, BuLi via YouTube

Eine neue Sammlung von Links zu Artikeln, die ich in letzter Zeit interessant fand:

Oliver Samwer sammelt schon wieder Geld ein, das kann er anscheinend wie kein zweiter. Über 1 Milliarde soll der neue Rocket Internet Growth Fund werden. Was noch fehlt, ist eine zweite Erfolgsstory im Stil von Zalando. Da Investoren zur Zeit aber wenig Möglichkeiten haben, ihre Gelder zu investieren, sollte Samwer es nicht schwer haben, diesen Fund zusammen zu sammeln.

 

Apropos Wirtschaft: Der Ölpreis sinkt seit einiger Zeit, und es gibt Gewinner wie auch Verlierer. Grund dafür sind angeblich die lahmende Wirtschaft insbesondere im Großabnehmerland China, aber auch die Weigerung der Saudis, ihre Produktion zurückzufahren. Dadurch herrscht zur Zeit ein Überangebot von 2 Millionen Barrel am Tag. Wer die Bücher von Dirk Müller oder auch „The Grand Chess Board“ von Zbigniew Brzezinski gelesen hat, wird nicht umhinkommen einen größeren Plan dahinter zu vermuten. Wie z.B. die gezielte Schwächung der russischen Wirtschaft. Aber das wird vermutlich nie irgendwo offiziell gesagt werden.

 

Im Podcast Six Pixels of Separation interviewed Mitch Joel David Weinberger – Netzvordenker und einer der Autoren des legendären Cluetrain Manifests. Konkret sprechen sie über einen Artikel von David Weinberger mit dem Titel „The Internet That Was (and Still Could Be)“ im Atlantic Magazine. Sollte man gelesen haben. Denn es geht darum, dass viele mittlerweile das Internet nicht mehr nutzen, wie es ursprünglich gedacht war, teilweise nicht mal mehr wissen, dass sie das Internet nutzen.

 

FoxSports streamt die Bundesliga über YouTube. Mit einem kleinen Trick kann man sich das sogar hier in Deutschland ansehen. Und via Chromecast lässt sich das auch über einen HD Fernseher genießen. Vielleicht schaue ich diese Saison ja ein wenig mehr Fussi.

 

 

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