Ideen für Google Glass Anwendungen

 

Die Google I/O ist in Kürze und jeder wartet gespannt darauf, wie Google die Story der Google Glasses weiterspinnt. Eine Creative Agency in Toronto hat sich ein paar Anwendungen überlegt, die allesamt heute schon möglich wären (vorausgesetzt die Batterieleistung spielt mit):

 

YouTube Preview Image

 

Das sind einige der Anwendungen:

  • Navigieren beim Fahrradfahren per Google Maps und GPS
  • Dabei dann sogar noch Mails beantworten
  • In Verbindung mit einem NFC fähigen Smartphone bezahlen
  • Produkte im Laden scannen und Preise vergleichen
  • Produkte im Supermarkt scannen, in einen virtuellen (und den realen) Einkaufskorb legen und dann an der Kasse bezahlen
  • Taxi bestellen und per Google Map Ankunft verfolgen
  • Speakernotes während einer Präsentation
  • Fitness-Apps und Schrittzähler bedienen
  • Notruf inkl. Videochat tätigen
  • Musiknoten beim Gitarre spielen einblenden und Akkorde überprüfen
  • In der Bar beim Gespräch trotzdem den Spielstand der Lieblingsmannschaft mitbekommen
  • Als zweiter Screen bei Videospielen
  • Als Fernbedienung für Google TV

 

Vieles erscheint sehr offensichtlich. Man nimmt irgendeine Smartphone Anwendung und verändert sie so, dass ein Screen direkt vor dem Auge Sinn damit macht. Der Zauber wird jedoch, wie so oft, bei den Anwendungen liegen, die eine Veränderung vom Alltagsverhalten hervorrufen. Das haben uns schon die Smartphones gezeigt.

Schade nur, dass es in Deutschland vermutlich lange dauern wird, bis diese Art der Technologie erlaubt sein und Fuss fassen wird. Datenschutz sei Dank.

Hier gibt es mehr Informationen dazu.

 

 

Vorfreude auf die re:publica 13

 

Nachdem ich letztes Jahr meine Teilnahme an der re:publica projektbedingt kurzfristig absagen musste, freue ich mich dieses Jahr umso mehr auf das Klassentreffen.

 

re:publica 13

 

Natürlich bereite ich mich ordentlich vor. Dazu gehört zum Beispiel dieser Blogpost. Denn hier hat Jörn minutiös aufgeschrieben, wann man worüber bloggen und twittern soll. Da steht nun, dass man am Vorabend einen Blogbeitrag über die Vorfreude schreiben soll. Check.

Gepackt habe ich auch schon, mit Hilfe von Nico’s essentieller Packliste.

Die App ist auf dem Smartphone, morgen auf der Bahnfahrt nach Berlin werde ich meinen persönlichen Kalender zusammenstellen (Tipps, anyone?)

Schnell noch das Rahmenprogramm gelesen, das Stefan zusammengetragen hat, sowie ein wenig in der inoffiziellen Facebook Gruppe gestöbert, dann bin ich bereit.

Ick freu mir, wie der Berliner – glaube ich – so sagt.

 

 

FLOCK – die Twitter Kuckucks-Uhr

 

I Like. #Flock ist eine Kuckucks-Uhr von BERG, die auf Tweets, neue Follower und ähnliches reagiert:

 

YouTube Preview Image

 

Es werden nur wenige Exemplare hergestellt und an ausgewählte Leute verschickt. Was man machen muss um eine der Uhren zu bekommen, ist mir nicht bekannt.

 

 

Ich bin bereit für eine Kultur-Flat.

 

Die Kulturflatrate ist seit längerem ein Thema. Für mich schleicht sich so etwas wie eine Kultur-Flat allmählich wie von selbst in mein Leben ein. Einfach nur, weil es mittlerweile die richtigen Angebote gibt.

 

Meine Musik höre ich – natürlich – bei Spotify, wie die meisten anderen meiner (Facebook-) Freunde auch. 10 Euro im Monat und man kann aus 20 Mio. Songs unbegrenzt Musik hören. Bei meinem Musik-Konsum und der konstanten Neugier nach neuen Musikstücken ist Spotify für mich ein Selbstgänger.

 

Spotify Screenshot

 

Hörbücher lade ich schon seit fast 7 Jahren konstant bei Audible runter. Streng genommen ist es keine Flatrate, allerdings nahe dran: ich habe damals, als Audible neu war, ein Abo abgeschlossen, mit dem ich jeden Monat für nicht mehr als 15 Euro 2 Hörbücher runterladen kann. Mehr schafft man (oder ich) sowieso nicht pro Monat, insbesondere, wenn man jede Woche zusätzlich diverse regelmäßige Podcasts hört).

 

audible

 

Seit wenigen Tagen habe ich nun auch eine echte Filme- und Serien-Flat bei Watchever. Auch hier zahle ich (nach den 30 Tagen Testphase, in denen ich mich noch befinde) nur 10 Euro pro Monat für eine unbegrenzte Flat. Im Gegensatz zu Spotify (20 Mio Songs) gibt es hier keine Angaben über die Größe der Online-Videothek. Das Angebot hat offensichtlich nicht die allerneusten Filme und Serienstaffeln, aber zur Zeit reicht es mir als Gelegenheitsgucker. Ähnlich wie bei Spotify kann man Filme und Serien auch für den Offline Modus auf dem iPhone oder iPad downloaden.

 

watchever

 

Was mir für eine – zumindest meine Zwecke – vollständige digitale Kultur-Flat fehlt, ist eine ebook-Flatrate. Ein Angebot von Amazon wäre mir am liebsten, seitdem ich ein Kindle Paperwhite besitze. Vielleicht liest jemand von Amazon dies, bitte, und handelt entsprechend?

Wird sich dieses Model über alle Branchen und Anbieter durchsetzen können? Man könnte für 35,- bis 50,- pro Monat locker die wichtigsten Contentformate abdecken und wäre damit gut bedient. Wenn man dann noch GEZ (muss wohl sein) und Kabelgebühr (dito) bemischt, dann könnte man für ca. 70-80,- Euro im Monat den größten Teil des Contentbedarfs eines normalen Haushalts abdecken, grob geschätzt. Ist das zu viel?

 

 

Das Digitale ist alles nur geliehen und temporär.

 

Die Bekanntgabe, dass Posterous am 30. April geschlossen wird und man nur noch bis dahin Zeit hat, seine Inhalte zu sichern, zeigt, dass vieles in der digitalen Welt sehr temporär und nur geliehen ist. Die Schliessung von Posterous ist eine Niederlage für die Online Welt, wird sogar geschrieben.

Das eigene Blog ist oft nicht Eigentum. Der Serverspace und die URL sind nur temporär verfügbar. Die Rechte an den Inhalten tritt man bei einigen Diensten sogar an den Betreiber ab. Die Inhalte kann man nur speichern oder konsumieren, solange der Dienst besteht, oder solange man dafür zahlt. Das gilt für quasi alle Online Dienste.

Nicht einmal Blogs auf “eigenem Hosting” sind sicher, da man im Prinzip immer an eine Firma gebunden ist, die den Server betreibt. Einzig die Nerds, die ihre Websites auf eigenen Maschinen hosten, sind nicht auf Solvenz und Wohlfälligkeit von fremden Firmen angewiesen (wenn man von der reinen Internetverbindung mal absieht).

Bei tumblr.com, wordpress.com, blogger.com, twitter.com und allen anderen Social Content Networks dieser Art existieren die Inhalte nur solange diese Firmen das für richtig halten und auch im Geschäft bleiben. Darauf kann man sich einstellen, oder diese Plattformen von Anfang an meiden. Dennoch ist es sehr ärgerlich, wenn man Jahre lang auf einer Plattform Inhalte veröffentlicht hat und diese dann einfach dicht macht. Bei Posterous haben die User jetzt noch noch wenige Wochen Zeit, ihre Inhalte zu sichern, um sie dann irgendwo anders hochzuladen.

Aber auch bei vielen anderen digitale Anbietern drohen zumeist nicht bekannte Konsequenzen bei der Nutzung:

  • Bei Plattformen wie YouTube.com oder Instagram.com tritt man die Nutzungsrechte sämtlicher Inhalte an die Plattform ab. Die Plattform kann diese dann für alle erdenkbaren Zwecke – auch kommerziell – nutzen. Der User geht leer aus. Zugegeben, er zahlt auch nichts für den Dienst.
  • Facebook.com löscht angeblich die eigenen Inhalte noch nicht einmal, wenn man sich dort abmeldet. Die persönlichen Daten werden bereits Werbetreibenden Unternehmen für die Planung von Werbung zur Verfügung gestellt. Ähnlich ist es natürlich bei Google+.
  • Bei Audible.com kann man Hörbücher nur so lange nutzen / hören, wie man dort ein Profil registriert hat.
  • So auch bei Spotify – die Musik kann man nur mit einem Profil hören. Einmal abmelden und die Musiksammlung ist futsch.
  • Apple mit iTunes ist nicht besser. Auch die dort gekaufte Musik gehört einem nur so lange, wie man dort ein registriertes Profil hat.
  • Mit eBooks von Amazon, Thalia etc. ist es ähnlich, auch dort wird aufgrund des DRM ein Profil benötigt. Wenn man das löscht, dann hat man keinerlei Zugriff mehr auf seine gekauften Bücher.

DRM bedeutet leider, dass man die Inhalte nur so lange besitzt und nutzen kann, wie es möglich ist, eine Verbindung mit dem Anbieter herzustellen, um das eigene Profil zu validieren. Als ich letztes Jahr in China unterwegs war und meine Spotify App sich aus unerfindlichen Gründen erneut bei Spotify anmelden wollte, war das nicht möglich, weil ich in China keinen Zugriff auf Facebook hatte – denn mit Facebook hatte ich mich ursprünglich angemeldet. So konnte ich in den 2 Wochen keine Musik hören, obwohl ich für die mobile offline Nutzung bezahlt hatte.

Das man sich heutzutage bei vielen Diensten einfach schnell mal mit Facebook anmeldet, hat noch eine viel schlimmere Konsequenz: Mit einer Löschung des Facebook Profils beendet man den Zugang zu vielen weiteren Diensten. Vermutlich werden viele gar nicht mehr wissen, bei welchen Diensten sie sich mit Facebook angemeldet haben.

Ein weiterer Punkt, der verdeutlicht, dass man diese digitalen Waren nicht wirklich sein Eigentum nennen kann: man kann sie nicht verschenken, vererben oder verkaufen. Es ging vor einiger Zeit eine Story durch’s Netz, nach der Bruce Willis in der Lage sein wollte, seine bei iTunes gekaufte Musiksammlung zu vererben. Was beim jetzigen DRM nicht möglich wäre. Allerdings war an der Story wohl nichts dran. Vom Prinzip her ist das aber nicht falsch.

Ich habe seit ca. 2006 ein Abo bei Audible und lade mir jeden Monat 2 Hörbücher runter. Sollte ich das Abo weiterführen, dann werde ich irgendwann (hoffentlich in ferner Zukunft) viele hunderte Hörbücher vererben können. Aber nur wenn es Audible dann noch gibt, und auch nur, wenn meine Erben die Digital Rights daran validieren können.

Absolute Musik Highlights kaufe ich mir daher weiterhin auf CD. Gute Bücher, die ich als ebook oder Hörbuch genossen habe, kaufe ich mir zusätzlich auf Papier, um sie im Regal stehen zu haben. Meine Fotoalben lasse ich mir von Zeit zu Zeit auf Papier ziehen, mein Reiseblog mit wunderschönen Reiseerinnerungen werde ich mir demnächst mal auf Papier ausdrucken. Auch wenn das Blog auf einem eigenen gemieteten Server gehostet wird und daher wenig Gefahr besteht, dass es unerwartet verschwindet.

Mich stört der Gedanke, dass das Digitale die Grenzen zwischen Eigentum, Besitz und Nutzung verschwimmen lässt. Vermutlich wird man sich daran gewöhnen müssen, dass man jegliche Inhalte in Form von Text, Video, Bild und Audio nicht mehr besitzen oder unbegrenzt speichern/bereitstellen kann. Den Digital Natives von heute, die sich nie mit dem Gedanken an eine echte Platten- oder Büchersammlung auseinandergesetzt haben, ist das wahrscheinlich sowieso egal.

Mir gefällt es allerdings nur bedingt. Ich lebe zur Zeit den Kompromiss zwischen einer unendlich scheinenden Welt von wundervollen Daten und dem Wunsch, diese Daten in haptischer Form in Regale stellen und aufbewahren zu können.

 

Nachrichten aus einer sterbenden Medienbranche.

 

Wer hier öfter vorbeischaut, weiss, dass ich mich immer mal wieder mit der Zukunft der Printmedien beschäftige. Nicht immer optimistisch, aber auch nicht komplett Schwarz sehend.

Insofern lese ich mir weiterhin alles durch, was mit dem Thema zu tun hat. Zwei

Spiegel Online beschäftigt sich anscheinend ebenfalls mit der Zukunft der Printmedien. In diesem Artikel erzählen mehrere Menschen unter 30 über ihr Verhältnis zu Print und Digital Medien.

Fazit: Junge Leute lesen ihre News zumeist digital, nur wenige lesen Zeitungen, oder Bücher. Dazu hätte es im Prinzip keine neue Umfrage gebraucht, das hätte man sich denken können.

Zum anderen regt mich das geplante Leistungsschutzrecht auf. Aber das scheint sich gerade zu erledigen. Zum einen finden einige Koalitionspolitiker ihre Eier wieder, zum anderen wurde bei der Abwicklung des Gesetzantrags geschlampt, sodass es in dieser Legislaturperiode vermutlich nicht mehr verabschiedet wird und das Diskontinuitätsprinzip greift.

Wäre sehr erfreulich, wenn sich das Gesetz auf diese Weise still verabschiedet.

 

3D Doodler – 3 dimensional zeichnen.

 

3D Druck fasziniert mich schon seit einiger Zeit. Wir haben bei DDB Tribal einen Makerbot, mit dem wir letztes Weihnachten bereits Geschenke für Kunden ausgedruckt haben. Seit dem läuft das Ding quasi ununterbrochen, druckt Freundschaftsarmbänder für Kolleginnen und iPhone Halter für Nerd-Kollegen.

Jetzt gibt es ein weiteres, faszinierendes Gadget: den 3D Doodler. Ein Stift, der im 3 dimensionalen Raum zeichnet. Hier ist ein Video dazu:

 

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Wahnsinn. Science Fiction im Jetzt.

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