Die Geschichte der Deutschen Blogosphäre

Sehr lesenswert: Robert hat die Geschichte der Deutschen Blogosphäre in einer kurzen Zusammenfassung aufgeschrieben. Hätte nie gedacht, dass es in Deutschland am Anfang sogar zwei so zerstrittene Lager gab – die Tagebuchschreiber (die, gefühlt zumindest, immer noch überwiegen) und die „Blogger“, die sich auch ziemlich bald schon so nannten.

Das war übrigens bereits im Jahr 2000. Ich weiss, dass ich in 2005 schon relativ spät eingestiegen bin. Aber dass ich soweit hinterher war, wusste ich dann doch nicht.

Erst in 2002 verschmolzen in Deutschland die beiden Ansätze (Tagebuch und Blog) zu einem. Da frage ich mich natürlich, ob es diese Gegensätze in anderen Ländern auch gab? Denn ansonsten wäre das ja vielleicht ein Hinweis darauf, warum sich Blogs in anderen Ländern früher schneller durchgesetzt haben: Dort haben die Tagebuchschreiber vielleicht von Anfang an auf Blogs gesetzt, es war vielleicht auch einfacher zu bedienen und somit schneller von einer größeren Masse angenommen. Nur so ein Gedanke, vielleicht kann das ja jemand bestätigen oder kommentieren.

Robert erzählt noch ein wenig mehr zu zwei Faktoren, die den Einfluss der Blogs stark beeinflusst haben: Permalinks und Trackbacks. Und zum Schluss ein wenig über „Deutschland-Forenland“, denn das sind wir. Insbesondere im Europäischen Vergleich nutzen wir Foren sehr viel mehr als die User in den anderen Ländern. Dafür eben Blogs um so weniger. Ein Kollege von mir äusserte die Vermutung, dass wir lieber anonym rumstänkern…

Am Ende fragt Robert sich, was wohl in Zukunft die Blogs ablösen könnte. Das ist mMn ganz einfach: Social Network Portale wie Facebook. Denn dort hat man ein Blog, ein Fotoalbum, Themen bezogene Gruppen und Netzwerke, tausende von Widgets für allen möglichen Kram, und – das wichtigste bei alledem: seine Buddies.



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