Archiv für Januar 2008

Mal so richtig teuer.

Ihr habt keinen Plan, was Ihr euch als nächstes kaufen solltet? Gerade heute sollte man sicherlich keine Aktien kaufen, auch wenn sie billig geworden sind. Stattdessen könntet Ihr für Euer Geld mal so richtig teuere Sachen kaufen.

Z.B. einen Hermes Kohlefaser Koffer für 11.000 Euro (entspricht ca. 216 Daimler Aktien stand heute), Chopards 25 Millionen Dollar Uhr (17 Millionen Euro oder 250.000 Louis Vuitton Aktien), oder den Caran d’Ache 1010 Füllfederhalter für 13.000 Euro (370 BMW Aktien). Oder vieles mehr – die Seite ist einfach unglaublich. Unglaublich voll von Zeugs, das sehr teuer und sehr unnütz ist. Wer bitte will einen Trüffel Burger für 70 Euro essen?

RTL und die Verisse der Vielen.

Mit so schönen Überschriften wie “Ich bin ein Experte, holt mich hier raus” oder “Die Langeweile der Vielen” erscheinen lediglich Verisse einer TV Sendung, die eigentlich sehr vielversprechend klang. Ich hatte selbst keine Zeit, aber wenn man den oben verlinkten Beiträgen glaubt, dann habe ich nicht viel verpasst. Schade, hätte wirklich interessant sein können!

Unsere Wirtschaft ist also nicht gefährdet, Herr Glos?

Weltweit purzeln momentan die Börsenkurse, was Spiegel Online dazu bewegt hat, ein paar Fragen zu beantworten, die ein Bürger und Kleinanleger zur Zeit haben könnte.

Das ist sehr hilfreich, auch wenn es natürlich bewusst oberflächlich gehalten ist. Was mich am meisten verwundert, ist allerdings ein Zitat von Michael Glos auf dieser Seite der Artikelsequenz:

Bundeswirtschaftminister Michael Glos (CSU) behauptet, die Krise an den Finanzmärkten werde keine Auswirkung auf die Konjunktur haben: “In Deutschland und in Europa sind wir nicht direkt gefährdet.”

Das kann man natürlich glauben, wenn man will. Spiegel.de schreibt dazu höflich

Das ist eine äußerst optimistische Sichtweise.

Vielleicht kann Herr Glos seinen Leuten, die für ihn das Internet bedienen, mal sagen, dass sie sich diese Quelle ansehen sollten (pdf). Da steht – schon auf der ersten Seite:

Ohne den erfolgreichen Außenhandel wäre die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts seit dem Jahr 2000 deutlich schwächer verlaufen: Mit Ausnahme des Jahres 2003 hat die Bedeutung des sogenannten Außenbeitrags, des Saldos aus Aus- und Einfuhren von Waren und Dienstleistungen, ständig zugenommen.

Wir sind nämlich, und das schon länger, Exportweltmeister. Wenn die Nachfrage im Rest der Welt zusammenbricht, dann könnten wir sehr wohl direkt davon betroffen sein, sogar mehr als andere Länder…

Auf Seite 11 des genannten Berichts steht dann noch:

Im Jahr 2006 trugen die Warenexporte 21,2 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. 2000 waren es 16,6 %, 1995 nur 13,7 %.

Das finde ich ziemlich viel, wenn ein fünftel der Wirtschaft vom Export abhängt. Fragt sich natürlich, wieviel davon in die EU geht. Dennoch sollte man nicht so einfach behaupten, dass wir nicht gefährtdet sind!

DLD in München, aus der Ferne mitverfolgt

Seit gestern tobt in München der digitale Mob, denn es findet zum dritten mal der DLD (Digital, Life, Design) statt. Auch diesmal wieder mit hochkarätiger Besetzung. Überhaupt scheint es ziemlich voll dort zu sein, wenn man diversen Twitterfeeds und Blogposts glaubt. Gut (für die anderen) also, dass ich nicht dabei bin…

Beim Fischmarkt gibt es Fotos vom Event, die Videos gibt es bei Sevenload zu sehen. Schaue ich mir alles in Ruhe mal an, die Tage.

Ich wundere mich momentan allerdings darüber, dass das erste Panel nur 3 Minuten lang ist und man nur das Intro vom Moderator sieht. Eigentlich war der Clip über 30 Minuten lang. Denn ich habe ihn gestern noch bis dahin gesehen – bis Sir Martin Sorrel seine Ansichten zur globalen Lage für Werbeagenturen im digitalen Zeitalter abgab. Dann wurde der Stream plötzlich unterbrochen und seitdem gibt es das Video nicht mehr auf der Plattform zu sehen. Weiss jemand, ob und wo man es dennoch ansehen kann? Oder warum jetzt nur ein 3 Minuten Schnipsel zu sehen ist?

Bornheimer Depot Bautagebuch – 13.01.08

Das erste Update im neuen Jahr. Und diesmal auch ein etwas längeres, denn ich habe sowohl Fotos von Lio (vom 5. Januar) wie auch von Otto von heute bekommen.

Hier die Bilder von Lio vom 5. Januar:

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(Schön: mit Blick auf meine ehemalige Wohnung! Frage mich, wer jetzt dort wohnt.)

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Und hier die Bilder von Otto von heute:

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(Auch sehr schön: Das Haus direkt gegenüber von meiner ehemaligen Wohnung.)

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Erfassung der Bewegungsdaten

Ein Beitrag bei IT-Frontal weist mich darauf hin, dass im Rahmen des Gesetzes der Vorratsdatenspeicherung mehr als nur die reinen Gesprächs- verbindungsdaten gespeichert werden.

Es sind nämlich sogar die folgenden Parameter:

  • Mögliche Erfassung von Daten zur Position von Mobilgeräten, ohne dass ein Anlass in Form von Kommunikation vorliegt.
  • Erfassung weiterer Internet-Dienste (Chat, Streaming von Videos)
  • Mögliche Erfassung der Aufladedaten von Prepaid-Karten
  • Mögliche Erfassung von Adresswechseln der Teilnehmer
  • Erfassung weiterer Merkmale (MAC-Adresse)

(von hier)

Das bedeutet, dass man sogar in 6 Monaten noch nachvollziehen können wird, wo ich mich heute aufgehalten habe! Die Positionsdaten meines Handys werden noch lange verfügbar sein. Und mal ehrlich: wer hat sein Handy nicht so gut wie immer dabei, wenn er irgendwo hingeht?

Das erschreckt mich. Denn das macht mein Leben tatsächlich auf eine Weise langfristig transparent, die mehr Informationen über mich preisgibt, als ich es erlauben würde, wenn man mich fragen würde. Ich habe nichts zu verbergen, ich besuche keine obskuren Orte, die ich verheimlichen müsste. Aber dennoch habe ich dabei ein mulmiges Gefühl. Das ist nicht mehr virtuell, und damit viel zu real.

Nikolaus Krasser beschreibt in seinem Beitrag noch einige andere Szenarien, wie diese Daten zweckentfremdet werden könnten. Diese Szenarien müssen nicht unbedingt eintreten, aber erschreckend ist dennoch, was für Möglichkeiten es gibt.

Die Wii in 3D

Das hier ist einfach geil. Da hat jemand die Wii so umgebaut, dass sie für den Betrachter Dinge in 3D darstellen kann!

wii3d.jpg

Wenn man sich bewegt, dann ändert sich das Bild immer so, als würde man gar nicht auf einen Bildschrim schauen, sondern einfach durch ein Fenster… absolut faszinierend!

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