Die Zukunft der Zeitschriften liegt in der Nische.

Wie wahr, wie wahr:

Es ist unbestreitbar, dass die Zukunft für den Zeitschriftenmarkt in den Nischenprodukten liegt. (Markus Peichl, in einem Interview mit der FAZ.)

Auch der Rest des Artikels ist sehr interessant:

Auch die großen Verlage, davon bin ich hundertprozentig überzeugt, müssen nischenfähig werden, um überleben zu können. Nischenfähig heißt, Magazine so zu produzieren, dass sie auch mit geringer Auflage Gewinn machen. […] man kann sehr viel falsch machen. Zum Beispiel ein Heft, das in einem Segment erfolgreich ist, fünfzehn Mal zu kopieren. Das ist das, was die Käufer frustriert, das ist das, was die Konsumenten abschreckt, das ist das, was die Werbekunden nicht brauchen. Das ist, was Print kaputtmacht, weil es Printprodukte systematisch entwertet.

Allerdings geht es auch immer darum, nicht nur einen eindimensionalen linearen Service anzubieten:

Der soziale Aspekt, die Partys und Dinner, die wir veranstalten, ist enorm wichtig, leider fast wichtiger als der tatsächliche Inhalt eines Magazins. In Internetsprache heißt dies wohl community building; die Leserschaft trifft sich in 3D.

Zu jedem Trend gibt es einen Gegentrend. Das Internet ist gut für schnelle, sehr aktuelle aber kurze Informationshäppchen. Dagegen werden die gedruckten Medien nicht mehr ankommen. Aber das erzeugt auch einen interessanten Gegentrend:

Natürlich hat das Internet das Mediennutzungsverhalten komplett verändert. Aber nur die über Vierzigjährigen tun immer so, als wäre das Web ein Mythos und etwas unglaublich Faszinierendes. Für die junge Zielgruppe ist es die Normalität, der Alltag, etwas absolut Selbstverständliches. Für die ist dann oft eine Zeitschrift etwas Besonderes, etwas, was Sex hat, etwas, was Sinnlichkeit hat, eben das, was das Internet nicht hat. Wir setzen mit „Liebling“ ganz bewusst auf klassische Magazintugenden: lange Texte, große Fotos, eben nicht dieser Häppchen-Journalismus.

Print ist nicht tot. Es muss sich nur neu erfinden. Viel Spass damit, es könnte sehr interessant werden!

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Guter Stil und grüner Lebensstil lassen sich vereinen.

Natürlich lassen sich Stil und umweltbewusster Lebensstil vereinen. Und natürlich gibt es auch einige Dinge am umweltbewussten Lebensstil, die eher stillos oder zumindest geschmäcklerisch fraglich sind.

Aber dass die Amis jetzt einen guten Lebensstil damit zu verargumentieren versuchen, dass er ökologisch besser ist, halte ich für stark übertrieben. Oder anders formuliert: ein gepflegter Europäischer Lebensstil setzt eigentlich voraus, dass man auch bei gesellschaftlichen Anlässen von richtigen Tellern isst und aus richtigen Gläsern trinkt. Statt der Pappvarianten, die in Amiland anscheinen üblich sind.

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Das Internet vergisst nix.

Auf zeit.de gibt es einen sehr schönen Artikel über das Elefantengedächtnisses des Internets. Es ist immer wieder faszinierend, was für ein gigantischer Informationsspeicher das Web ist. Aber es ist auch erschreckend, was das langfristig bedeuten kann. Denn:

„speichern ist in der digitalen Welt ungleich leichter als löschen. So werden wir zu Informations-Messies.

Die Fülle an Informationen im Netz geht in die zig-Terabyte („deep web“), jeden Tag kommen unzählige Gigabyte hinzu, insbesondere seitdem es immer mehr „user generated content“ gibt. Das Problem wird in der Zukunft also sein, gute von schlechten Informationen – oder vielmehr: relevante von irrelevanten Informationen zu unterscheiden. Auch kann eine Information richtig und relevant sein – nur eben etwas veraltet. Vielen Websites kann man das Alter nur schlecht ansehen. Wichtig ist zuletzt natürlich auch, Informationen richtig zu bewerten:

»Was wahr und verbrieft, was falsch und erfunden, was individuelles Phantasma und was wissenschaftliche Recherche, was seriöse Information und was Blasphemie oder Pornographie ist, muss dort jeder selbst herausfinden«.

Und nicht nur das, selbst wenn eine Information relevant und richtig ist, dann ist sie eventuell unvollständig und aus dem Kontext gerissen:

Denn im Netz werden Texte […] weitergereicht, kopiert, zerschnitten, einzelne Teile hier oder dort wiederverwendet (so, wie ich es hier gerade mache), nicht immer mit einer Angabe der Quelle. Der Zusammenhang geht verloren, der Ursprung der Information verwischt.

Auch auf diese Weise wäre die Information ggf. nutzlos, denn viele Fakten sind, einmal aus dem Kontext gerissen, schwer bewertbar.

Der Artikel schliesst mit dem schönen Satz:

„Denn blanke Information, losgelöst von Raum und Zeit, ist nichts – außer gefährlich.“

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Wenn der erste Schnee fällt…

Heuteist in Hamburg der erste Schnee gefallen. Bisher nur eine sehr dünne Schicht, aber immerhin. Wenn man sich diese Schneeflocken nun unter dem Microskop ansehen würde, würde man staunen, wie schön diese kleinen Konstrukte wirklich sind. National Geographic hat das gemacht und eine Auswahl an Fotos im Netz zum Bestaunen veröffentlicht.

schneeflocke.jpg

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Schöne iTunes Add-Ons.

Da iTunes essentiell ist, wenn man einen iPod hat, aber leider in vielerlei Hinsicht zu wünschen lässt (insbesondere, wenn man es auf einem PC laufen lässt), freute mich diese Liste von Lifehacker ganz besonders. Da sind nämlich 23 nützliche iTunes Add-Ons aufgelistet. Leider auch hier wieder viele nur für den Mac. Aber zwei erscheinen mir auf den ersten Blick sehr interessant:

iTunes Export (Windows): Okay, so let’s say you decide that you really do want to move your iTunes library to another computer, or maybe you just want to export the perfect playlist to a thumb drive to give to that special someone. Either way, iTunes export gets your music out of iTunes for moving to another computer or device. (Download) (Read more)

MP3 to iPod Audio Book Converter (Windows): Turn your MP3 audiobooks into the iTunes standard M4B audiobook format easily with MP3 to iPod Audio Book Converter. (Download) (Read more)

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