„Carbon Footprint“ in Supermärkten

Macht und Einfluss sollten sich mit hohem Verantwortungsgefühl mischen, damit nichts schief geht. Tesco, die Britische Supermarktkette hat gute 31% Marktanteil und zeigt sich jetzt auch sehr verantwortungsbewusst:

The responsibility that comes with that power became apparent earlier this year when Tesco chief executive Sir Terry Leahy announced plans to carbon-label all the products on Tesco’s shelves. “The idea is that you can compare the carbon footprint of a product as you would compare nutrition or price,? Sir Terry explained.

Eine großartige Idee, die ich sehr begrüße. Das sollten sich die Deutschen Supermarktketten abgucken und nachmachen. Denn in naher Zukunft können die Britten entscheiden, ob sie auch bei kleinsten alltäglichen Einkäufen helfen, den CO2 Ausstoss zu verringern:

A product’s carbon footprint represents the total amount of carbon dioxide added to the environment throughout the production and lifetime of that product. This includes the sourcing of raw materials – drilling for oil, for example – for the product, manufacturing it, delivering it to supermarkets, the energy requirement for its consumption by purchasers and its disposal.

Almost all the products we use and activities of everyday life have a carbon footprint, from how we use our computers at work, the disposal of research papers through to travelling to work and watching the TV. Where the carbon footprint debate becomes complex is that the footprint is often only measured for one part of the process – for example, delivery of a product to the consumer. (Quelle)

Die Idee ist also klasse. Die Umsetzung dafür umso schwieriger. Denn um den korrekten CO2 Beitrag eines Produktes ausrechnen zu kennen, muss man alles darüber wissen:

“With foodstuffs it is so dependent on where you do the study and when,? White says of issues such as seasons and nations. And once the food has been produced, there are still difficulties. “No two supply chains are the same,? White adds. […]

ECI’s White believes that to measure carbon emissions for food, carbon labels will have to go right back to the beginning – the fields where it is grown. Everything from the amount of ploughing a farmer does to the fertiliser they use will have to be measured and somehow applied to the new labels.

Wird es wirklich möglich sein, den CO2 Beitrag eines jeden Produktes zu 100% zu messen? Oder wenigstens zu 90%?

Die andere Frage ist: werden die Verbraucher wirklich entsprechend reagieren und in großem Stil nur noch Produkte kaufen, deren „Carbon Footprint“ niedrig ist? Denn im Zweifelsfall muss jeder von uns Produkte kaufen, die wir nicht so gerne mögen, auf andere Marken umsteigen oder ganz verzichten.

Mal ehrlich: den meisten Menschen (mich eingeschlossen) fällt es ja schon schwer, auf Dinge zu verzichten, von denen sie wissen, dass sie direkt, am eigenen Körper (und noch während der eigenen Lebensdauer) konkret gesundheitlichen Schaden zufügen.

Wer denkt ernsthaft bei jedem Kauf darüber nach, dass er indirekt dazu beiträgt, dass die Durschnittstemperatur in 10-20 Jahren ein paar Grad höher liegen könnte?

(via PSFK)



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