Openstreetmap – ein weiteres Wiki Projekt

Ja, es gibt Google Maps, das an Usability und offenen Schnittstellen kaum etwas zu wünschen übrig lässt. (Und es gibt MS Virtual Earth, das mich wegen schlechter Usability zur Zeit sehr verärgert.)

Nun baut die Webgemeinde einen Konkurrenten: Open Street Map.

Warum machen sie das, wenn es doch bereits andere Kartendienste gibt?

Geoinformationen sind heutzutage selten frei erhältlich. Wer eine Anfahrtskizze auf seine Homepage stellen oder in ein Druckwerk einbinden möchte, kann dies oft nur durch das Einkaufen einer (unter Umständen sehr teuren) Lizenz für proprietäres Kartenmaterial tun.

Ähnliches gilt für Forschung und Lehre. Wer für den Unterricht eine Wahlkreiskarte oder dergleichen benötigt, muss oft auf proprietäre Daten zurückgreifen – oder begibt sich auf juristisches Glatteis.

Wer ein Navigationsgerät erwirbt, zahlt einen nicht unerheblichen Preis für das beiliegende digitale Kartenmaterial. Oftmals stellt sich erst nach dem Kauf heraus, dass das Material unvollständig und veraltet ist.

OpenStreetMap beendet die Abhängigkeit von den Anbietern proprietärer Daten und setzt dem reinen Konsumieren kreative Aktivität entgegen. Durch die Zusammenarbeit der Projektmitglieder entsteht eine freie Geodatenbank, die weltweit allen Menschen zur Verfügung steht.

Leider wird das Projekt mit Sicherheit auf lange Zeit keine Satellitenbilder zur Verfügung stellen können, denn die kosten immer noch sehr viel Geld.



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