Dumme Bushismen.

Bei Slate kann man The complete Bushisms finden.

„You know, one of the hardest parts of my job is to connect Iraq to the war on terror.“—Interview with CBS News, Washington D.C., Sept. 6, 2006

Die Seite ist lang, sehr lang. Und das meiste ist extrem konfus. Aber immerhin ist er der mächtigste Mann der Welt. Da sollte man alles was er sagt, sehr ernst nehmen. Auch wenn es schwer fällt.

Gibt es eigentlich eine ähnliche Seite für Stoiber? Nicht, weil er ähnlich mächtig ist, sondern weil seine Satzkonstrukte ja ähnlich mächtig dämlich sind…

Continue Reading

Als der Steinkauz Vogel des Jahres war.

Erst heute habe ich mir (zum ersten mal!) angesehen, was sich bei Wikipedia hinter der Verlinkung auf Jahreszahlen verbirgt. Und – wer hätte es gedacht – es gibt dort eine umfassende Chronik und Auflistung aller besonderen Vorkommnisse in dem Jahr.

Insofern habe ich folgendes über mein Geburtsjahr herausgefunden:

Der Steinkauz (Athene noctua) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Das mag schon grossartig klingen, aber es ist noch eine ganze Menge mehr passiert:

  • 27. Mai: Die erste Folge von Star Trek („Raumschiff Enterprise“) wird im Deutschen Fernsehen gezeigt
  • Andreas Baader und andere Mitglieder der Rote Armee Fraktion werden in Frankfurt am Main nach einer Schießerei verhaftet
  • Das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten BRD und DDR tritt in Kraft (Als Transitabkommen wird im allgemeinen Sprachgebrauch das Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik über den Transitverkehr von zivilen Personen und Gütern zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) bezeichnet. )
  • Der Bundestag beschließt die Absenkung des aktiven Wahlalters auf 18 Jahre (bitte? Wo war das denn vorher?)
  • Einbruch ins Watergate-Gebäude in Washington D.C., Auslöser der Watergate-Affäre
  • Eugene Andrew Cernan verlässt als vorläufig letzter Mensch den Mond
  • 1. August: Die Bauer Verlagsgruppe bringt die deutsche Ausgabe des Männermagazins Playboy auf den Markt.
  • Fünf ehemalige Mitarbeiter von IBM (Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector, Klaus Tschira, Dietmar Hopp und Hasso Plattner) gründen „SAP Systemanalyse und Programmentwicklung“ in Weinheim (Bergstraße)
  • 7. Januar: Ibiza, Spanien. Eine Caravelle 6R der Iberia Airlines prallt gegen die umliegenden Berge, wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Ibiza. 106 Menschen sterben dabei. (shit, das wusste ich gottseidank nicht)
  • Jede Menge anderer Flugzeugunglücke, die ich hier nicht auflisten werde
  • In Schweden finden sich die vier Künstler Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad zusammen und nehmen als Björn und Benny, Agnetha und Anni-Frid ihre erste Single auf, ab 1974 sollten sie unter dem Namen ABBA weltweit bekannt werden

Und dann noch eine lange Liste von Leuten, die auch in demselben Jahr geboren wurden. Interessant, wer eigentlich alles genau so alt ist, wie ich. Interessanter noch die Liste von Leuten, die ich für entweder älter oder jünger eingeschätzt hätte…
Genau gleich alt, da am selben Tag geboren, ist: Olga Nikolajewna Jegorowa, russische Langstreckenläuferin…

Die Liste derjenigen, die in dem Jahr gestorben sind, habe ich mir nur flüchtig angesehen. Genau ein Tag vor meinem Geburtstag ist M. C. Escher, ein niederländischer Künstler und Grafiker, gestorben. Aber aufgrund meiner eher ungenügenden künstlerischen Begabung bin ich mit Sicherheit nicht dessen Wiedergeburt.

Continue Reading

Bornheimer Depot Bautagebuch – 08. Oktober 2006

Dies ist der erste Eintrag im Bornheimer Depot Bautagebuch. Geschrieben wurde dieser Eintrag erst im Februar 2007. Das Foto entstand allerdings bereits am 8. Oktober 2006, deshalb ist es mit diesem Datum veröffentlicht:

061008.jpg

Die vordere Halle ist schon weitestgehend abgerissen, die hintere Halle steht noch. Soweit ich mich erinnern kann, wurde im Inneren der hinteren Halle aber bereits einiges vorsichtig abgetragen. Denn die hintere Halle wird ja wieder aufgebaut werden, da sie unter Denkmalschutz steht.

Continue Reading

„Vodcasts“ zur Buchmesse – und das Prinzip „digital bohème“

In Frankfurt ist jetzt Buchmesse, was man unter anderem dadurch merkt, dass man aufgrund der Besucherströme morgens wesentlich länger zur Arbeit braucht.
Interessant in diesem Zuge sind die Interviews mit vielen Schriftstellern, die das ZDF im Internet als „Vodcasts“ veröffentlicht. Unter dem Stichwort „Das blaue Sofa“ – werden bei dem Kulturmagazin Aspekte jeden Tag im halb-Stunden-Takt viele bekannte Schriftsteller interviewed.

Was mich soeben faszinierte, war das Interview von Holm Friebe und Sascha Lobo. Zwei Mitglieder einer selbsternannten „digital bohème“ in Berlin. Holm und Sascha haben ein Buch mit dem Titel „wir nennen es arbeit“ geschrieben:

Das Buch handelt davon, wie eine neue Klasse von Selbstständigen mit Hilfe digitaler Technologien dem alten Traum vom selbstbestimmten Arbeiten in selbstgewählten Kollektivstrukturen ein gutes Stück näher kommt.

Klingt revolutionär. Sehr sogar, aber das scheint es auch ein wenig zu wollen. Die Idee dahinter gefällt mir sehr. Aber mir gefällt auch die Idee der 68er und die Idee des Dosenpfands. Nur in der Praxis ist es oft nicht tragbar oder nervt schlichtweg. Deshalb stehe ich auch dieser Idee ein wenig zweifelhaft gegenüber. Aber da ich dieser Bewegung als digi-junkie sehr nahe stehe, werde ich mir das Buch mal kaufen (oder schickt Ihr mir ein Rezensions-Exemplar, Holm und Friebe?) und mir selbst ein Bild davon machen.
Natürlich werde ich auch das Blog ein wenig weiterverfolgen, und sehen, was sich dort so tut. Die Riesenmaschine lese ich ja ohnehin schon eine Weile.

In dem Interview schienen mir die beiden nicht immer konsequent einer Meinung zu sein, insbesondere, als es um die Bedeutung und den Einfluss des Kapitalismus auf solcherart Bewegungen ging. Auch kam es mir ab und zu so vor, als ob einige Beispiele in genau dem Moment herbeigezogen und nicht ganz passend verankert waren, also ob es das erste Interview in dieser Sache war und das Skript noch nicht zu 100% gelernt.

Egal, sobald man das Buch bei Amazon bestellen kann (und ich nicht etwa vorher ein Rezensionsexemplar bekommen sollte!), werde ich es mir mal durchlesen und dann darüber berichten.

Continue Reading

Gezeichnete Blogposts…

Es gibt ja immer wieder Blogs, wo die Blogger Zeichnungen einscannen und veröffentlichen. „Indexed“ ist solch eines. Im Gegensatz zu Joho (auch sehr empfehlenswert!) zeichnet „Indexed“ seine Gedanken und Ideen in Form von einfachen mathematisch anmutenden Diagrammen auf. Wer einfache x,y Koordinaten Systeme und die sich überlappenden Seifenblasen aus der Mengenlehre erinnert, wird viel Spass mit diesen Diagrammen haben:

Continue Reading

Polemik 2.0 über Mediennutzung.

Schön. Spreeblick hat auf der Medien 2.0 Konferenz in Frankfurt ein wenig über den „2.0“ Trend und die klassischen Medien hergezogen. (Es war eine „Polemik zum Thema ‘Web 2.0 in den Medien’“ angefragt, schreibt Johnny, als Erklärung).

Und es geht los mit dem klassischen Medium, was am meisten in der Vergangenheit verloren hat:

Reden wir von Zeitungen? Diesem Informationsmedium unserer Urgroßeltern, das uns heute schon mitteilt, was gestern passiert ist? Was könnte eine Zeitung schon über Web 2.0 schreiben? „Hey, schön, dass Sie unsere Zeitung gekauft haben, aber wir möchten Ihnen mitteilen, dass sie dies hier alles schon gestern im Internet hätten lesen können und nicht nur das: Sie hätten es speichern, zitieren und durchsuchen können, sie hätten die Texte mit anderen teilen und diskutieren können! Und nun viel Spaß beim Wegwerfen dieser Blätter, kaufen Sie sich doch einfach morgen neue!“?

Oder, in Bezug auf Radio:

Oder ist das Radio gemeint, das Medium unserer Großeltern, dessen so-genannte „Formatierung“ in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass man seine Uhr nach den gespielten Songs stellen kann (“Oh, Britney Spears, es muss 12:30 Uhr sein!“) und das in millionenschweren Markforschungskampagnen herausgefunden hat, dass man den dummen Hörern keinen Wortbeitrag über 1 Minute 30 zumuten darf?

Und auch das Fernsehen kommt nicht gut dabei weg:

Diesem hochmodernen Medium, das so tolle Nachrichten hat wie: „Wir können Ihnen jetzt einen Film zeigen, der vor zwei Jahren im Kino lief und den es seit einem Jahr auf DVD gibt.“ – „Super, ja, den würde ich mir gern noch ein fünftes Mal ansehen, zeig her!“ – „Ähm… gut… also… sagen wir: nächsten Freitag um 23 Uhr?“

Und, zu guter letzt, quasi als Zusammenfassung:

Als erstes Massenmedium der Geschichte ist es nämlich so gut wie unkontrollierbar, sei es politisch, technisch, unternehmerisch oder redaktionell. Es ist ebenso offen für Lügen und Scharlatane wie es offen ist für Wahrheit und Genies. Es entspricht somit dem wirklichen Leben viel mehr, als es seine Virtualität vorgibt.
Und: Seine Produktionsmittel sind so gut wie überall verfügbar und nicht selten kostenfrei, die Zeiten der elitären Medien-Produktionshoheit sind also vorbei. Und so kann man vermuten, dass die Möglichkeit der Veröffentlichung für Jedermann auf längere Sicht ähnliche gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringt wie die Erfindung Gutenbergs, welche das Lesen für uns alle möglich gemacht hat.

Recht hat er. Die Frage ist natürlich, wie lange es dauern wird, bis diese neue Mediennutzung die Mehrheit der Gesamtbevölkerung erreicht hat. Aber es geht ja nicht nur um die (zunehmend schwindende) jüngere Generation, sondern vor allem auch um die sich ändernde Mediennutzung bei den Älteren. Und die holen ja angeblich gerade stark auf.

(danke für den Hinweis)

Continue Reading

GEZ-Gebührenreform – demnächst auch für Bankautomaten?

Wenn es nicht von der offiziellen Website der IHK Frankfurt kommen würde, müsste man es für einen schlechten Scherz halten:

Nicht nur die Tatsache, dass Unternehmen jetzt für PCs eine GEZ Gebühr zahlen sollen:

Ab 1. Januar 2007 sollen Unternehmen für ihre internetfähigen Computer und ihre UMTS-Handys Rundfunkgebühren bei der GEZ bezahlen, nämlich jährlich 204,36 Euro pro Grundstück. Und dies, obwohl kaum ein Unternehmer in der Lage ist, Radio oder TV mit seinem PC im Betrieb zu nutzen!

sondern vor allem dies verblüfft:

Wenn die Regelung nicht gestoppt wird, müssen vom 1. Januar 2007 an in Deutschland auch für weit über 50.000 Geldautomaten Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlt werden, weil sie über das Internet an die Banken angeschlossen sind.

Wer das letztendlich zahlt, ist doch klar, oder? Diese Kosten werden die Unternehmen und Banken an die Endverbraucher weiterberechnen. Volkswirtschaftlich ein völliger Unsinn. Da wird eine Leistung, die gar nicht genutzt werden kann, von der GEZ berechnet – und der Endverbraucher bezahlt am Ende dafür. Es entsteht kein nachvollziehbarer Mehrwert, aber es entstehen zusätzliche Kosten.

(via hier und hier)

Continue Reading