Der spinnt.

Die Schlammschlacht um Siemens wird immer kurioser. Bei SpOn heisst es jetzt:BenQ-Chef fordert Handykauf aus Solidarität.

Nach der Pleite der deutschen BenQ-Werke appelliert ihr Chef an Politiker und Verbraucher, zur Rettung der bedrohten Arbeitsplätze beizutragen. Jeder Kauf eines BenQ-Handys helfe den 3000 Mitarbeitern.

Ich glaube der spinnt. Es geht mir nicht darum, dass ich den BenQ Mitarbeitern nicht helfen möchte, aber was ist denn das für eine Art?

Und das alles, nachdem Klaus Kleinfeld anscheinend mehr “Mitgift” gezahlt hat, als bisher angenommen. Denn sonst hätte er die Sparte wohl nicht so einfach loswerden können.

Nach einem Zeitungsbericht hat Siemens-Chef Klaus Kleinfeld BenQ bei der Übernahme der Handy-Sparte sogar noch deutlich mehr Geld bezahlt als bisher angenommen. Als der Siemens-Chef im Juni vorigen Jahres BenQ öffentlich als Partner präsentiert habe, seien noch nicht alle vertraglichen Einzelheiten unterschrieben gewesen, berichtet die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” unter Berufung auf Unternehmenskreise. Daraufhin hätten die Taiwaner Siemens förmlich erpresst und einen kräftigen Aufschlag gefordert. Um sein Gesicht zu wahren und das Geschäft nicht platzen zu lassen, habe Kleinfeld “Geld nachschießen” müssen.

Und zwar geht es hier angeblich um ganze 413 Millionen Euro.

Beim Manager Magazin wurde inzwischen ein “Brandbrief” veröffentlicht, der die Stimmung gut wieder gibt.

Herr Kleinfeld hat es momentan wirklich nicht leicht. Erst die Pöbeleien seiner Mitarbeiter in seinem Blog und jetzt das Fiasko mit BenQ.

Wer wird ihm da jetzt noch seine 30%-ige Gehaltserhöhung streitig machen wollen, dem armen Kerl?



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