Die Verlagsbranche hat den Schuss immer noch nicht gehört.

 

In diesem Artikel bei Werben & Verkaufen stehen gleich zwei Dinge, die einem zu denken geben sollten:

 

„Der Präsident des Beschwerdeführers Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) Hubert Burda, unterstrich: “ Eine faire und diskriminierungsfreie Suche mit gleichen Kriterien für alle Webseiten stellt eine essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung des europäischen Medien- und Technologiesektors dar.“ Die EU solle alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumentarien nutzen.“

 

Das ist, genau genommen, ein ähnlicher Aufruf zu einer „Netzneutralität“ wie man es zur Zeit in Richtung Telekom hört. Ob User aufgrund fehlender Bandbreite oder benachteiligter Platzierung in Suchtrefferlisten verschiedene Websites nicht mehr aufsuchen können, ist für das Endergebnis egal: die Netzneutralität ist nicht mehr gewährleistet.

Haben die Medien noch nicht bemerkt, dass es hier Parallelen gibt, dass ihre Online Angebote in beiden Fällen betroffen sind? Dennoch findet die Netzneutralitätsdebatte in den klassischen Medien immer noch nicht ausreichend statt. Wenn die Medien nun anscheinend doch an einer Netzneutralität interessiert sind, warum schreiben sie dann so einseitig über das Thema?

 

Punkt zwei finde ich jedoch viel unsinniger und gar frech:

 

„Allerdings seien in Google News nur diejenigen Medien vertreten, die zuvor einen Robot-Abruf erlaubt haben. „Dies lässt Presseverlagen kaum eine andere Wahl, als die Nutzung ihrer Inhalte in Google News hinzunehmen, wenn sie bei der Websuche nach einem bestimmten aktuellen Thema gefunden werden wollen,“ monieren die Verleger.“

 

Ja verdammte Axt! Erst zwingt die Verlagsbranche durch das blödsinnige Leistungsschutzrecht Google dazu, Geld dafür zu bezahlen, dass es Verlagsangebote in den Google News verlinkt. Ist doch klar, dass Google sich jetzt vor unnötigen Ausgaben schützt und nur per „Opt-in“ Verlagsangebote verlinken will, die kein Geld für diese Links fordern.

Und jetzt? Jetzt hat die Verlagsbranche endlich gemerkt, dass sie ja durchaus selbst einen Vorteil davon hatten, in Google News mit Link vertreten zu sein und beklagen die Tatsache, dass Google sich auf diese Weise absichert.

Die Verlagsbranche hat den Schuss nicht gehört. Google hat keinerlei Verpflichtung den Verlagen gegenüber, diese zu verlinken. Wenn Google sich jemandem gegenüber verpflichtet fühlt, dann den Nutzern, die natürlich gerne weiterhin per Google News Suche Verlagsangebote finden möchten.

Warum sollte Google dafür zahlen, dass sie den Verlagen Leser liefern?

 

Update: auch bei Golem steht jetzt etwas dazu.

 

 

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Best of Web – ein Aggregator Video der besten HD Videos

 

Man ahnt kaum, wie viel Arbeit sich manche Leute machen, um im Web Inhalte zu veröffentlichen. Eigene oder fremde, aufgearbeitete, das ist oft egal.

In diesem Video hat Luc Bergeron in knapp 5 Minuten seine Auswahl der besten HD Videos aus Vimeo, YouTube & Co zusammen geschnitten. Die muss man erst mal alle gefunden und gesehen haben!

Das Keyvisual ist natürlich ein Hingucker, auch wenn die Szene im Clip nur 2 Sekunden lang ist.

 

 

Da das bereits Nr. 5 einer Serie ist, findet man unter dem Video Links zu den anderen 4 Videos. Viel Spaß!

 

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Burnout Party bei den Harley Days in Hamburg

 

Eigentlich müsste man die Harley Days und den MoGo (Motorrad-Gottesdienst) in Hamburg auf ein Wochenende legen. Das war jetzt schon das zweite Wochenende in kurzer Zeit, an dem die gesamte Stadt von Motorradlärm erzittert und diverse Ausfallstraßen längere Zeit wegen der Motorrad-Korsos gesperrt sind. Schön anzusehen, aber teilweise auch lästig.

Was jedoch besonders Spaß macht an solch einem Wochenende: die Action auf dem Kiez. Samstag Abend war auf der Reeperbahn die Hölle los. Viele Leute fuhren ihre Mopeds und getunten Autos auf der Reeperbahn zur Schau die Meile hoch und runter, die Meute stand Spalier, filmte und applaudierte.

Die Meute forderte die Mopedfahrer hingegen heraus, Burnouts auf der Straße zu machen. Insbesondere vor dem Herzblut kam es immer wieder zu spektakulären Gummiqualmwolken, wie z.B. in diesem Video, das ich am Samstag Abend gemacht habe:

 

YouTube Preview Image

 

Der Reifen war danach durch. Man konnte quasi seinen Finger durch das Gummi stecken. Für die Meute war es jedoch ein riesiges Schauspiel.

 

 

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