Minority Report und die Qualität der Daten.

Manchmal muss man zwei Artikel nur direkt nacheinander lesen, um Angst zu bekommen. Erst ein Spiegelartikel, in dem davor gewarnt wird, öffentlich verfügbaren Daten aus Social Networks zu vertrauen, und gleich danach ein Artikel auf Netzpolitik.org, in dem erklärt wird, wie Landeskriminalämter verschiedener Bundesländer mit Predictive Modelling auf Basis öffentlich verfügbarer Daten Verbrechen vorherzusagen.

Das klingt wie Minority Report, in dem die „Precogs“ Verbrechen vorhersagen sollen. Philip K Dick lag damit nur wenig daneben, die hier im Einsatz befindliche Software heisst „PreCobs“.

Hier zwei Zitate aus den Artikeln:

 

Auf Spiegel Online gelesen:

Nun aber warnen zwei Forscher im Fachblatt „Science“ vor einer allzu naiven Nutzung solcher Daten. Diese seien oft nicht repräsentativ, verzerrt und wegen diverser Einschränkungen der Social-Media- Plattformen ungenau (…) Alle Studien, die auf Daten aus sozialen Netzwerken basieren, sind in irgendeiner Art von diesen Problemen betroffen

Besonders problematisch sei, dass Unternehmen wie Geheimdienste solche Analysen praktisch täglich durchführten. Das Ganze finde hinter verschlossenen Türen statt – ohne ausreichenden öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs. „Wie solide sind dann diese Schlussfolgerungen?“, fragt Helbing. „Wenn jemand aufgrund solch einer Analyse kein Flugzeug mehr besteigen darf oder keinen Kredit bekommt, ist das nicht lustig.“

 

Und kurz danach auf Netzpolitik.org gelesen:

Die Landeskriminalämter Bayern und Nordrhein-Westfalen sind derzeit mit Tests zur Wirksamkeit von “Predictive Policing” befasst. Eine Vorhersagesoftware soll Anhaltspunkte liefern, wann und wo ein Wohnungseinbruch bevorsteht.

Aus “kriminalstrategischen Erwägungen” liege der Fokus zunächst auf Wohnungseinbruch. Soweit sich dort positive Ergebnisse nachweisen lassen komme “die Ausweitung solcher Anwendungen auch auf weitere Deliktsfelder in Betracht”. Die Software soll jenseits der polizeilichen Nutzung auch Informationen “für Zwecke der Sozialpolitik oder des Städtebaus” liefern.

Die in Deutschland getestete Vorhersagesoftware verarbeitet zunächst keine Personendaten. Neben Informationen zu früheren Einbrüchen werden weitere “frei zugängliche Datenquellen” eingebunden. Hierzu gehören “bauliche Gegebenheiten in Stadtbezirken, Verkehrsinfrastrukturen, Wetterdaten”. Um die Wirksamkeit der vorhersagenden Analyse zu steigern, können weitere Daten herangezogen werden.

 

Noch werden Daten aus Social Networks nicht für die Verbrechensvorhersage genutzt. Aber ist es auszuschliessen?

Ich kenne einen Fall in meinem Bekanntenkreis, wo jemand von der Polizei auf Basis eines Vergleichs des Facebook-Profilfotos mit dem Foto einer Geschwindigkeitskontrolle überführt wurde. Das ist der erste Schritt …

 

 

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Star Wars: the Force Awakens Teaser-Trailer

Ich glaube kaum, dass es noch irgendjemanden gibt, der diesen Clip noch nicht gesehen hat, oder? Zumindest niemand, der sich für die Star Wars Reihe interessiert…

Andererseits ist es nicht das primäre Ziel dieses Blogs, aktuelle Themen als erstes zu liefern, sondern im Sinne eines Web-Logbuchs das zu protokollieren, was mich im Web interessiert. (Auch wenn das zur Zeit auch irgendwie nicht richtig funktioniert).

Also dann: may the force be with you. Ich freu mich schon auf nächsten Dezember.

 

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