Bill Gates‘ neues Startup

Eine interessante Meldung vom reichsten Geek des Planeten: er scheint ein neues Unternehmen – einen Thinktank gegründet zu haben:

Microsoft-Gründer Bill Gates baut ein eigenes Start-up auf. Über die Firma in Kirkland (Washington) ist bislang wenig bekannt. Wie drei IT-Journalisten aus der Region erfahren haben, ist das Büro in der Nähe von Gates Villa vollgestopft mit Microsoft-Hardware. […] Die Firma mit der Bezeichnung bgC3 ist nach offiziellem Bekunden eine Denkfabrik und soll nach Angaben eines Gates-Insiders keine eigenen unternehmerischen Ziele haben, sondern Überlegungen und Planungen von Gates zu Wissenschaft und Technik unterstützen und koordinieren.

Bin mal sehr gespannt, was dabei rauskommen wird und ob es seinen neuen karitativen Zielen zu Gute kommt, oder ob er einfach „neu anfangen“ will.

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Internet für alle in Frankreich

Frankreich wird mit Milliardeninvestitionen die Internetinfrastruktur ausbauen und das Land flächendeckend mit Breitband versorgen. Leben wie Gott in Frankreich bekommt dann eine zusätzliche Dimension – zumindest für Netzjunkies wie mich.

«Das Internet ist jetzt eine lebenswichtige, weltweite Infrastruktur von allgemeinem Interesse und muss als solche behandelt werden», sagte Staatssekretär Eric Besson am Montag in Paris. […] Das Projekt wird mit den Straßenbau-Vorhaben der 30er Jahre zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise verglichen.

Richtig so. Die Franzosen haben’s begriffen. Nur bei uns haben einige Politiker wahrscheinlich immer noch Leute, die für sie das Internet bedienen.

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Liveshopping bei Rabattschlacht.de

Die URL ist natürlich ein Brett: www.rabattschlacht.de. Gleichzeitig lenkt sie ein wenig vom eigentlichen Shopping Mechanismus ab. Denn es ist keine Schlacht wie beim Sommerschlussverkauf, bei der jeder gegen jeden am Grabbeltisch antreten muss.

Stattdessen hilft jeder Nutzer mit seinem Einsatz, den Kaufpreis für alle zu senken:

Ich kann den Preis nun für 1 Minute aufdecken und in dieser Zeit live beobachten, wie der Preis fällt. Ich sehe, wer sonst noch an der aktuellen Schlacht teilnimmt und kann mit den Gegenspielern chatten. Jeder User kann jederzeit zuschlagen, wenn ihm der Preis gefällt. Alle teilnehmenden User in der Schlacht senken den Preis. Das heißt, je mehr User in der Schlacht sind, umso schneller fällt auch der Preis.

Man zahlt 90 Cent und kann 1 Minute sehen, wie der Preis fällt – und dann das Produkt ggf. kaufen. Angeblich trägt dieses System auch die Preisreduzierung. Zumindest steht hier, dass die verkaufenden Unternehmen keine Preisnachlässe geben müssen.

Rein rechnerisch erscheinen die drei Punkte paradox:

  1. Noch ist der Preis für Sie verdeckt. Treten Sie der Schlacht bei und decken den Preis auf (0,90 €/min.)
  2. Beobachten Sie, wie der Preis fällt. Jeder Teilnehmer der Schlacht senkt den Preis um 0,50 € pro Minute.
  3. Wenn Ihnen der Preis zusagt, kaufen Sie. Ansonsten warten Sie einfach bis der Preis weit genug gepurzelt ist.

Ich zahle 90 Cent und trage nur 50 Cent zur Preisminderung bei? Wenn tatsächlich jeder in derselben (ersten) Minute das Produkt kauft, dann hat ja jeder einen Verlust von 40 Cent gemacht. Das bedeutet, dass das System nur funktionieren kann, wenn mehr Leute reinschauen als kaufen. Mit anderen Worten: in diesem System subventionieren die unschlüssigen Mehrfachzauderer die schnellentschlossenen Sofortkäufer…

Am Ende fühlt man sich womöglich genötigt, irgendwann mal etwas zu kaufen, denn man ja schon öfter mal 90 Cent investiert und möchte endlich einen „Return on Investment“ mitnehmen.

Oder ist das jetzt eine Milchmädchen Rechnung gewesen?

[PS: Jens Kunath von Rabattschlacht.de listet die Verkäufe des ersten Tages auf]

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Vom persönlichen Wert der Redundanz

Bei Nerdcore steht’s eigentlich schon, aber ich bin der gleichen Meinung und genau darum schreibe ich es hier auch noch mal hin: Redundante Inhalte im Web sind gar nicht so schlimm. Oder, mit den Worten von René, der das bereits wundervoll formuliert hat:

Ich editiere eine Website. Und diese Website ist thematisch auf das fokussiert, was mich, alleine mich anmacht.

Alles, was mich im Feedreader anspringt, landet hier und dass diese Themen auch andere Menschen interessiert, ist super, aber nicht meine Motivation

Es geht mir beim Bloggen also vor allem lediglich um mich und meine Website und den Content, den ich da haben will. Und ich verstehe es tatsächlich überhaupt nicht, warum ich da andere Websites zum Maßstab machen soll.

Wenn ich aber auf anderen Blogs oder Websites etwas finde, das ich auch bei mir haben will, dann ist mir ebenso wurscht, wie „groß“ das Blog ist, wie bekannt, wer das jetzt schon alles gelesen hat oder wie redundant das ist.

Diese Redundanz nennt man in diesem Falle aber Vernetzung und ist in diesem Internetz nicht unwichtig, um es mal vorsichtig auszudrücken. Wenn man diese Redundanz online vermeidet, arbeitet man gegen eins der Grundprinzipien des Netzes. Ohne diese Redundanz wäre das Internet nur eine Sammlung von Dokumenten und den Hyperlink könnte man in die Tonne treten.

Mir geht das genau ähnlich. Meine Blogs spiegeln meine Interessen wieder und ich schreibe diese Blogs in der Form eines Web-Logbuchs: Hier steht, was ich gefunden habe und ggf. meine Meinung dazu. (Verzeiht mir, wenn ich nicht immer eine differenziert Meinung zu jedem Scheiss habe, den ich im Netz finde und hier poste.)

Solange dieses Blog aus meiner Sicht komplett ist, stört mich die Redundanz im gesamten Internet nur marginal. Suchtechnologien werden immer besser, im Zweifelsfall werden nur wenig durch diese Redundanzen verwirrt.

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