Hamburger Abendblatt Wochenend-Spam.

 

Laut meedia.de wird es ab dem 12. Januar eine neue Variante des Hamburger Abendblattes geben – eine Wochenend-Ausgabe mit den wichtigsten Meldungen der Woche.

Das Konzept lautet: „Best-of-the-Week Nachrichten aus Hamburg und Umgebung, Veranstaltungstipps fürs Wochenende, Fernsehprogramm, regionale Rubrikenmärkte“.

Es ist der zweite Teil der Meldung von meedia, der beunruhigt:

Der Fokus liegt auf den Werbekunden – die erreichen laut den Mediaunterlagen nämlich auch sogenannte Werbeverweigerer. Auch die Briefkästen, die Werbeverbotsschilder haben, werden bestückt. Werbekunden können sogar Teilbelegungen nach Bezirken wählen. Mit der Maßnahme soll nach dem Berliner Vorbild die Reichweite der Marke auch auf Nicht-Abonnenten bzw. Käufer ausgedehnt werden.

Noch mal zusammengefasst: das Hamburger Abendblatt wird am Wochenende ein Anzeigenblatt, getarnt als Wochenendausgabe, aber mit einfach nur aufgewärmten Inhalten, und das alles nur, um die Werbe-Verbote Deutscher Briefkästen zu umgehen?

Was für eine schwachsinnige  Idee ist denn das? Ist das ein Versuch einer Antwort auf das Zeitungssterben?

 

 

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Projecteo – ein winziger Instagram Diaprojektor.

Sieht aus wie ein Spielzeug Projekter, der Projecteo. Im Prinzip ist er das auch. Der Erfinder wollte die Magie von Dias auf die moderne Welt von iPhone und Instagram projizieren. Natürlich nicht in einem Standardformat, sondern in einem winzigen Format. Der Projecteo passt auf eine Handfläche. Wirklich süß, aber wozu braucht man sowas?

 

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Das Projekt kann man bei Kickstarter unterstützen und dann vielleicht, in ein paar Monaten, seinen Hamstern eine Diashow vorführen.

 

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Was nach dem Zeitungssterben bleiben wird.

 

Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich in den letzten Tagen sehr viel mehr mit dem Zeitungssterben. Und wundere mich, dass das Wissen darum jetzt erst so richtig „Mainstream“ zu werden scheint.

Die Verlagsbranche hat in den letzten Jahrzehnten gutes Geld verdient und stand gut da. Seit einigen Tagen mäandert in Deutschland allerdings eine Flutwelle von Artikeln zum Zeitungssterben durch die Redaktionen, als hätte man erst jetzt so richtig realisiert, was digitale Infrastrukturen für die Medienbranche bedeuten werden. Dass in den USA in den letzten Jahren hunderte von Zeitungen gestorben sind, wollte hier wohl keiner so richtig wahrhaben. Erst wenn Branchengrößen wie die Frankfurter Rundschau oder die Financial Times eine Kernschmelze erleiden, bemerkt man den GAU, der sich schon seit mehr als 10-15 Jahren angekündigt hat.

Warum konnten die Zeitungen / die Printmedien (um das etwas weiter zu fassen, denn es sterben demnächst mit Sicherheit auch Wochen- und Special-Interest-Magazine) denn bisher überhaupt so gut überleben, und was hat sich durch digitale Infrastrukturen in der Informations-Diffusion geändert?

In jeder Branche mit hohen Gewinn-Margen gibt es eine Verknappung von einem oder mehreren Gütern – sonst könnten die Anbieter keine hohen Margen erzielen.

In der Zeitungsbranche waren es meiner Meinung nach drei Verknappungsfaktoren:

  • Die verfügbare Fläche für Inhalte und Werbung, gemessen in Seiten. Wer ein Teil des „Real Estate“ einer Zeitung belegen wollte, musste viel Geld zahlen, daher konnten hohe Werbeeinnahmen erzielt werden.
  • Die logistische Reichweite einer Zeitung. Nur die großen überregionalen Zeitungen werden bundesweit verkauft, weswegen extrem viele lokale und Regionale Zeitungen zeitgleich existieren können / konnten.
  • Die Qualität der Artikel und Reportagen. Guter Journalismus produziert nur eine bestimmte Menge an Inhalten pro Tag oder Woche – der Rest wird aus den Pressetickern abgeschrieben.

Das Internet – generell die digitalen Zubringer von Daten und Informationen – haben mindestens zwei dieser Verknappungen ausgehebelt. Was muss also passieren?

 

Neue Einnahmequellen sind gefordert

Die verfügbare Fläche ist nicht mehr begrenzt. Begrenzt sich nur noch die Page Impressions pro Tag, basierend auf den Besuchern pro Tag. Außerdem hat es sich im Web etabliert, viele kleine Werbeformate zu verkaufen, die vergleichsweise weniger Ertrag bringen als ihre „Vorfahren“ in den gedruckten Ausgaben. Was benötigt wird sind also neue Arten von Einnahmequellen. Micropayments, Dienste wie Flattr für journalistische Inhalte, Affiliate, Partnerschaften, Paywalls, etc. Was Nutzer akzeptieren, ist noch nicht klar und kann sich auch von Medium zu Medium unterscheiden. Hier wurde in den letzten 10 Jahren viel zu wenig ausprobiert, sodass die Branche jetzt, wo es langsam Zeit wird, immer noch nicht weiß, wo die Reise hingehen sollte.

 

Regionale Medien müssen ihre Nische bedienen

Die Tatsache, dass es keine regionale Begrenzung von Zeitungen mehr gibt, bedeutet aber auch, dass man mit wenigen Klicks auf allen Zeitungs-Websites dieselben Stories lesen kann. Die Angebote sind somit austauschbar. Was an überregionalen oder internationalen Stories im Hamburger Abendblatt steht, findet man auch in jeder anderen Zeitung in Deutschland. Hier können nur die gewinnen, die lokale Inhalte („Hyperlokaler Journalismus„) bieten und nahe an ihrer lokalen Zielgruppe sind.

 

Nutzer werden nach Qualität verlangen und dafür bezahlen

Und damit kommen wir zum dritten Punkt: Qualität. Die ist immer noch knapp. Auch und gerade in den digitalen Medien. Natürlich gibt es einige Blogger, die erfolgreich gute Inhalte bloggen. Aber es gibt Millionen andere, die das Netz mit Katzenbildern zu kleistern. Wenn sich in ein paar Jahren die Zahl der Medienmarken sehr stark reduziert haben sollte, dann wird man sehen, wie unaufgeräumt das Netz ist, wenn man wirklich handfeste, gut recherchierte oder kuratierte Informationen benötigt. In diesem Chaos nutzergenerierter Inhalte wird man sich nach Medienmarken sehnen, die hinsichtlich Qualität und Belastbarkeit von Informationen etwas Sicherheit geben.

Hyperlocal und Qualität sind meiner Meinung nach die besten Ansatzpunkte für Medien, die in der digitalen Welt einen nachvollziehbaren Vorteil bieten wollen. Gut recherchierte Stories oder fundierte Meinungen. Lokale Nachrichten oder Tipps, die man nirgendwo anders bekommt. Das ist auch das, was Matthias Döpfner in der Welt Online mit dem Titel „Der Journalismus hat das Beste noch vor sich“ schreibt.

Alle Welt redet vom Zeitungssterben. Doch Journalismus ist nicht vom Papier abhängig. Zeitung kann auch digital zum Leser kommen. Gute Zeiten für Verleger, die Wachstum gestalten wollen.

Man sollte in der aktuellen Diskussion den Übertragungsweg (Tinte auf totem Holz) von den Inhalten trennen. Gute Inhalte werden weiterhin nachgefragt und bezahlt. Alles andere, also redundante Inhalte oder Inhalte fragwürdiger Qualität werden diese Phase nicht überleben.

Im Übrigen werden große Medienmarken in Zukunft nicht mehr nur große Verlagshäuser sein. Ich schätze, dass sich noch einige Blogger professionalisieren werden (wie es in den USA viele bereits getan haben und damit viel Geld verdienen). Des Weiteren werden sich viele Journalisten, die im aktuellen Zeitungssterben ihren Job verlieren, mit einem Blog die Zeit vertreiben, bis sie merken, dass sie damit ebenfalls gutes Geld verdienen können.

Insofern glaube ich, dass die Medienlandschaft in Deutschland sehr viel Potential hat, noch viel interessanter zu werden als jemals zu vor. Nur wird in Zukunft sehr viel weniger auf totem Holz stattfinden und auf Lastwagen zu den Lesern gefahren werden müssen. Das tut auch der Umwelt gut…

 

 

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Das rätselhafte Niantic Project.

 

Seit Anfang November scheint ein neues Alternate Reality Game bis zum offiziellen Launch Buzz aufbauen zu wollen: Das Niantic Project.

Die Tatsache, dass Google dahinter steckt, respektive der ursprüngliche Erfinder von Google Earth (als die Firma noch Keyhole hieß und nicht zu Google gehörte), lässt darauf schliessen, dass hier etwas Größeres das Licht der Welt erblicken wird.

Es ist nicht einmal wirklich bestätigt, ob es wirklich ein ARG sein wird. Allerdings gehen sämtliche Spekulationen bislang in diese Richtung.

Die Website des Niantic Project sieht aus wie eine Pinnwand, auf der jeden Tag neue Informationen hinzukommen. Teilweise sehr mysteriöse Hinweise, entweder als Text,als Video oder als Audioaufnahme.

Der Slider ganz unten scheint darauf hinzudeuten, dass diese Phase von was auch immer bis zum 30. November gehen wird.

 

Niantic Project Website

 

Interessant ist die Verbindung zu einer neuen Google App namens „Ingress„. In dem Video zu Ingress wird auf das Niantic Project Bezug genommen. Die Website bewirbt aber nur eine neue AR App. Der Hinweis auf das Niantic Project erscheint nur in dem Video auf der Website, ansonsten kein Link. Sehr verwirrend:

 

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Man darf gespannt sein, was hier Ende November enthüllt wird. Ich fürchte nur, für mich als iPhone User wird es keine App und damit kein ARG geben…

 

 

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Der 4 Hour Chef – Meta Learning von Tim Ferris

Nächste Woche erscheint das neue Buch von Timothy Ferriss: The 4-Hour Chef (Der 4 Stunden Koch). Das dritte Buch in der bisher sehr erfolgreichen „4 hour“ Serie.

Der Titel ist etwas irreführend, denn in dem Buch geht es gar nicht primär darum, Kochen zu lernen. Stattdessen dreht es sich um ein Konzept, das Tim Ferriss als „Meta Learning“ bezeichnet. Eine Methode, wie man (fast) alles innerhalb von 6 Monaten lernen kann. Dass Tim Ferriss dieses Konzept selbst nutzt, hat er schon mehrfach bewiesen, wie er zumindest behauptet.

Nach  der Lektüre seiner vorigen Bücher, deren Inhalte relativ fundiert erschienen, glaube ich auch, dass er eine gute Methode gefunden hat, alles Mögliche innerhalb kürzester Zeit zu lernen. Andererseits halte ich Tim für außerordentlich schlau und bin mir sicher, dass viele seiner Ideen und Vorschläge für die meisten Menschen da draußen nicht umsetzbar sein werden. Hier ist ein Video, in dem erklärt wird, worum es bei The 4-Hour Chef geht.

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Das Buch erscheint übrigens am 20. November bei Amazon – und fast ausschliesslich bei Amazon. Da Ferriss diesen Verlag ausgewählt hat, wird er anscheinend von allen anderen Verlagen in den USA boykottiert.

 

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